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FOTOSTRECKE: Bürgerwerkstatt zur Planung und Gestaltung des nördlichen Bahnhofsumfelds stößt auf reges Interesse

Sammeln hinterm Dortmunder HBF: Ortsbegehung im Umfeld des Nordausgangs für BürgerInnen. Fotos: Th. Engel

Im letzten Dezember hatte der Rat der Stadt die Weichen für die Entwicklung einer der bedeutendsten Flächen im Bereich der Dortmunder Innenstadt gestellt und den Entwurf des Frankfurter Büros raumwerk Gesellschaft für Architektur und Stadtplanung mbH für die weitere Bearbeitung favorisiert. Im Rahmen einer Bürgerwerkstatt Ende letzter Woche wurde der Öffentlichkeit der aktuelle Stand der Planung im Detail vorgestellt. Nach einem Rundgang hatten BürgerInnen im Dietrich-Keuning-Haus die Gelegenheit, zu einzelnen Themenfeldern ihre Ideen und Anregungen in den weiteren Planungsprozess einzubringen. Die Veranstaltung stieß auf großes Interesse.

Zukunftsvisionen beim Wettbewerb zur Gestaltung des nördlichen Bahnhofumfeldes

Nachdem im städtebaulichen Wettbewerb Ende 2017 drei Arbeiten mit einem ersten Preis ausgezeichnet worden waren, hatten die Planer daraufhin ihre jeweiligen Entwürfe weiterentwickelt. Ausgewählt wurde schließlich – dem Votum eines Empfehlungsgremiums aus Vertretern der ursprünglichen Wettbewerbs-Jury, der Politik und der Grundstückseigentümer folgend – der Beitrag des Frankfurter Architektur- und Stadtplanungsbüros „raumwerk“.

Stellte die Pläne vor: Jon Brendel vom Frankfurter Architektur- und Planungsbüro „raumwerk“

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Nach Auffassung des Gremiums entspricht der raumwerk-Entwurf mit der Idee einer „grünen Spange“ einerseits den von BürgerInnen im Vorfeld geäußerten Wünschen, andererseits verspricht sich es sich von dem verwirklichten Konzept eine „Signalwirkung für die Gesamtstadt, die Nordstadt und den Bahnhofsbereich“. Über die Strahlkraft des ambitionierten Projekts werden nachhaltige Impulse für die Weiterentwicklung des nördlichen Bahnhofsumfeldes erwartet.

Letzter Akt bei der Einbeziehung von BürgerInnen in den Planungs- und Gestaltungsprozess: gemeinsame Ortsbegehung im Bereich des nördlichen Bahnhofausgangs Ende letzter Woche mit den Architekten des Entwurfs. Anschließend im Dietrich-Keuning-Haus (DKH) Vorstellung des aktuellen Planungsstandes und Tische zu Themen wie „Arbeit und Wohnen im Quartier“, „Freizeit“, „Grün“ und „öffentlicher Raum“.

Machbarkeitsstudie: Stadtverwaltung prüft derzeit die Realisierbarkeit des Konzepts

Sehr gut gefüllt: das DKH bei der Bürgerwerkstatt

Wie geht es weiter? Das Empfehlungsgremium möchte den überarbeiteten Entwurf des Büros „raumwerk“ weiterzuverfolgen. Dies verbunden mit dem Hinweis an die Stadt, entscheidende Parameter zu prüfen, um die Realisierbarkeit des Plans und die Konsequenzen für die Beteiligten belastbar einschätzen zu können.

Derzeit wird eine Machbarkeitsstudie erstellt, auf deren Grundlage die politischen Gremien voraussichtlich Ende des Jahres darüber entscheiden, ob das Konzept der Frankfurter Planer zur Zukunftsentwicklung des nördlichen Bahnhofsumfelds umgesetzt werden soll.

Wünsche und Anregungen aus der Bürgerwerkstatt werden im Zuge der Machbarkeitsuntersuchung in den weiteren Planungsprozess selbstverständlich miteinbezogen. Für weitere Informationen/Kontakt: Christian Schön, Tel.: 0231 / 50 25677.

FOTOSTRECKE: Ortsbegehung im Bahnhofsumfeld Innenstadt-Nord:

 

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2 Gedanken über “FOTOSTRECKE: Bürgerwerkstatt zur Planung und Gestaltung des nördlichen Bahnhofsumfelds stößt auf reges Interesse

  1. Cornelia Wimmer

    Mit einer der erstaunlichsten Beiträge der Veranstaltung: Professor Pesch zum Thema „Urbane Räume“: Da sah man Grünflächen, auf denen sich Stadtbürger sonnten, Wasserflächen mit plätschernden Fontänen, ruhige Straßenbahnen, die, Wasserflächen überbrückend, dahinglitten, Flaniermeilen in Ambiente ohne oder fast ohne motorisierte Verkehre….
    Was nur soll uns dieser Beitrag in dem Zusammenhang sagen? Eigentlich klar: Man kann die tollsten Sachen mit dem Areal nörlich des Bahnhofs machen: Freiflächen, Grünflächen, urbane Ruhe-und Verweilpunkte:, nur: Man baue da um Gottes Willen keinen ZOB hin samt seinem dröhnenden, (vorläufig) stinkenden und Flächen versiegelnden und verschlingenden Bus- und Zubringerverkehr. Es wäre ein Anachronismus. – Wenn Herr Pesch das so gemeint hat, – ihm ist da nachdrücklich Recht zu geben.

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