Für mutiges Engagement: Adrienne Goehler und Emma Păcurariu erhalten Auszeichnungen

Stiftung Aufmüpfige Frauen ehrt Preisträgerinnen für 2026 in Dortmund

Porträts der Preisträgerinnen
Adrienne Goehler erhält den Preis als „Aufmüpfige Frau 2026“ und Emma Păcurariu wird mit dem Nachwuchspreis „Next Voices“ ausgezeichnet. Foto: Wenke Seeman und Olivia Cullum

Die Stiftung Aufmüpfige Frauen hat die Preisträgerinnen für das Jahr 2026 bekannt gegeben. Aus einer hohen Zahl an Bewerbungen wurden zwei Frauen ausgewählt, die sich in besonderer Weise für Geschlechtergerechtigkeit engagieren. Geehrt werden Adrienne Goehler als „Aufmüpfige Frau 2026“ sowie Emma Păcurariu mit dem Nachwuchspreis „Next Voices“. Die Preisverleihung findet am 12. Juni 2026 im Dortmunder Rathaus statt.

Auszeichnung für Engagement zwischen Kunst, Politik und Gesellschaft

Aus einer außergewöhnlich hohen Zahl von Bewerbungen wurden zwei Frauen ausgewählt, die mit Mut, Klarheit und Beharrlichkeit für Geschlechtergerechtigkeit eintreten: Adrienne Goehler als „Aufmüpfige Frau 2026“ sowie Emma Păcurariu mit dem Nachwuchspreis „Next Voices“.

Adrienne Goehler, geboren 1955, war Präsidentin der Kunsthochschule Hamburg und Senatorin für Wissenschaft, Forschung, Kultur. Zudem war sie 13 Jahre Kuratorin der Ausstellung „ZUR NACHAHMUNG EMPFOHLEN! Erkundungen in Ästhetik und Nachhaltigkeit“.

Sie wird für ein Engagement gewürdigt, das Feminismus, Kunst, Politik, Ökologie und Wissenschaft miteinander verbindet. Dabei steht sie für einen Feminismus, der patriarchale und ökonomische Machtverhältnisse gleichermaßen in den Blick nimmt. Mit Initiativen wie der Bewegung „Genug! BASTA! Enough“ – zuletzt prägend für den Internationalen Frauen*streik am 9. März 2026 – übersetzt sie gesellschaftliche Krisenerfahrungen in kollektives Handeln. Die Jury würdigt insbesondere ihre Fähigkeit, neue Räume für solidarisches, kreatives und politisches Handeln zu eröffnen.

Nachwuchspreis für Sichtbarkeit und strukturellen Wandel

Der Nachwuchspreis „Next Voices“ geht an Emma Păcurariu, geboren 2005, Studentin im Bereich Bühnen- und Kostümbild. Mit ihrem Projekt FilmSchweSTERN* setzt sie sich für FLINTA*-Personen in der Filmbranche ein.

Ihr Engagement zielt darauf, strukturelle Ungleichheiten sichtbar zu machen, marginalisierte Perspektiven zu stärken und Räume für künstlerische Entwicklung zu schaffen. Die Jury hebt dabei ihre Klarheit, Zielstrebigkeit und den Anspruch hervor, sichere Lern- und Arbeitsräume in einer nach wie vor stark hierarchischen Branche zu fördern.

„Die große Resonanz – von der Lausitz bis in die Steiermark – zeigt, wie lebendig, vielfältig und notwendig aufmüpfiges Engagement heute ist“, erklärt Dr. Uta C. Schmidt, Vorstandsmitglied und Geschäftsführerin der Stiftung.

Aufmüpfigkeit als demokratische Praxis und Haltung

Aufmüpfigkeit versteht die Stiftung als konstruktive demokratische Praxis. Dabei wird der Begriff als aktive Auseinandersetzung mit gesellschaftlichen Macht- und Teilhabeverhältnissen eingeordnet.

Maresa Feldmann, Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Dortmund und Vorständin der Stiftung, betont dazu: „Aufmüpfigkeit ist eine Haltung in dauerhaften Auseinandersetzungen um Macht, Rechte und Teilhabe. Sie stellt gesellschaftliche Verhältnisse infrage – gerade dann, wenn Errungenschaften als selbstverständlich oder verzichtbar gelten.“

Die Preisverleihung findet am 12. Juni 2026 im Rahmen einer öffentlichen Festveranstaltung im Rathaus der Stadt Dortmund statt. Eine Anmeldung ist bis zum 3. Juni 2026 unter: beteiligung.nrw.de möglich.

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