Nordstadtblogger

„lesen – lauschen – lächeln“ – Das LesArt.Festival Dortmund steht mit interessanten Veranstaltungen in den Startlöchern

Von Gerd Wüsthoff

Dortmund und Literatur? Klar doch! Kultur und Literatur sind in Dortmund mehr als nur vorhanden, sie vibrieren vor Leben! Das diesjährige Dortmunder Literaturfestival LesArt. mit dem Titel „lesen – lauschen – lächeln“ beginnt mit einem LesArt.Satelliten am 12. Oktober 2018, 20 Uhr, um den Appetit auf das Mehr im November zu steigern. Diese „Advent“-Veranstaltung findet in der Evangelischen Reinoldikirche mit einer Lesung aus „Die Zweisamkeit“, dem vierten Buch der biographischen Romanreihe von Joachim Meyerhoff statt. Das LesArt.Festival, und damit die Woche gefüllt mit Literatur, am 2. November 2018 im domicil. Am Abend der LesArt.Gala am 9. November 2018 wird wieder der mit 800 Euro dotierte LesArt.Preis der jungen Literatur im „domicil“ verliehen. Der Bewerbungsschluss hierfür ist am 5. Oktober 2018.

Biographische Turbulenzen, Hostessen Lebenserinnerungen und Wanderungen entlang von Gräben

Joachim Meyerhoff, Theaterschauspieler und Romancier. Foto: Ingo Pertramer

Joachim Meyerhoff dürfte TheatergängerInnen in Dortmund bekannt sein, vielleicht aber auch als Romancier, der bei Markus Lanz über seine Bücher, gefüllt mit seinen Amouren, in der Show sprach. Im neuen Buch geht es um seine erste Liebe, die er gleich zu drei Frauen: Hanna, Franka und Ilse, hatte. Sein Traum es ginge gut, löste sich in Luft aus. Die Turbulenzen, die Meyerhoff dabei erfährt, überfahren ihn sowohl psychisch, logistisch und auch physisch. Ein turbulent, amüsanter „Advent“ zum LesArt.Festival.

Am 2. November 2018, macht „Die Traumzeit und andere Tage“ die Leinen los, von und mit Heide Keller, ihres Zeichens „Chefhostess Beatrice“ des „Traumschiff“ aus dem ZDF. Das Boarding beginnt etwas früher im „domicil“, denn 19.30 Uhr will man auf der Hohen See der Lebenserinnerungen von Heide Keller/Beatrice sein.

Auch am 3. November 2018 moderiert Matthias Bongart den Abend, im „Fletch Bizzel“ um Navid Kermani und sein Werk „Entlang der Gräben“. Darin berichtet Kermani von seiner Reise Reise durch das östliche Europa bis Isfahan in Persien. Der fremde, teilweise exotisch anmutende Osten, von Katastrophen und Kriegen zerklüftet, beginnt östlich der Grenze von Deutschland. Kermani ist von Köln, seiner Heimatstadt, entlang der sich neu in Europa auftuenden Gräben gereist. Er endet mit seiner Reise und Ansichten in der Heimatstadt seiner Eltern, Isfahan.

Schülerlyrik und Literatur, Kinderpoesie und westfälische Findlinge

Navid Kermani, Foto: Julian Baummann

Samtag, den 3. November 2018, ab 14 Uhr präsentieren Zehra Cirak und Akos Doma im Studio B der Stadt- und Landesbibliothek die Texte der Schreibwerkstätten der Gertrud-Bäumer-Realschule (8. bis 11. Oktober 2018) und der Droste-Hülshoff-Realschule (29. Oktober bis 2. November 2018). Die beiden Dortmunder Schulen haben im Rahmen des Deutschunterrichtes seit 2010 immer wieder spannende und überraschende Texte der SchülerInnen aus den 7ten oder 8ten Klassen präsentiert – weshalb man auch für 2018 mehr als gespannt sein kann.

Die Kinderwelten starten am Sonntag 4. November 2018 im literaturhaus.dortmund für Erwachsene ab drei Jahren. Ralf Thenior, aus Bad Kudowa, heute Kudowa Zdroj, in Schlesien und Frantz Wittkamp, aus Lüdinghausen, lesen aus „Sieben Ziegen fliegen durch die Nacht“. Das Buch ist ein Kompendium von 100 Kindergedichten das von der Créme de la Créme zeitgenössischer Lyriker in die Klangwelten der Poesie entführt. Fantastisch verrückte Sprachspiele öffnen Räume für Kreativität und Fantasie, in denen die Welt mal auf den Kopf gestellt oder neu erfunden wird.

