Es soll eine dauerhafte „Hilfsbrücke“ etabliert werden

Dortmunder Hilfskonvoi liefert zwölf Fahrzeuge und weitere Güter in die Ukraine

Ein Hilfskonvoi mit zehn Nutz-, zwei Feuerwehrfahrzeugen und diversen weiteren Gütern hat sich von Dortmund auf den Weg in die polnische Grenzstadt Chelm gemacht, wo der Transport übergeben werden soll. Foto: Roland Gorecki für die Dortmund-Agentur

Zehn Nutzfahrzeuge, zwei Fahrzeuge der Feuerwehr und viele weitere zivile Güter, die für die Aufrechterhaltung der kommunalen Infrastruktur und der medizinischen Versorgung genutzt werden, wurden aus Dortmund auf den Weg in Richtung Ukraine gebracht. Sie sollen an die Stadt Mykolajiw übergeben werden. Mit dieser Hilfslieferung wird die Stadtverwaltung Dortmund die stark vom russischen Angriffskrieg betroffene Stadt im Südosten der Ukraine unterstützen.

Hilfe, um die Infrastruktur für die kommunale Daseinsvorsorge aufrecht zu erhalten

Der Rat als auch die Verwaltung der Stadt Dortmund verurteilen den russischen Angriffskrieg gegen die Ukraine aufs Schärfste und zeigen sich solidarisch mit der ukrainischen Bevölkerung. Diese Solidarität und Hilfsbereitschaft spiegelt sich neben den zahlreichen Unterstützungen der Dortmunder Zivilgesellschaft auch in den Spenden der Stadtverwaltung wieder.

Auch zwei Feuerwehrfahrzeuge gehören zum Transport.
Auch zwei Feuerwehrfahrzeuge gehören zum Transport. Foto: Roland Gorecki für die Dortmund-Agentur

Die nur wenige Kilometer von der Kriegslinie entfernte Stadt Mykolajiw ist regelmäßigen Angriffen Russlands ausgesetzt. Der kommunale Fuhrpark dort ist mittlerweile weitestgehend unbrauchbar oder wurde an das ukrainische Militär abgetreten, so dass die bedarfsgerechten Spenden eine Hilfe sein werden, um die Infrastruktur für die kommunale Daseinsvorsorge aufrecht zu erhalten.

Auf die Stadt Mykolajiw wurde Dortmund über die von der Stadt Sindelfingen gemeinsam mit dem Council of Europe, dem Deutschen Städtetag der Association of Ukrainian Cities und dem Council of European Municipalities and Regions (CEMR) initiierte Plattform „Cities4Cities“ aufmerksam, da zum einen die formulierten Bedarfe gedeckt werden können und zum anderen die Notwendigkeit der dringenden Unterstützung gesehen wird.

Die konkreten Bedarfe wurden anhand eines persönlichen Schreibens des Bürgermeisters aus Mykolajiw, Oleksandr Syenkevych, an OB Thomas Westphal konkretisiert. Der Krisenstab Ukraine der Stadtverwaltung hat daher entschieden, die Hilfslieferungen zunächst auf Mykolajiw zu konzentrieren.

Übergabe in der polnischen Grenzstadt Chelm – weitere Lieferungen geplant

Der erste Teil der Lieferung ist bereits am 29. Juni 2022 auf den Weg gegangen, so dass die offizielle Übergabe in der polnischen Grenzstadt Chelm an Vertreter der Stadtverwaltung aus Mykolajiw am Montag, 4. Juli 2022, erfolgen wird.

Für die Stadt Dortmund werden der Leiter des Büros für Internationale Beziehungen, Martin van der Pütten, sowie der Leiter des Vergabe- und Beschaffungsamtes, Aiko Wichmann, vor Ort sein, um die Übergabe zu begleiten. Weitere Lieferungen sind darüber hinaus geplant.

Die Spende nach Mykolajiw ist somit ein erster Schritt. Hilfslieferungen der Stadt Dortmund sollen langfristig erfolgen, um den Wiederaufbau des Landes zu unterstützen. Es ist geplant, in die langfristig etablierte „Dortmund-Ukraine-Hilfsbrücke“ zivilgesellschaftliche Organisationen aus Dortmund sowie die städtischen Beteiligungsgesellschaften kontinuierlich einzubinden.

Städte als Fundament des Zusammenhaltes über Grenzen hinweg

Iryna Shum, Generalkonsulin der Ukraine, machte sich vor dem Transportbeginn am Betriebshof Wambel ein Bild von den Hilfsgütern und zeigte sich sehr beeindruckt. Sie dankte der Stadtverwaltung für ihr großes Engagement.

Zur Abfahrt des Hilfskonvois bedankte sich die Generalkonsulin der Ukraine, Iryna Shum, bei den Helfer:innen. Foto: Roland Gorecki für die Dortmund-Agentur

Bereits Anfang Mai 2022 spendete die Stadt Dortmund zwei Rettungswagen sowie medizinische und feuerwehrtechnische Ausrüstungsgegenstände in die Region Vinnytsia. OB Thomas Westphal wendet sich mit einem Schreiben, welches mit der Übergabe überreicht wird, sowohl an den Bürgermeister aus Mykolajiw, als auch an seine Bürger:innen der Stadt:

„Es macht mich betroffen, dass solche Hilfslieferungen notwendig geworden sind, es macht mich aber auch sehr stolz, dass Städte zusammenhalten und sich gegenseitig über Grenzen hinweg unterstützen. Ich bin der Meinung, dass wir große Herausforderungen am besten gemeinsam bewältigen können und insbesondere die Verteidigung demokratischer und offener Gesellschaften erfordert jetzt unseren Zusammenhalt.“

Die Organisation der Hilfslieferung ist durch das hohe Engagement verschiedener Fachbereiche, aber auch aufgrund der guten Zusammenarbeit mit Sindelfingen möglich geworden. Die Stadt Chelm, in der die Übergabe der Hilfslieferungen erfolgt, ist Partnerstadt von Sindelfingen, so dass hier bestehende Kontakte genutzt wurden, um eine reibungslose Übergabe zu gewährleisten.

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