
Das Projekt „Ballett trifft Kirche“ bringt am 22. März 2026, um 11.30 Uhr Tanz und Gottesdienst in der Reinoldikirche zusammen. Im Mittelpunkt steht das Ballett „Frida“ von Annabelle Lopez Ochoa, das in Dortmund seine Deutschlandpremiere gefeiert hat. Tänzerinnen und Tänzer des Ballett Dortmund und des NRW Juniorballett zeigen Szenen im Chorraum der Kirche. Der Eintritt ist frei.
Tanz im Chorraum und Kanzelrede zum Ballett
Die Stadtkirche St. Reinoldi wird erneut zur Bühne für das Projekt „Ballett trifft Kirche“. Tänzer:innen des Ballett Dortmund und des NRW Juniorballett – unter der Leitung von Ballettintendant Dr. Jaš Otrin – präsentieren Szenen aus dem Ballett „Frida“.
Die Choreografie stammt von Annabelle Lopez Ochoa, die seit dieser Spielzeit Artist in Residence beim Ballett Dortmund ist. Ihre Inszenierung „Frida“ mit Musik von Peter Salem feierte in Dortmund die Deutschlandpremiere und begeisterte bereits bei der Premiere das Publikum.
Der Geschäftsführende Direktor des Theater Dortmund hält dazu die Kanzelrede. Die Liturgie übernimmt Pfarrerin Susanne Karmeier von St. Reinoldi. Für die musikalische Gestaltung an der Orgel ist Reinoldikantor Christian Drengk verantwortlich. Gemeinsam greifen sie Themen auf, die das Ballett aufwirft.
Eine Künstlerin zwischen Schmerz und Leidenschaft
Im Mittelpunkt steht die mexikanische Malerin Frida Kahlo und ihr bewegtes Leben: Rebellisch, widerständig, unbeugsam, kompromisslos, beharrlich, provokant. Von ihr stammt der Satz: „Es ist langweilig, so zu sein wie andere“.

Frida Kahlo erlebte bereits in jungen Jahren schwere Schicksalsschläge. Mit 18 Jahren wurde bei einem Verkehrsunfall ihr Rückgrat durchbohrt, von dessen Folgen sie sich zeitlebens nicht erholte. Auch persönliche Verluste und zerbrochene Beziehungen prägten ihr Leben.
In Anlehnung an die Worte „Ecce homo“ – „Siehe, der Mensch“ – ließe sich manches ihrer Selbstporträts mit „Ecce femina“ überschreiben. In ihren Bildern brachte sie ihre Schicksalsschläge, ihr Fühlen, Ringen und Kämpfen und ihre Lust am Leben zum Ausdruck.
Passion und Resilienz im Gottesdienst
Die Choreografin Annabelle Lopez Ochoa zeichnet in ihrer Hommage aus Farben, Klängen und Tanz prägende Momente im Leben der Künstlerin nach. Einige dieser Szenen werden am 22. März in den Chorraum von St. Reinoldi übertragen.
Im Gottesdienst geht es um Fragen von Passion und Leidenschaft: Schafft Leiden Leidenschaft? Oder folgt leidenschaftlichem Leben Leid? Was stärkt, macht „resilient“, hält lebendig und hilft weiter? Mit dem getanzten Schmerz, der betanzten Leidenschaft und der unbändigen Kreativität von Frida Kahlo treten Tanz und Kirche in einen Dialog.


Reaktionen
Ballett trifft Kirche Gottesdienst zum Ballett „Frida“ (PM)
Sonntag, 22. März, 11.30 Uhr in der Ev. Stadtkirche St. Reinoldi, Eintritt frei
In der sehr besonderen Atmosphäre der Stadtkirche St. Reinoldi wird die wortlose Ausdruckskunst des Balletts im Chorraum beredt. Tänzerinnen und Tänzer des Ballett Dortmund und des NRW Juniorballett tanzen Szenen aus „Frida“, choreografiert von Annabelle Lopez Ochoa, seit dieser Spielzeit Artist in Residence beim Ballett Dortmund. Der Geschäftsführende Direktor des Theater Dortmund, Tobias Ehinger, hält dazu die Kanzelrede. Pfarrerin Susanne Karmeier und Reinoldikantor Christian Drengk greifen die Themen, die das Ballett aufwirft, ebenfalls auf. Im Mittelpunkt, die geradezu schon zur Ikone gewordenen Malerin Frida Kahlo mit ihrem Leben.
Rebellisch, widerständig, unbeugsam, kompromisslos, beharrlich, provokant. Die mexikanische Malerin Frida Kahlo lässt sich in keine Schublade stecken. Überhaupt: „Es ist langweilig, so zu sein wie andere“, sagt sie. Und lebt so aufrecht und kraftvoll ihr Leben, das sie von Kindheit an vor Krankheit, Unglück, Schmerzen und Leid nicht verschont. Bei einem Verkehrsunfall wird ihr mit 18 das Rückgrat durchbohrt. Zeitlebens wird sie sich davon nicht erholen. Ihre große Liebe bricht ihr nicht nur einmal das Herz. Sie wird Kinder verlieren. „Ecce homo“, heißt es über Jesus. Auf Gemälden sehen wir ihn mit Dornen gekrönt, blutüberströmt. „Siehe, der Mensch.“ Ecce femina – könnte unter einigen von Frida Kahlos Selbstportraits stehen, mit denen sie ihre Schicksalsschläge, ihr Fühlen, Ringen und Kämpfen und ihre Lust am Leben zum Ausdruck bringt. Was für eine Frau.
Mit der Spielzeit 2025/26 hat der Intendant des Ballett Dortmund und des NRW Juniorballett Jaš Otrin die weltweit gefragte Choreografin Annabelle Lopez Ochoa als Artist in Residence nach Dortmund geholt. Sie bringt in „Frida“ mit einer eindrucksvollen Hommage aus Farben, Klängen und Tanz die künstlerische Reise und prägende Momente des Lebens dieser vitalen und so versehrten Malerin auf die Bühne des Opernhauses und am 22. März mit einigen Szenen in den Chorraum von St. Reinoldi. Passion und Passionen: Schafft Leiden Leidenschaft? Oder folgt leidenschaftlichem Leben Leid? Was stärkt, macht „resilient“, hält lebendig, hilft weiter und auf? Im Gottesdienst gehen wir mit dem getanzten Schmerz, der betanzten Leidenschaft und der unbändigen Kreativität von „Frida“ ins Gespräch.
Terminübersicht:
Ballett trifft Kirche
So, 22. März, 11.30 Uhr
Der Eintritt ist frei.
Weitere Vorstellungen Frida
So, 08.03.26, 18.00 Uhr
Sa, 21.03.26, 19.30 Uhr
Fr, 27.03.26, 19.30 Uhr
So, 03.05.26, 16.00 Uhr
Sa, 09.05.26, 19.30 Uhr
Mo, 25.05.26, 18.00 Uhr