Mittwoch, 7. November 2018, ist Thenior dann für Wittkamp der Moderator, der in diesem Jahr eingeladen worden war, Gedichte für die jetzt 15-bändige Reihe „rotefadenlyrik“, Edition Haus Nottbeck, zu schreiben – das Ergebnis: „Findlinge“. Es ist ein Forum für Poesie in Westfalen, denn es gibt und gab nicht nur Annette von Droste Hülshoff. Die „Findlinge“ steht virtuos gereimt, in der Tradition von Nonsens und Aphorismen, wunderschöner Lebensweisheiten über Menschen, Tiere und andere seltsame Wesen (Verwandte?). Der Band ist zum Einen von großer Heiterkeit, zum Anderen auch mal etwas traurig – wie das Leben an sich.

Kindertheater und Literatur in den Katakomben des Lebensquell des Fußball-Theaters

Isabel Pfarre, Klauspeter Sachau und Hartmut Salmen (v.l.). Foto: Gerd Wüsthoff

Betina Stöbe moderiert täglich ab 15 Uhr den heimlichen Höhepunkt seit zwölf Jahren. Vom 5. bis 9. November 2018 ist das KindergartenBuchTheaterFestival im „Fletch Bizzel“ zu Gast. Aus je drei, für jeden der teilnehmenden 15 Kindergärten, vorgeschlagenen Büchern, führen die Kinder wieder, wie in den letzten Jahren im aus den Nähten platzenden „Fletch Bizzel“ ihre zehn bis 15 minütigen Stücke vor.

Mit LesArt.Stadion findet auch der Fusball einen Widerhall – denn dieser soll in Dortmund, der Heimstadt des BVB, eine gewisse Rolle spielen. Am 5. November 2018 findet in den „heiligen Katakomben“ Umkleidekabinen (Heimkabine) des Signal-Iduna Park (für einige immernoch das Westfalen-Stadion) ab 19.30 Uhr die Lesung von Ben Redelings aus „Fußball – Die Liebe meines Lebens“ statt. Redelings berichtet: Von seinem ersten Mal mit Papa an der Hand. Mit seinen Freunden glücklich in der Kurve. Dass er die Asche seines allerersten Platzes immer noch in den Knien hat. Den Idolen, die ewig bleiben. Wie man sich freudetrunken in den Armen liegt. Singen, Tanzen, Lachen – Was für ein Vergnügen. Das Runde Leder als Quell all unseres Strebens. Dem Zentrum der Welt und des Denkens. Fußball, oh du Liebe meines Lebens!

Auch Ilja Behnisch und Benjamin Kuhlhoff haben in der Gästekabine, ebenfalls am 5. November, den Fußball mit „Alles Amateure!“ zum Thema. Sie beschreiben den TSV, dem drei Spiele vor dem Saisonende das Wasser bis zum Hals steht und dem zu allem noch der Abstieg droht. Der Trainer fordert spielerische Raffinesse, während die Sprüche des Stürmers schärfer sind als sein rechter Schuss. Und einer der Spieler muss seinen Vater vom Tresen kratzen. Und am Sonntag zappelt der Ball doch wieder im eigenen Netz. Behnisch und Kuhlhoff kennen und beschreiben den Ernst und die Leidenschaft in der Kreisliga und sezieren ultimativ. Wann wirft der Fußball-Gott endlach mal Talent vom Himmel?

Was Alterspubertierende auf Jungbrunnenkur-Tour so alles verrenken

Maxim Leo und Jochen-Martin Gutsch
Foto: Paulus Ponizak

Schlag auf Schlag geht es interessant weiter im LesArt.Festival. Die ZuhörerInnen lernen, dass Altwerden nichts für Feiglinge ist, wenn Maxim Leo und Jochen Gutsch am Dienstag, 6. November 2018, 19.30 Uhr, aus ihrem Trostbuch für Alterspubertierende „Es ist nur ein Phase, Hase“ im Theater „Fletch Bizzel“ vorlesen. Das „Pubertier“ kennen Kinointeressierte vielleicht, aber von Alterspubertät werden die wenigsten etwas gehört haben. Diese Gruppe sind angegraute, bequeme, oft kurzsichtige Wesen, die die Ruhe und eigentlich keine Veränderungen (insbesondere die Männchen), das Wandern, das Wort „früher“ und bestuhlte Pop-Konzerte lieben.

