Nordstadtblogger

Himmlische Heerscharen im MKK Dortmund: Kleine handgemachte hölzerne Engel erinnern an Weihnachten

Neben den vielen kleinen Figuren sind auch ganze Orchester zu entdecken. Weihnachtliche Devotionalien, für die SammlerInnen komplett bis über 2.000 Euro bezahlen müssen. Fotos: Joachim vom Brocke

Von Joachim vom Brocke

Himmlische Heerscharen aus dem Erzgebirge haben Einzug gehalten im Museum für Kunst- und Kulturgeschichte (MKK) an der Hansastraße 3. In der traditionellen Weihnachtsausstellung stehen diesmal die weltbekannten Grünhainichener Musikantenengel von Wendt und Kühn im Mittelpunkt. Die 1915 gegründete Manufaktur verzaubert bis heute mit ihren unverwechselbaren Entwürfen nach Margarete Wendt, Margarete Kühn und Olly Sommer (später Wendt). Die Weihnachtsausstellung wird im Studio des Museums am Freitag, 16. November, um 19 Uhr eröffnet und ist bis zum 1. März 2020 zu sehen. Der Eintritt ist frei.

Erzählt wird die Geschichte von drei erfolgreichen Frauen – Firma blieb stets im Familienbesitz

Weihnachtsmänner aus dem „Sächsischen Heimatschutz“ im Jahr 1924.

Museumsdirektor Dr. Jens Stöcker kam auf die Idee, die bunt bemalten hölzernen Figuren in Dortmund zu präsentieren, nachdem er vor einigen Jahren eine Sonderschau zum 100. Firmenjubiläum der Traditionsmanufaktur in Dresden gesehen hatte. 

___STEADY_PAYWALL___

Neben den vielen kleinen Figuren sind auch ganze Orchester zu entdecken. Weihnachtliche Devotionalien, für die SammlerInnen komplett bis über 2.000 Euro bezahlen müssen. Erzählt wird in der Ausstellung außerdem die Geschichte der drei jungen Frauen, die zu Anfang des 20. Jahrhunderts selbstbestimmt und erfolgreich ihren Weg gingen.

Mit mehr als 200 Exponaten würdigt das Museum das kunsthandwerkliche Schaffen der drei Künstlerinnen, die weit über das Erzgebirge hinaus Erfolge feierten. Die Ausstellung basiert auf der vom Museum für Sächsische Volkskunst Dresden und der Firma Wendt und Kühn konzipierten Sonderschau zum 100. Firmenjubiläum des Unternehmens mit Sitz in Grünhainichen, einem Dorf mit etwas über 3.000 EinwohnerInnen. „In den über 100 Jahren ist die Firma – auch über DDR-Zeiten hinweg – bis heute immer in Familienbesitz geblieben“, weiß Kuratorin Dr. Cordula Bischoff. 

Gründerinnen wollten Phantasie der Kinder anregen

Ein (unverkäuflicher) Superengel mit Orchester.

Ziel der Gründerinnen war es, dass Kinder in einer fantasieanregenden Umwelt aufwachsen. Das spielende, „natürliche“ Kind wurde zu einem allgegenwärtigen Motiv. Viele Figuren verbildlichen die Idealvorstellung Erwachsener von einer heiteren, unbeschwerlichen Kindheit.

Schnell hatten die weihnachtlichen Figuren von Wendt und Kühn einen überregionalen, ja internationalen Bekanntheitsgrad erreicht. Vor allem die „Elfpunkteengel“ waren Werbeträger und traten in Büchern, Zeitschriften und Werbeanzeigen als typische Weihnachtsrequisiten auf. Die Figuren von Wendt und Kühn haben viele Freunde im In- und Ausland. Japaner schätzen und mögen sie ebenso wie Amerikaner. 

Zur Ausstellung gehören ein umfangreiches Begleitprogramm und Führungen, Adventsnachmittage für Familien und Weihnachtskonzerte. Mit eingebunden ist die Musikschule Dortmund. „Wir kommen mit allen, die bei uns Musik machen“, verspricht Direktor Volker Gerland.

Vielseitiges Begleitprogramm mit Adventsnachmittagen für die ganze Familie

MKK-Direktor Dr. Jens Stöcker, Projektleiterin Johanna Schäckermann und Kuratorin Dr. Cordula Bischoff.

