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„Eiserner Reinoldus“ für die Wilo-Foundation Dortmund – Würdigung des regionalen und globalen Engagements

Unternehmer Dr. Jochen Opländer (M.) freute sich über den Eisernen Reinoldus, hier bei der Preisverleihung mit (v.l.) Laudator Florian Menningen, Oberbürgermeister Ullrich Sierau, Anja Cord, stv. Vors. des Pressevereins, Kay Bandermann, Vors. Presseverein, Wilo-Vorstand Oliver Hermes und Bürgermeisterin Birgit Jörder. Fotos: Pal Delia

Unternehmer Dr. Jochen Opländer (M.) freute sich über den Eisernen Reinoldus, hier bei der Preisverleihung mit (v.l.) Laudator Florian Menningen, Oberbürgermeister Ullrich Sierau, Anja Cord, stv. Vors. des Pressevereins, Kay Bandermann, Vors. Presseverein, Wilo-Vorstand Oliver Hermes und Bürgermeisterin Birgit Jörder. Fotos: Pal Delia

Sichtlich gerührt zeigte sich Unternehmer Dr. Jochen Opländer, Stifter der Wilo-Foundation, als er den Eisernen Reinoldus des Pressevereins Ruhr entgegennahm. Vor rund 100 Gästen im Bürgersaal des Rathauses brachte der 88-Jährige seinen „Dank für die große Ehre“, die der Stiftung zuteilwerde, zum Ausdruck. Er hob hervor, dass die Auszeichnung ihn persönlich mit großer Freude erfülle, auf diese Weise werde das Engagement der rund 8.000 MitarbeiterInnen ebenso gewürdigt wie die gesellschaftliche Verantwortung, die die Stiftung regional und global übernehme. 

Laudatio von Olympiasieger Florian Mennigen und Videobotschaft von BVB-Boss Hans-Joachim Watzke

Opländer bedankte sich für die „große Ehre“, die der Stiftung durch die Auszeichnung zuteil würde.

In seiner Ansprache würdigte Opländer zudem die Leistungen der beiden Stiftungsvorstände Evi Hoch und Wolfgang Mertineit sowie von Oliver Hermes, Vorstandschef des Unternehmens Wilo SE. Das umfangreiche Wirken der Wilo-Foundation stellte Florian Mennigen in seiner Laudatio heraus. 

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Der Ruderolympiasieger von 2012 betonte, dass zu der Vielzahl an Projekten und Initiativen, die die Stiftung vor Ort und weltweit nach vorne bringe, insbesondere auch die Förderung des erfolgreichen Deutschland-Achters gehöre, der seinen Stützpunkt in Dortmund hat und der mit seinen zahlreichen Preisen, Medaillen und Siegen als das Flaggschiff des Deutschen Ruderverbandes gilt. 

Während Mennigen betonte, dass auch er die Unterstützung zu schätzen wisse, zeigte sich das aktuelle Ruderteam auf besondere Weise erkenntlich. Da es derzeit für Olympia 2020 in Tokio trainiert, hatte es eine Videobotschaft geschickt, um der Stiftung den Dank auszusprechen. Ebenso ließ es sich BVB-Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke nicht nehmen, per Videobeitrag die Leistungen der Wilo-Foundation zu würdigen.

Oberbürgermeister: Vom Familienunternehmen zum Weltkonzern

Eine Zeitkapsel für die Nachwelt: Grundsteinlegung für „Wilo-Office 2020“. Fotos: Thomas Engel

Eine Zeitkapsel für die Nachwelt: Grundsteinlegung für „Wilo-Office 2020“ auf Phönix-West. Fotos: Thomas Engel

Vor allem junge Talente im Sport, aber ebenso in der Wissenschaft und der Kultur zu fördern, zähle zu den Schwerpunkten der Stiftung, unterstrich Laudator Mennigen. Darüber hinaus seien Wasser, Technik, Umwelt und internationale Begegnung die Themenschwerpunkte, um die sich Wilo intensiv kümmere.

Ferner betonte Mennigen die enge Zusammenarbeit der Stiftung mit der Technischen Universität Dortmund sowie die Prämierung von Start-up-Firmen und hob darauf ab, dass Wilo einen maßgeblichen Beitrag liefere, dass Dortmund sich als Kulturstadt auszeichne. 

Oberbürgermeister Ullrich Sierau lobte die Wilo-Foundation, dass sie mit dem Ausbau am Standort in Hörde ein klares Bekenntnis zum Standort Dortmund abgelegt habe. Durch die entstehende Smart-Factory mit einem Investment von 300 Millionen Euro stärke das Unternehmen seine weltweit führende Rolle in der Pumpentechnik. Das 1872 gegründete Familienunternehmen habe sich aber bereits jetzt schon zu einem Weltkonzern entwickelt.

Pressevereins-Vorsitzender betont die gesellschaftliche Verantwortung, die die Stiftung übernommen habe

Indem die Smart-Factory neben dem alten Hochofengelände von Phoenix-West entstehe, werde Innovationsgeschichte fortgeschrieben, erläuterte Kay Bandermann, Vorsitzender des Pressevereins Ruhr. Bei der Grundsteinlegung sei zudem klar geworden, dass hier ein neues Kapitel der Dortmunder Wirtschaftsgeschichte aufgeschlagen werde. 

Wilo setze ein ökonomisches Zukunftssignal, indem es die Industrieproduktion 4.0 weiterentwickele. Mit Gründung der Wilo-Foundation 2011 habe die Familie neben der unternehmerischen auch vor allem gesellschaftliche Verantwortung übernommen. Mit dem Geld könne viel bewegt werden, für Kinder und Jugendliche ebenso wie für Studenten und Forscher, Gründer und Hochbegabte, aber auch für Benachteiligte der Gesellschaft.

Kritische Anmerkungen von Kay Bandermann zur Medienlandschaft

Ullrich Sierau und Lambert Lensing-Wolff im Landgericht Dortmund. Foto: Alex Völkel

Darüber hinaus befasste sich Kay Bandermann mit der medienpolitischen Situation in Dortmund. Das Urteil des Landgerichts zur Klage des Medienhauses Lensing-Wolff gegen das städtische Nachrichtenportal dortmund.de bezeichnete er als eine „schallende Ohrfeige“ für die Stadt. Die Plattform zeichne sich zwar durch hohe journalistische Qualität aus, aber das Gebot der Staatsferne werde nicht erfüllt. 

Die Richter haben, so der Vorsitzende, aufgezeigt, dass die Berichterstattung einer Stadt ganz engen Grenzen unterliegt. Zugleich ging Bandermann aber auch auf das Angebot der Ruhr Nachrichten ein. Bei der Verleihung des Eisernen Reinoldus vor zwei Jahren habe er die damalige lokale Offensive des Verlages gelobt. Heute müsse er feststellen, dass es ein Strohfeuer geblieben sei. 

Er hielt der Zeitung wie dem Interauftritt vor, im Stil aggressiv und stark konfrontativ geworden zu sein. Darüber hinaus würden zahlreiche Pressekonferenzen überhaupt nicht mehr wahrgenommen. Das sei am Ende ein Angriff auf die journalistische Kultur, die man über Jahrzehnte gepflegt habe und die auch einen wesentlichen Bestand des Austausches darstelle. Zu bedenken gab der Vorsitzende zudem, dass mit der Strategie „Online first“ zu sehr die gedruckte Tageszeitung vernachlässigt werde.

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