Aber gerade die Männchen unter den Alterspubertierenden zwängen sich, meist über-wohlgerundet, mit ihrem Ü-45 Körper in Neoprenanzüge und beginnen einen Kitesurf-Lehrgang. Beginnen mit dem Marathon oder machen andere seltsame Anstalten, wie etwa unter Hilfe von kleinen blauen Bonbons wesentlich jüngeren Weibchen nachzustellen.

„Aber bitte mit Sahne“ das war mal. Weibliche Alterspubertierende flüchten sich gern in die Spiritualität und „wollen sich neu entdecken“, das Leben nachholen, oder Marmelade einkochen. Andere werden oder lassen sich von Musen wachküssen. Das klingt schrecklich oder überzogen? Das ist es auch! Aber unwahrscheinlich lustig. Auch wenn sich ZuhörerInnen erkennen mögen ist es auch sehr, sehr lustig. Es sind ja immer die anderen. Oder?

Grenznahe Provokation gegen den Verlust der Mitte und Untergang und Neuanfang

Burghart Klaußner, Foto: Max Parovski

Die „Titanic BoyGroup“ feiert am Mittwoch, 7. November 2018 19.30 Uhr, ihr Comeback im „domicil“. Die Satire-Zombies sind zurück! Ausverkaufte Hallen, ohnmächtige Omas, Millionen zufriedener Kunden – Die „Supergruppe der Satireszene“ (Süddeutsche Zeitung) findet einfach keine Ruhe. Als „Titanic BoyGroup“ bespielen die drei ehemaligen „Titanic“ Chefredakteuere, MdEP Martin Sonneborn (Grimme-Preis), Thomas Gsella (Robert-Gerhardt-Preis) und Oliver Maria Schmitt (Henri-Nannen-Preis) seit 20 Jahren plus deutschsprachige Bühnen von Zürich bis Flensburg. Im neuen Programm präsentieren sie die ältesten Pointen der westlichen Welt, nicht ohne das Aktuelle zu vergessen, Geschmacklosigkeiten auf höchstem Niveau, anspruchsvolle Zoten und verbotene Witze auf Kosten unbeteiligter Dritter, wie die „ehrenwerten“ Hitler, Assad, Helene Fischer, und andere Zeit- und Unzeit-Genossen.

In „Nenn mich November“ geht es am Donnerstag, 8. November 2018, ab 19.30 Uhr im „literaturhaus.dortmund“ um die Halbwertzeit der Liebe und den Eigensinn der Hoffnung, die bekanntlich zuletzt das Zeitliche segnet. Katrin Gerlof berichtet in ihrem Roman über den Verlust der Mitte und ein Leben am Rand. Ihre Protagonisten Marthe und David befinden sich im freien Fall der Privatinsolvenz und müssen notgedrungen in ihrem Dorf aus der Mitte an den Rand in ein gerade noch bewohnbares Haus ziehen. Das von David geerbte Haus hat scheinbar seine Seele verloren. Und dann nimmt die Verunsicherung der Protagonisten und im Dorf überhand, denn in ehemaligen Baracken ziehen Flüchtlinge ein. Marthe erlebt, wie ihre Lethargie weicht, während David immer mehr verstummt, bis eines Tages ein Zettel auf dem Küchentisch liegt.

Sieben Ziegen fliegen durch die Nacht, Kinderbuch. Foto: Gerd Wüsthoff

Der 9. November ist der Schicksalstag der Deutschen im 20ten Jahrhundert. Ausrufung der Republik 1918, 1923 der Hitler-Ludendorff Putsch, 1938 die Novemberpogrome „Reichskristallnacht“, der Mauerfall 1989. Im „domicil“ liest Burghart Klaußner aus seinem Romandebüt „Vor dem Anfang“, der zu diesem Tag wie die Faust auf das Auge passt. Klaußner springt zurück in den April 1945, in die letzten Stunden des braunen Terrorregimes. Der Krieg, das Gebrüll, das Geschrei, die Befehle, die Angst sind die Begleitmusik zu Fritz und Schultz letztem Auftrag, den sie erfüllen müssen. Bis hierhin haben die beiden Männer den Krieg überlebt – Endzeit und Untergang. Klaußner ist ein kraftvoller Roman, voller Düsterkeit, fast trotziger Wärme und mit sehr feinem Humor, mit seinem Debüt gelungen, über das Ende der einen Welt und die Hoffnung auf die Neue.

Den Abschluss findet das LesArt.Festival am 10. November im „Fletch Bizzel“ ab 18 Uhr mit dem „Heldenabend“ – „wir sind – helden von hier“. Das Thema der diesjährigen Doppelveranstaltung lautet „Heimweh – Fernweh“. Den legendären „Heldenabend“ gestalten Studentinnen der TU Dortmund mit KünstlerInnen, Singern/Songwritern und DichterInnen ihrer Wahl.