Doch auch ein Erzählcafé mit WDR-Journalistin Dr. Marion Grob steht auf dem Programm. Richtig voll ist der Terminkalender im Weihnachtsmonat Dezember. „Zusätzlich“, so Daniela Brechensbauer, Leiterin Museumspädagogik im MKK, „gibt es Sonderprogramme für Kindergärten und Schulen“.

Ein kostenloser Flyer (siehe Anhang des Artikels) enthält alle Termine für junge und alte Weihnachtsfreunde. Nach der Festtagshektik kommen am 9. Februar 2020 Experten der Firma aus dem Erzgebirge nach Dortmund. Sie wollen in Schauvorführungen zeigen, wie viel handwerkliches Geschick, Sorgfalt und Geduld dazu gehören, bis die kunstvollen Figuren vollkommen sind.

Unterstütze uns auf Steady

Weitere Informationen:

  • MKK-Flyer Weihnachtsausstellung 2019
  • Eröffnet wird die Ausstellung am Freitag 16. November, um 19 Uhr. 
  • Am Sonntag, 24. November, 15 Uhr, gibt es eine einstündige Kuratorinnenführung durch die Ausstellung. Der Eintritt ist frei, die Führung kostet 3 Euro.
  • Der Katalog „100 Jahre Wendt & Kühn. Dresdner Moderne aus dem Erzgebirge“ von Cordula Bischoff und Igor Lenze ist für 15,50 Euro im Museumsshop zu haben.
  • Geöffnet ist das Museum für Kunst und Kulturgeschichte dienstags, mittwochs, samstags und sonntags von 11 bis 18 Uhr, donnerstags und freitags von 11 bis 20 Uhr.
  • Zu haben sind die Handarbeiten des sächsischen Unternehmens in Dortmund bei Kotte am Markt, Kleppingstraße 3-7 sowie bei Bonifatius, Propsteihof 6.
  • Termine der Adventsnachmittage und weitere Hinweise gibt es auch im Internet: www.mkk.dortmund.de 
  • www.wendt-kuehn.de
Print Friendly, PDF & Email

6 Gedanken über “Himmlische Heerscharen im MKK Dortmund: Kleine handgemachte hölzerne Engel erinnern an Weihnachten

  1. MKK Dortmund (Pressemitteilung)

    Kuratorinnenführung durch die Weihnachtsausstellung im MKK: Wendt & Kühn zu Gast in Dortmund

    Das Museum für Kunst und Kulturgeschichte hat himmlischen Besuch aus dem Erzgebirge: In der Weihnachtsausstellung sind die weltberühmten Musikantenengeln von Wendt & Kühn zu Gast. Die Studio-Ausstellung lädt noch bis 1. März 2020 dazu ein, der wechselvollen Historie des Unternehmens nachzuspüren und erzählt dabei auch die faszinierende Geschichte dreier junger Frauen, die zu Anfang des 20. Jahrhunderts selbstbestimmt ihren Weg gingen. Am Samstag, 24. November, 15 Uhr gibt es eine einstündige Kuratorinnenführung durch die Ausstellung. Der Eintritt ist frei, die Führung kostet 3 Euro.

    Die Ausstellng „Himmlischer Besuch aus dem Erzgebirge“ zeigt auf 140 Quadratmetern knapp 280 Objekte, mehrheitlich zusammengetragen aus Dresden, Grünhainichen und Wiesbaden, darunter auch einige selten öffentlich gezeigte Stücke aus Familienbesitz.

    http://www.mkk.dortmund.de
    http://www.facebook.com/MKKDortmund

  2. MKK Dortmund (Pressemitteilung)

    Adventsnachmittag für Familien im MKK mit Weihnachtskonzert und Engelchen-Ausstellung

    Am Ersten Advent (Sonntag, 1. Dezember) ist das Museum für Kunst und Kulturgeschichte genau die richtige Adresse, um sich auf Weihnachten einzustimmen. Um 14.15 Uhr beginnt eine ca. halbstündige Kurzführung durch die Ausstellung „Himmlischer Besuch aus dem Erzgebirge“ mit den weltberühmten Musikantenengeln von Wendt & Kühn. Erzählt wird in der Ausstellung auch die Historie des Unternehmens, das 1915 von zwei jungen Frauen gegründet wurde.

