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Engagement anerkennen: FreiwilligenAgentur Dortmund vergibt Preis an drei ambitionierte Organisationen 

Der Verein „Mentor“ ist Sieger in der Kategorie „Chancengleichheit und Bildung“, in der Kategorie „Integration und Bildung“ wird das „Projekt Ankommen“ ausgezeichnet und die Kategorie „Generationsübergreifend und verbindend“ geht an die Youngcaritas mit ihrer Smartphone-Sprechstunde für SeniorInnen. Foto: Gaye Suse Kromer/Stadt Dortmund

Mit dem Preis „Engagement anerkennen“ fokussiert die FreiwilligenAgentur Dortmund in diesem Jahr das Thema „Engagement im Bereich Bildung und lebenslanges Lernen für Jung und Alt“ und stellt die vielen ehrenamtlichen AkteurInnen mit ihren unterschiedlichen Projekten in den Mittelpunkt. Prämiert wurden drei Organisationen in drei unterschiedlichen Bereichen, die in besonderer Weise zum unverzichtbaren und belebenden Element der Stadtgesellschaft geworden sind. Die Gewinnerorganisationen dürfen sich über einen Geldpreis von je 1.000 Euro und ein limitiertes Dortmund-Nashorn im Design der FreiwilligenAgentur Dortmund freuen. 

Mentor e.V., Projekt Ankommen und youngcaritas heißen die SiegerInnen

Das „Projekt Ankommen“ bietet kostenlose Nachhilfestunden in seinen Räumlichkeiten an.  Fotos: Roland Klecker

Die Auszeichnung soll engagierte Personen und beeindruckende Projekte sichtbar machen und die Anerkennungskultur für bürgerschaftliches Engagement stärken. Mit der Veranstaltung sagt die FreiwilligenAgentur „Danke“ an die vielen Engagierten in Dortmund. Oberbürgermeister Ullrich Sierau ehrte die drei Gewinnerorganisationen im Rahmen der Feierstunde und übergab zusammen mit der Jury die Preise an: Mentor e.V., Projekt Ankommen e.V. und die Smartphone-Sprechstunde der youngcaritas.

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Sieger in der Kategorie „ Chancengleichheit und Bildung“ ist der Mentor e.V.. Der Verein Mentor hat sich zum Ziel gesetzt, die Sprach- und Lesekompetenz Dortmunder Grundschulkinder zu verbessern. Zu diesem Zweck wirbt und schult der Verein Ehrenamtliche, die Kinder nach dem sogenannten 1:1 Prinzip zu fördern. Eine Lesementorin fördert dabei ein Kind eine Stunde pro Woche – mindestens ein Jahr lang. Innerhalb von 16 Monaten wurden bereits über 160 Mentorinnen und Mentoren geschult und an 46 Dortmunder Grundschulen vermittelt.

 In der Kategorie „ Integration und Bildung“ gewinnt das Projekt ankommen e.V.. Die Nachhilfe im „Projekt ankommen“ startete im Jahr 2018. Es handelt sich um eine Gruppe von Dortmunder SchülerInnen und StudentInnen, die in den Räumlichkeiten kostenfrei Nachhilfe anbieten. Zu den BesucherInnen gehören sowohl GrundschülerInnen, als auch SchülerInnen der weiterführenden Schulen und Berufskollegs. Sogar Erwachsene nutzen die Nachhilfe, um Unterstützung bei den Hausaufgaben der Deutschkurse zu erhalten. 

Die youngcaritas bietet eine Smartphone-Sprechstunde für SeniorInnen 

In der Smartphone-Sprechstunde wenden sich SeniorInnen mit ihren Fragen an SchülerInnen und StudentInnen. Foto: youngcaritas Dortmund

In der Kategorie „ Generationsübergreifend und verbindend“ gewinnt die youngcaritas mit ihrer Smartphone Sprechstunde. Die Digitalisierung bringt viele Herausforderungen, insbesondere für die älteren Generationen, mit sich. Der schnelle Wandel in der Technologie hat viele SeniorInnen überholt und lässt sie unwissend zurück.

Die Smartphone Sprechstunde ist ein niederschwelliges Angebot für SeniorInnen, um ihre Fragen rund um’s Smartphone im direkten Gespräch mit jungen Ehrenamtlichen zu klären. Die Vorgehensweise erinnert an die Sprechstunde beim Arzt, was bedeutet, dass die SeniorInnen mit ihren Fragen zur Smartphone Sprechstunde erscheinen und diese den SchülerInnen und StudentenInnen stellen.

Engagement schafft nicht nur Gemeinschaft und Verbundenheit mit anderen Menschen, sondern leistet einen Beitrag bei gesellschaftlichen Herausforderungen vor Ort, so auch im Bereich der Bildung. Bildung und lebenslanges Lernen sind die Schlüssel zu individueller und gesellschaftlicher Entwicklung, dieser großen Bedeutung sind sich die Menschen in Dortmund bewusst und engagieren sich mit viel Herz und Freude in diesen Bereichen.

GewinnerInnen wurden aus insgesamt 25 Bewerbungen ermittelt

Das Ladenlokal der FreiwilligenAgentur Dortmund in der Berswordthalle. Foto: Sascha Fijneman

Besonders im Hinblick auf den Aspekt des lebenslangen Lernens wird deutlich, dass das Thema generationsübergreifendes Lernen immer wichtiger wird. Ob in digitalen Projekten für Seniorinnen, als Vorlesepaten in der Kindertagesstätte oder bei der Hausaufgabenhilfe in der Schule. Ohne die ehrenamtliche Unterstützung ganz im Sinne von „Bildung & lebenslanges Lernen für Jung und Alt“, wäre eine Vielzahl dieser Bildungs- und Unterstützungsangebote nicht möglich. Gleichzeitig ist Engagement eine Säule, die als Voraussetzung für eine lebendige und vielfältige Stadtgesellschaft gilt. 

Insgesamt sind 25 Bewerbungen eingegangen und die Jury hatte unter der Beteiligung von Thomas Klein, BVB von Stiftung Leuchte auf, Annette Jaciuk, Redakteurin bei 91.2 und Christina Mika, Rektorin der Libellen Grundschule, eine schwierige Aufgabe. Das Fazit der Jury war, dass alle Organisationen nur durch ein besonders hohes Maß an bürgerschaftlichen Engagements und viel Kreativität so hervorragende Arbeit leisten können.

Weitere Informationen:

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