Weitere Informationen:

Tickets

  • Freitag, 12. Oktober 2018, Joachim Meyerhoff, 20 bis 21.30 Uhr, Eintritt ab 13 Euro
  • Freitag, 2. November 2018, Heide Keller, 20 bis 21.30 Uhr, Eintritt ab 13 Euro
  • Samstag 3. November 2018, Navi Kermani, 19.30 bis 21 Uhr, Eintritt ab 13 Euro
  • Sonntag, 4. November 2018, Frantz Wittkamp, 18 bis 19.30 Uhr, Eintritt ab 5 Euro
  • Montag, 5. November 2018, LesArt.Stadion, 19.30 bis 21 Uhr, Eintritt ab 11 Euro
  • Dienstag, 6. November 2018, Maxim Leo und Jochen Gutsch, 19.30 bis 21 Uhr, Eintritt ab 10 Euro
  • Mittwoch, 7. November 2018, Titanic-BoyGroup, 19.30 bis 22 Uhr, Eintritt ab 8 Euro
  • Donnerstag, 8. November 2018, Kathrin Gerlof, 19.30 bis 21 Uhr, Eintritt ab 5 Euro
  • Freitag, 9. November 2018, Burghart Klaußner, 19 bis 22 Uhr, Eintritt ab 13 Euro
  • Samstag, 10. November 2018, Heimweh – Fernweh, 18 bis 22.30 Uhr, Eintritt ab 5 Euro

Zur LesArt Buchung 

  • Tickets sind auch über Eventim erhältlich
  • Für 69,90 können sie für ALLE Veranstaltungen ein Eintritts-Flatrate-Ticket erwerben
  • Telefon: 0231 / 330 484 97

 

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2 Gedanken über “„lesen – lauschen – lächeln“ – Das LesArt.Festival Dortmund steht mit interessanten Veranstaltungen in den Startlöchern

  1. LesArt-festival (Pressemitteilung)

    Gala mit Burghart Klaußner entfällt – Preis für junge Literatur wird am Samstag verliehen

    Die LesArt.Gala am Freitag, 9. November im domicil Dortmund muss leider ausfallen, da der Schauspieler Burghart Klaußner die für diesen Abend geplante Lesung aus seinem Romandebüt krankheitsbedingt abgesagt hat. Der LesArt.Preis für junge Literatur wird nun am Samstag, 10. November, 18 Uhr im Theater Fletch Bizzel vergeben. Die Sparkasse Dortmund stiftet jährlich den bedeutendsten Preis für junge Literatur in Dortmund.

    Im Anschluss an die Preisverleihung folgt der LesArt.Heldenabend „wir sind – helden von hier“ zum Thema „Heimweh – Fernweh“. Er wird von Studierenden der TU Dortmund gestaltet und bietet jungen Künstlerinnen und Künstlern, Dichterinnen und Dichtern sowie Singer/Songwritern aus Dortmund eine Plattform und eine Bühne für ihre Kunst.
    Für die Veranstaltung sind noch Karten erhältlich (Vorverkauf 5 Euro – Abendkasse 7 Euro, Studierende 5 Euro).

    Ein Nachholtermin für die Lesung von Burghart Klaußner steht noch nicht fest, die Eintrittskarten werden über die jeweilige Vorverkaufsstelle (Eventim) erstattet.

    http://www.LesArt.ruhr

  2. LesArt.Festival (Pressemitteilung)

    Das LesArt.Festival in Dortmund endete mit Preisverleihung –
    mehr als 2000 BesucherInnen erlebten Literatur in allen Facetten

    Das 19. LesArt.Festival ist am Wochenende mit beeindruckenden Zahlen erfolgreich zuende gegangen: Zu den 18 Veranstaltungen an 12 Tagen kamen 2015 Besucherinnen und Besucher. An sechs verschiedenen Orten erlebten sie 29 Autorinnen und Autoren, Künstlerinnen und Künstler. Beteiligt waren außerdem 15 Kindergärten und zwei Schul-Schreibwerkstätten.

    Schon im Oktober gab es mit einer Lesung von Joachim Meyerhoff ein besonderes Highlight in der Ev. Stadtkirche St. Reinoldi. Sowohl der Autor als auch die 350 Gäste waren begeistert, wie weltoffen Kirche ist, denn es ging um die erste große Liebe mit Hanna, Franka und Ilse und dem damit verbundenen Lebenschaos.