    Wer genug gesehen hat, darf eine Weile lauschen: Die Musikschule lädt um 15.30 Uhr zu einem (nicht nur) weihnachtlichen Familienkonzert in der Rotunde. Mit dabei sind u.a. die Kinderchöre Lollipop und Mobile, das Jugend-Ensemble „Con anima“, das Querflötenensemble „Traverso molto“ sowie einige Solistinnen und Solisten und Duos. Auf dem Programm stehen klassische und unbekanntere Weihnachtslieder zum Zuhören und Mitsingen ebenso wie Tangos.

    Der Eintritt, Führung und Konzert sind frei! Das Museumscafé hat geöffnet.

    Die Ausstellung „Himmlischer Besuch aus dem Erzgebirge“ zeigt auf 140 Quadratmetern knapp 280 Objekte, mehrheitlich zusammengetragen aus Dresden, Grünhainichen und Wiesbaden, darunter auch einige selten öffentlich gezeigte Stücke aus Familienbesitz.

    http://www.mkk.dortmund.de
    http://www.facebook.com/MKKDortmund

  3. MKK Dortmund (Pressemitteilung)

    Vom Holzbrett zum Engel: Gastvortrag über das Unternehmen Wendt & Kühn und seine Engel

    Wie entsteht aus einem grob geschliffenen Brett eine kunstvoll bemalte Figur – zum Beispiel ein Musikantenengel von Wendt & Kühn? In einem lebendigen Vortrag stellt Marlis Rokitta, wissenschaftliche Mitarbeiterin der Firma Wendt & Kühn, die Geschichte der Manufaktur und ihre Arbeitsweise vor. Der Eintritt zu ihrem Gastvortrag am Donnerstag, 5. Dezember, 18 Uhr in der Rotunde des Museums für Kunst und Kulturgeschichte ist frei. Anhand von historischen Fotografien, Zeichnungen und Dokumenten erhalten die Zuhörerinnen und Zuhörer einen Überblick über mehr als ein Jahrhundert Firmengeschichte.

    Der Gastvortrag gehört zur MKK-Weihnachtsausstellung „Himmlischer Besuch aus dem Erzgebirge“ (bis 1. März 2020). Sie lädt dazu ein, der wechselvollen Historie des Unternehmens nachzuspüren und erzählt dabei auch die faszinierende Geschichte dreier junger Frauen, die zu Anfang des 20. Jahrhunderts selbstbestimmt ihren Weg gingen. Zu sehen sind auf 140 Quadratmetern knapp 280 Objekte, darunter auch einige selten öffentlich gezeigte Stücke aus Familienbesitz.

  4. MKK Dortmund (Pressemitteilung)

    Weihnachtliches Rudelsingen in der Rotunde: Das MKK lädt zum MitSingDing

    Das hat es im Museum für Kunst und Kulturgeschichte noch nicht gegeben – und wohl auch anderswo nicht: In der Rotunde des Museums gibt es am Samstag, 7. Dezember, 19 Uhr ein weihnachtliches Rudelsingen. Unter Anleitung und motiviert von Stefan Nussbaum singen Groß und Klein alte und neue Klassiker der Weihnachtszeit. Die Veranstaltung gehört zum Begleitprogramm der Weihnachtsausstellung „Himmlischer Besuch aus dem Erzgebirge“. Der Eintritt kostet 9 Euro, Karten gibt es an der Info/Kasse des MKK.

    Das „MitSingDing“ hat sich zu einem festen Bestandteil in der Dortmunder Kulturlandschaft entwickelt: Seit fünf Jahren singt Stefan Nussbaum mit jedem, der mag in lockerer Atmosphäre Gassenhauer, Chart-Hits – und nun erstmals Weihnachtslieder. Das Repertoire besteht aus Liedern, die in die Advents- und Weihnachtszeit passen. Der Bogen spannt sich vom Volkslied-Klassiker bis zum Pop-Song. Fröhliches wechselt mit Besinnlichem, Flottes mit Getragenem. Wie immer im Gepäck hat Nussbaum seine Gitarre sowie Beamer und Leinwand für die Texte, damit jeder auch nach der ersten Strophe noch weitersingen kann.

