
Gestern Schule, heute Ausbildung: Zum Start des neuen Ausbildungsjahres registriert die Arbeitsagentur noch 1.339 offene Ausbildungsplätze in Dortmund. Darunter sind 35 freie Ausbildungsplätze in Hotels, Restaurants und Gaststätten. Die Lebensmittelindustrie in Dortmund sucht 28 Auszubildende. Und auch Bäckereien bieten noch 25 Jugendlichen eine Ausbildung – am Backofen genauso wie am Verkaufstresen. Darauf hat die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) hingewiesen.
Auch in den kommenden Wochen geht noch ein Ausbildungsstart
„Wer noch keine Ausbildung hat, sollte die nächsten Wochen als Startphase ins Berufsleben nutzen. Die meisten Betriebe sind da flexibel: Die Ausbildung muss nicht pünktlich am 1. August anfangen. Auch im September und selbst im Oktober geht da oft noch was“, sagt Torsten Gebehart.
Der Geschäftsführer der NGG Dortmund rät Jugendlichen, nicht auf Gelegenheitsjobs zu setzen, sondern auf einen Ausbildungsvertrag: „Wer sich in Betrieben später weiterentwickeln will, der braucht eine solide Ausbildung als Fundament. Die 3 Jahre Ausbildung sind gut investiert“, so Gebehart.
Entscheidend sei allerdings, beim Ausbildungsbetrieb genau hinzugucken: „Das Geld, das ein Auszubildender verdient, muss passen. Dabei ist es wichtig, sich für einen Betrieb zu entscheiden, der Tariflöhne zahlt“, so Torsten Gebehart. Außerdem sollten Auszubildende darauf achten, dass es eine Jugend- und Auszubildendenvertretung (JAV) gebe.
Auszubildende sollen nicht als Lückenbüßer ausgenutzt werden
„Das ist eine Art ‚Jugend-Betriebsrat‘, der sich für die Interessen der jungen Belegschaft stark macht und zum Beispiel darauf achtet, dass der Rahmenplan für die Ausbildung auch eingehalten wird. Der ist wichtig, damit Auszubildende nicht ausgenutzt werden. Denn was bringt es, wenn man mit Arbeiten zugeschüttet wird, die mit der Ausbildung selbst wenig oder nichts zu tun haben?“, so Torsten Gebehart.
So sollten angehende Bäckereifachverkäufer:innen darauf achten, nicht nur „zum Brötchenschmieren im Hinterzimmer“ abgestellt zu werden. „Sie müssen vor allem in den Verkauf und an die Kasse. Denn zur Ausbildung für eine Bäckereifachverkäuferin gehört auch der kaufmännische Teil“, sagt Torsten Gebehart von der NGG Dortmund.
Mehr dazu auf Nordstadtblogger:
Dortmunder Arbeitsmarkt im Juli: Sommerflaute lässt die Arbeitslosigkeit steigen
Ausbildungsstart in Dortmund: Es gibt noch viele Ausbildungsplätze in der IHK-Lehrstellenbörse
HWK Dortmund verzeichnet 2025 leichten Rückgang bei Ausbildungsverträgen
Der heimische Arbeitsmarkt unter Druck: Dortmund ringt mit Krise, Qualifizierung und Jobs

