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„Karl Bathe – Ein Hoeschianer malt seine Arbeitswelt“

Karl Bathe - Ein Hoeschianer malt seine Arbeitswelt

Karl Bathe – Ein Hoeschianer malt seine Arbeitswelt. Foto: Joachim vom Brocke/nordstadtblogger.de

Von Joachim vom Brocke

Seine Bilder zeigen ungeschminkt die einst harte  Arbeitswelt bei der Dortmund Hörder-Hüttenunion oder auf Phoenix-Ost: Rot glühende, sprühende Birnen, gefüllt mit flüssigem Stahl, werden abgefüllt. Doch auch die imposanten Werksanlagen, Produktionsmittel und Werkzeuge gehören dazu. „Karl Bathe – Ein Hoeschianer malt seine Arbeitswelt“ heißt eine Ausstellung, die am Sonntag im Hoesch-Museum an der Eberhardstraße 12 eröffnet wird.

„Viel Hitze, Dreck und Staub geschluckt“

Karl Bathe - Ein Hoeschianer malt seine Arbeitswelt

30 Jahre hat der gelernte Maler und Dekorationsmaler bei Hoesch gearbeitet und als Kranführer „viel Hitze, Dreck und Staub geschluckt“. Dabei nutzte er die Möglichkeit, seine Impressionen aus dem harten Arbeitsalltag später in vielen Bildern festzuhalten. „Bei Hoesch habe ich damals mehr verdient als Maler“, erinnert sich der heute 83-Jährige: „Deshalb habe ich meinen erlernten Beruf an den Nagel gehängt“.

„Am liebsten sind mir Motive aus der Arbeitswelt“
Seine Leidenschaft für Kunst und Malerei blieb bis heute. „Am liebsten sind mir Motive aus der Arbeitswelt“, sagt der rüstige Rentner. Ziel von Karl Bathe war es stets, in seinen Bildern durch Farbe Spannung zu erzeugen. Dabei scheute er sich auch nicht vor ungewöhnlichen Mitteln: „Die rot sprühenden Funken habe ich mit einer Zahnbürste auf die Leinwand gespritzt“, erzählt Bathe schmunzelnd, der seit 1968 Mitglied des Kunstverbandes „Dortmunder Kreativkünstler 68“ ist und 30 Jahre dem Vorstand angehörte.

Ausstellung wird am Sonntag im Hoeschmuseum eröffnet
Karl Bathe - Ein Hoeschianer malt seine ArbeitsweltInsgesamt 32 Arbeiten (größtenteils in Acrylfarben, aber ebenso in Aquarelltechnik) des Dortmunders werden ab Sonntag im Hoesch-Museum zu sehen sein. „Eine Ausstellung, die zu uns passt“, freuen sich Götz Kalthoff, stellvertretender Vorsitzender der Freude des Hoesch-Museums und Kurator Michael Dückershoff. Doch ganz besonders glücklich ist das Hoesch-Museum darüber, dass Karl Bathe seine Arbeiten dem Museum als Dauerleihgabe überlässt.

 

Ausstellungsdetails

Eröffnung: Sonntag, 13. Oktober, 11 Uhr. Nach Begrüßung durch Götz Kalthoff führt Michael Dückershoff Besucher durch die Ausstellung.

Geöffnet ist das Hoesch-Museum dienstags und mittwochs von 13 bis 17 Uhr, donnerstags von 9 bis 17 Uhr, sonntags von 10 bis 17 Uhr. Eintritt: 1,50 Euro, ermäßigt 0,75 Euro.

 

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