
Die Internationale Gartenausstellung im Ruhrgebiet startet erst im April 2027. Doch am Welthaus Dortmund können Interessierte schon jetzt vorblühen: Die Pop-up-IGA ist dort eröffnet, mit einem eigens für Dortmund entwickelten Tee und einem Staffelstab oder besser gesagt Staffelkorb aus Gelsenkirchen.
Ein Tee für Dortmund und der Wechsel aus Gelsenkirchen
Eröffnet wurde die Pop-up-IGA am Dienstag, 4. August, im Welthaus Dortmund gemeinsam mit Vertreter:innen der Stadt und der IGA 2027. Dortmund ist bis Ende Dezember Gastgeber, danach zieht das Format weiter nach Lünen.

Zur Eröffnung probierten die Gäste erstmals eine eigens für Dortmund entwickelte Kräuterteemischung, entstanden mit Schüler:innen eines Dortmunder Gymnasiums. Grundlage war die IGA-Kampagne „#zusammenwachsen“: Die Kinder sammelten in ihren Wohnstraßen Wildkräuter und lernten, welche sich für Tee eignen. ___STEADY_PAYWALL___
„Wir können Menschen damit zusammenbringen und Kindern das Verständnis für Wildkräuter beibringen“, sagte Hanspeter Faas, Sprecher der Geschäftsführung der IGA 2027, zur Eröffnung. Er stellte selbst die Frage, ob das der richtige Weg sei, um die IGA schon jetzt in der Stadtgesellschaft zu verankern.
Bürgermeisterin Britta Gövert (Grüne & Volt) betonte den gesellschaftlichen Aspekt: „Die IGA soll die Stadtgesellschaft zusammenbringen.“ Das Teehaus sei eine Einladung, mitzutrinken und sich einzubringen. Das Wildkräutersammeln der Schüler:innen nannte sie „Stadtentwicklung zum Aufgießen“.
Im Anschluss übergab der Erste Bürgermeister von Gelsenkirchen, Manfred Lichtweis (SPD), symbolisch den Staffelstab an Dortmund. Die Pop-up-IGA hatte zuvor bereits in Duisburg und Gelsenkirchen Station gemacht.
Weltacker, Stadtklima und die Frage nach dem Sinn der IGA
Faas ging in seiner Rede auch auf die Frage ein, ob es eine IGA überhaupt brauche und bejahte sie erwartungsgemäß: Es gehe darum, sich als Gesellschaft zu fragen, wie man künftig leben wolle.

„Deutschland werden 40 Hektar Fläche jeden Tag entzogen“, sagte Faas, das sei in Zeiten des Klimawandels nicht zu verantworten. Die IGA sei ein Zeichen für mehr Begrünung. Von der Stadt Dortmund wünschte er sich bis zum Start der Ausstellung mehr Sichtbarkeit im Stadtbild.
Das Teehaus ist regelmäßig geöffnet, montags und donnerstags von 12 bis 17 Uhr, freitags von 13 bis 18 Uhr und samstags von 10 bis 16 Uhr. Es steht Schulen, Vereinen, Nachbarschaften und Initiativen für eigene Veranstaltungen offen, von der Lesung bis zum Konzert.
Der Kalender bietet bereits ein Programm: Am 10. August startet die Weltacker-Ausstellung zu Landwirtschaft und Boden, am 13. August ein Vortrag von Sybille Hellier zum Stadtklima, direkt im Anschluss die Vernissage der Fotoausstellung „Flaschengefühle“ von André Brune.
Vom 23. April bis 17. Oktober 2027 wird das Ruhrgebiet zur Bühne der IGA 2027. Sie findet erstmals nicht in einer einzelnen Stadt statt, sondern in einer ganzen Region, unter dem Leitmotiv „Wie wollen wir morgen leben?“.
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