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„Glücksmensch – Glück kennt kein Handicap“: Engagement fördern – „SozialWertvoll-AG“ des KSBK mit neuem Projekt

Wer müsste da nicht mitlächeln! Glück kann so einfach sein – und positiv (!) anstecken. Fotos: SozialWertvoll-AG

Von Julian Ronneburger

Nach „Löwenherz“ hat die „SozialWertvoll-AG“ (SWAG) des Karl-Schiller Berufskollegs ein weiteres Video-Projekt zu bieten. Im Rahmen von „Stärken“ (Link der Webseite im Anhang des Artikels) möchte die Gruppe rund um (ehemalige) Schüler*innen, Lehrer*innen und Menschen außerhalb des eigenen Berufskolleg-Kosmos, auf Menschen aufmerksam machen, die von Trisomie 21 oder anderen Behinderungen betroffen sind. „Glücksmensch – Glück kennt kein Handicap“, heißt das neue Projekt. Orientiert am Musikvideo des Songs „Sekundenglück“ von Herbert Grönemeyer, soll ein Video mit Glücksmomenten entstehen. Ganz nach dem Motto: Glück kennt kein Handicap. Über das Projekt, Hindernisse und bisherige Erfolge habe ich mit Maria Hicking (Lehrerin) und Katharina Röper (ehemalige Schülerin) gesprochen.

„Stärken“ möchte mit seiner Arbeit Menschen motivieren, über sich hinaus zu wachsen

„Stärken“ ist eine Initiative der Lehrer*innen und Schüler*innen des Karl-Schiller Berufskollegs (KSBK). Ins Leben gerufen unter anderem durch Alexander Böhle und Maria Hicking, Lehrerteam am KSBK, soll sie auf die Talente verschiedener Menschen aufmerksam machen. Ein wichtiger Faktor  für „Stärken“ ist dabei die Motivation.

Ohne Unterstützung ist es schwer, denn es entdeckt nicht jeder sofort seine Talente. Manchmal braucht es sogar Jahre, wenn sie überhaupt entdeckt werden.

Um diese Idee zu verwirklichen, brauchte es einen Treffpunkt. Einen Ort, wo man sich beraten, weitere Projekte entwickeln kann, etc. Daraus entstand die „SozialWertvoll-AG“ (kurz SWAG). Die Hintergrundidee dieser AG ist, soziales Engagement zu näherzubringen und zu fördern. ___STEADY_PAYWALL___

Das bedeutet auch, aus der eigenen Komfortzone und sich selbst hinauszuwachsen. Es ist eine der bedeutsamsten AG’s am Berufskolleg – denn die AG darf als einzige nach den Sommerferien, also über das vergangene Schuljahr hinaus bestehen. Die (aktuellen) 12 Mitglieder müssen allerdings noch einen Raum finden, der alte wird für etwas anderes verwendet werden.

 „Löwenherz“ bestärkte krebskranke, „Glücksmensch“ Kinder mit Trisomie 21 oder anderen Behinderungen

Eine bereits abgeschlossene Aktion der AG ist „Löwenherz“. Das Projekt nahm den Grundgedanken von „Stärken“ auf – nämlich Menschen stärken. Zusammen mit dem Klinikum Dortmund produzierte die AG ein Video auf der Station K41. Auf dieser Station werden krebskranke Kinder behandelt.

Als Inspiration diente der Song „Chöre“ von Mark Forster. Dabei singen, tanzen die Kinder und Pflegehelfer*innen und wirken vor allem fröhlich. Gestärkt. Man selber sieht beim Zuschauen die Entwicklung der Krankheit und auch die Rehabilitation.

Das aktuelle Projekt der „SWAG“ ist ein zusammengeschnittenes Video aus Glücksmomenten. Inspiriert wurden die Mitglieder durch den Song und das dazugehörige Musikvideo zu „Sekundenglück“ von Herbert Grönemeyer. Im Video sind Einsendungen seiner Fans zu sehen. Mit dem Hintergrund, bei Behinderungen nicht nur das Negative, die Einschränkungen zu sehen, und das Leben damit Wert zu schätzen, möchte die „SWAG“ ein ähnliches Video erstellen.

Das Konzept mit den Einsendungen passt zur aktuellen Situation. Während der Corona-Pandemie und der damit einhergehenden Isolation waren in den letzten Monaten keine Videodrehs möglich. Weiterhin ist es ungewiss, wann wieder uneingeschränkt der Alltag gestaltbar ist. Laut Maria Hicking bestand schon eine Drehgenehmigung mit den Westfälischen Kliniken. Diese Kooperation musste, zumindest für „Glücksmensch“, enden.

Universal Music verschränkt vorerst die Arme – weitere Projekte womöglich als Cover geplant

Katharina Röper beim Gespräch in der Redaktion von Nordstadtblogger. Foto: Thomas Engel

Ein weiterer Kooperationspartner erweist sich ebenfalls als problematisch. Denn das Label von Herbert Grönemeyer, Universal Music (Deutschland), gibt die Rechte nicht frei, wie Maria Hicking und Katharina Röper erklärten. Jedoch wollen sie weiter abwarten und schauen, wie sich die Lage entwickelt.

Als Alternative sehen sie auch ein Cover des Songs. Die Gruppe „Glücksmoment Konzerte für Helfende“ eignet sich nicht nur wegen des Namens als möglicher Cover-Partner. Für die Zukunft möchte man definitiv Rechtsproblemen aus dem weg gehen, deswegen gibt es die Idee, auch alle zukünftigen Projekte als Cover zu produzieren.

Das Feedback der bisherigen Arbeit von „Stärken“ und „SWAG“ ist überwiegend positiv. Eine Krankenschwester, die beim Dreh von „Löwenherz“ zum ersten Mal in Kontakt mit „Stärken“ kam, wolle sich während ihrer Pension weiter engagieren. Man hat mit der Intention genau den Nerv getroffen, äußerte sich eine weitere Frau, die einen Bericht dazu im Fernsehen sah. Ihr gefiel es, dass mal über ein anderes Thema berichtet wurde, als das, worüber in den letzten Wochen und Monaten. Jetzt warte man noch auf weitere Einsendungen. Einsendeschluss ist der 30. September.

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