  5. MKK Dortmund (Pressemitteilung)

    Weitere Salongeschichten im Dezember im MKK

    Aufgrund der hohen Nachfrage bieten wir noch einmal Salongeschichten zur Weihnachtsausstellung im Dezember an:

    Johanna Schäckermann führt im Rahmen der Salongeschichten am Donnerstag, 19. Dezember, 14.30 – 16.30 Uhr, durch die Weihnachtsausstellung „Himmlischer Besuch aus dem Erzgebirge – Wendt & Kühn zu Gast in Dortmund“ im Museum für Kunst und Kulturgeschichte, Hansastraße 3.

    Himmlischer Besuch aus dem Erzgebirge kehrt mit den weltberühmten Grünhainichener Musikantenengeln von Wendt & Kühn im Museum für Kunst und Kulturgeschichte (MKK) ein. Die 1915 gegründete Manufaktur verzaubert bis heute mit ihren unverwechselbaren Entwürfen nach Margarete Wendt, Margarete Kühn und Olly Sommer, später Wendt. Die Weihnachtsausstellung lädt vom 16. November 2019 bis 1. März 2020 dazu ein, der wechselvollen Historie des Unternehmens zwischen Volkskunst und Moderne nachzuspüren. Erzählt wird dabei auch die faszinierende Geschichte dreier junger Frauen, die zu Anfang des 20. Jahrhunderts selbstbestimmt ihren Weg gingen.

    Die Ausstellung basiert auf einer vom Museum für Sächsische Volkskunst Dresden und der Firma Wendt & Kühn konzipierten Sonderschau zum 100. Firmenjubiläum der Traditionsmanufaktur. Sie zeigt auf 140 Quadratmetern knapp 280 Objekte, mehrheitlich zusammengetragen aus Dresden, Grünhainichen und Wiesbaden, darunter auch einige selten öffentlich gezeigte Stücke aus Familienbesitz.

    Nach der Veranstaltung gibt es Kaffee, Kuchen und Gelegenheit für Gespräche im Salon.

    Die Teilnahme kostet inklusive Kaffee und Kuchen zehn Euro. Bitte verbindlich anmelden bis 15. Dezember.

  6. MKK Dortmund (Pressemitteilung)

    Kunst nach Feierabend: Führung durch die MKK-Weihnachtsausstellung zu den Wendt & Kühn-Figuren

    Das Museum für Kunst und Kulturgeschichte hat himmlischen Besuch aus dem Erzgebirge: In der Weihnachtsausstellung sind die weltberühmten Musikantenengeln von Wendt & Kühn zu Gast. Die Studio-Ausstellung lädt noch bis 1. März 2020 dazu ein, der wechselvollen Historie des Unternehmens nachzuspüren und erzählt dabei auch die faszinierende Geschichte dreier junger Frauen, die zu Anfang des 20. Jahrhunderts selbstbestimmt ihren Weg gingen. Am Donnerstag, 19. Dezember, 18 Uhr gibt es eine Feierabend-Führung durch die Ausstellung. Der Eintritt ist frei, die Führung kostet 5 Euro. Aufgrund der beschränkten Teilnehmerzahl ist eine Anmeldung bis zwei Tage vor Veranstaltungsbeginn erforderlich.

    Die Ausstellung „Himmlischer Besuch aus dem Erzgebirge“ zeigt auf 140 Quadratmetern knapp 280 Objekte, mehrheitlich zusammengetragen aus Dresden, Grünhainichen und Wiesbaden, darunter auch einige selten öffentlich gezeigte Stücke aus Familienbesitz.

    http://www.mkk.dortmund.de
    http://www.facebook.com/MKKDortmund

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Durch die weitere Nutzung der Seite stimmst du der Verwendung von Cookies zu. Weitere Infos

Die Cookie-Einstellungen auf dieser Website sind auf "Cookies zulassen" eingestellt, um das beste Surferlebnis zu ermöglichen. Wenn du diese Website ohne Änderung der Cookie-Einstellungen verwendest oder auf "Akzeptieren" klickst, erklärst du sich damit einverstanden.

Schließen