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Finanzielle Unterstützung für soziale Projekte in Dortmund: „Spendobel“ nimmt bis Ende April neue Anträge entgegen

Das Dortmunder Spendenparlament - kurz Spendobel - bittet wieder um Projektanträge. (Archivbild)

Das Dortmunder Spendenparlament – kurz Spendobel – bittet wieder um Projektanträge. (Archivbild)

„Spendobel“, das Dortmunder Spendenparlament, nimmt bis Ende April neue Anträge zur Unterstützung sozialer Projekte entgegen. Jedes gemeinnützige soziale Projekt aus Dortmund kann einen Antrag stellen. Die maximale Fördersumme pro Vorhaben beläuft sich auf 10.000 Euro. In den vergangenen 19 Jahren sind bereits 1,4 Millionen Euro für soziale Vorhaben zusammen gekommen.

Obwohl es viele Spenden gibt, gibt es gar nicht so viele Anträge

Seit 2001 macht sich „Spendobel“, eine Initiative des Evangelischen Kirchenkreises Dortmund, stark für soziale Projekte mit einem lokalen Bezug zu Dortmund. Das Spendenparlament wirbt für sie Spendengelder ein. Der Kirchenkreis trägt die Kosten der Verwaltung, daher können alle Spenden zu hundert Prozent in die Projekte fließen. ___STEADY_PAYWALL___

Allerdings sind die Anträge gar nicht so zahlreich, wie man gemeinhin vermuten könnte. Daher appelliert Barbara Temminghoff an Vereine, Gruppen, Initiativen und Verbände, noch Anträge zu stellen. „Dortmund bietet viele Chancen und verdient, dass man sie nutzt“, sagt die Geschäftsführerin des Spendenparlamentes.

Die eingegangenen Anträge werden dann von Barbara Temminghoff geprüft, aufbereitet und vergleichbar gemacht, damit das Präsidium 12 bis 15 Projekte aussucht, die dann den Parlamentarier*innen vorgestellt werden. Davon werden zehn Projekte gewählt und ein Jahr lang beworben, um möglichst alle Spendenziele zu erfüllen. Angepeilt ist, auf 100.000 Euro Spenden zu kommen. Dies ist allerdings in Zeiten von Corona – wo viele Firmen in finanzielle Schieflage geraten – kein leichtes Ziel.

Das Parlament kann daher keineswegs garantieren, dass die jeweiligen Spendenziele erreicht werden. Wenn ein Projekt jedoch voll finanziert ist, wird das signalisiert. „Wenn es darüber hinaus Spenden gibt, wird gefragt, ob das Geld für eines der anderen Projekte verwendet werden kann. Aber der Spenderwille hat immer Priorität“, erklärt Temminghoff.

Mit einer Spende von 100 Euro Mitglied im Spendenparlament werden

Barbara Temminghoff ist Geschäftsführerin des Dortmunder Spendenparlaments „spendobel“. Foto: Alex Völkel

Barbara Temminghoff ist Geschäftsführerin des Spendenparlaments „spendobel“. Foto: Alex Völkel

Das ist übrigens kein elitärer und abgeschlossener Zirkel: Jede/r kann Parlamentarier*n werden – und ist mit 100 Euro Förderbeitrag pro Jahr, 500 für Unternehmen, dabei. Institutionen  wie Clubs und Stiftungen spenden und senden Repräsentant*innen. Das Parlament hat 125 Mitglieder. Dann wird man auch zu der Sitzung eingeladen, die die Projekte bewertet und auswählt.

Gerne gesehen – aber kein Muss – ist, dass die Parlamentarierer*innen selbst Werbung für „spendobel“ machen, die Aktivitäten vorstellen und vielleicht auch selbst Spenden einwerben. Bisher machen dies vor allem die Mitglieder des Präsidiums. Es wird auf vier Jahre gewählt. „Ein absolutes Ehrenamt“, erklärt Temminghoff. Präsident ist aktuell Roland Bracht.

Teils sind es große Einzelspender, teils Social Clubs, die für einen Großteil der Spenden sorgen. Doch auch Einzelpersonen spenden – es könnten aber ruhig noch mehr werden. Daher würde sich Barbara Temminghoff freuen, wenn es gelänge, die Arbeit noch breiter aufzustellen: „Mehr Bekanntheit, mehr Projekte, mehr Parlamentarier“ – auf diese Formel bringt die Geschäftsführerin Ziele für die weitere Arbeit.

Erst der 25. Geburtstag des Spendenparlaments soll gefeiert werden

Das 20-Jährige im kommenden Jahr wird übrigens nicht groß gefeiert – um Kosten zu sparen. Erst zum 25. Geburtstag des Spendenparlaments soll es ein größeres Fest geben. Dann hoffentlich im wiedereröffneten Rathaus, wo das Parlament bisher tagt.

Weitere Informationen zu den Projektanträgen und zu „Spendobel“ gibt es unter 0231/8494-348, per Mail an spendobel@ekkdo.de oder unter www.spendobel.de

 

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