    Eine passende Einstimmung auf die Festivalwoche im November: Die Literatur-Reise startete mit Heide Keller, der ehemaligen Chefhostess Beatrice der ZDF-Erfolgsserie „Das Traumschiff“, die einem begeisterten Publikum warmherzig und mit einem Augenzwinkern ihre bewegende Lebensgeschichte erzählte.

    Navid Kermani, einer der einflussreichen Intellektuellen Deutschlands, nahm am nächsten Tag das ausverkaufte Theater Fletch Bizzel mit „Entlang den Gräben“ und unterstrich damit einmal mehr sein starkes Plädoyer für Europa, das die Vielfalt und den Reichtum Europas herausstellt und zeigt, wie arm wir ohne die Unterschiede wären.

    Den Lyriktag gestaltete Frantz Wittkamp, der in der Reihe „rotefadenlyrik“ seine „Findlinge“, wundersame Lebensweisheiten über Menschen, Tiere und andere seltsame Wesen, vortrug und ein Poesie-Feuerwerk zündete.

    Ausverkauft war auch das legendäre LesArt.Stadion in den Umkleidekabinen des BVB. 3 plus 1 Autoren waren zu Gast: Ben Redelings mit „Fußball – Die Liebe meines Lebens“ in der Heimkabine, Ilja Behnisch und Benjamin Kuhlhoff „Alles Amateure!“ in der Gästekabine und Akos Doma mit „Kevin Großkreutz“ in der Mixed Zone. Ein Besucher fasste zusammen: „Die Veranstaltung war ein voller Erfolg, … Die Art und Weise wie ,Alles Amateure‘ präsentiert wurde, war einfach nur geil! Wir haben lange nicht mehr so viel gelacht und wurden lange nicht mehr so gut unterhalten.“

    Über zwei Stunden Trost und Dauerlachen brachten Maxim Leo & Jochen Gutsch für alle Alterspubertierenden mit nach Dortmund. „Es ist nur eine Phase, Hase“ ist ein Bestseller und nach diesem Abend weiß jeder auch, warum.

    Als TITANIC BoyGroup waren die drei ehemaligen Chefredakteure MdEP Martin Sonneborn (Grimme-Preis), Thomas Gsella (Robert-Gernhardt-Preis) und Oliver Maria Schmitt (Henri-Nannen-Preis) zurück auf der großen Bühne.

    Kathrin Gerlof kam mit einem deutlich ernsteren Thema ins literaturhaus.dortmund. Ihr Roman „Nenn mich November“ schildert von dem Verlust der Mitte und einem Leben am Rand. Eine Geschichte, die überall passieren und die auch jeden treffen kann.

    Die LesArt.Gala musste in diesem Jahr leider wegen der Erkrankung von Burghart Klaußner, der mit seinem Romandebüt „Vor dem Anfang“ ins domicil kommen wollte, abgesagt werden.

    Der LesArt.Preis der jungen Literatur wurde deshalb bei der 12. Ausgabe des Heldenabends „wir sind – helden von hier“ im Theater Fletch Bizzel verliehen. Die Preisträgerin des von der Sparkasse Dortmund gestifteten Literaturpreises heißt 2018 Evi Spies. Sie präsentierte gemeinsam mit neun weiteren Nachwuchs-Künstlerinnen und Künstlern Texte beim Heldenabend zum „Heimweh – Fernweh“.

    Zehra Cirak und Akos Doma präsentierten im Studio B der Stadt- und Landesbibliothek die beeindruckenden Texte der Schul-Schreibwerkstätten und zeigten, wie gut und gerne junge Menschen schreiben.

    Und wie glücklich Kinder sind, wenn Erwachsene mit Sprache und Schrift „spielen“, konnte man bei den kinder.welten im literaturhaus.dortmund miterleben. Ralf Thenior und Frantz Wittkamp lasen aus „Sieben Ziegen fliegen durch die Nacht“, worin 100 neue Kindergedichte einluden, die Welt auf den Kopf zu stellen oder sie auch mal ganz neu zu erfinden.

    In der 14. Ausgabe des KindergartenBuchTheaterFestivals präsentierten 15 Dortmunder Kindergärten Kinderbücher als Theaterstücke in liebevollen und farbenfrohen Inszenierungen.

    Das Festival wurde ermöglicht durch die Förderer und Kooperationspartner Kulturbüro Dortmund, Sparkasse Dortmund, Stadt- und Landesbibliothek, literaturhaus.dortmund, St. Reinoldikirche, Robert Bosch Stiftung und BvB-Fan-Projekt Dortmund.

    Das LesArt.Festival 2019 findet voraussichtlich vom 8. bis 16. November 2019 statt.

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