DIOR-Nachwuchspreis: Zwei Fotografie-Absolventinnen der FH Dortmund in Arles geehrt

Aus mehr als 600 Einreichungen kamen zwei Preise nach Dortmund

Zu den Ausgezeichneten mit dem DIOR-Nachwuchspreis gehören Debora Brune (vorne, 2. von links) und Milena Schilling (vorne, 2. von rechts) von der FH Dortmund.
Zu den Ausgezeichneten mit dem DIOR-Nachwuchspreis gehören Debora Brune (vorne, 2. von links) und Milena Schilling (vorne, 2. von rechts) von der FH Dortmund. Foto: FH Dortmund

Zwei Fotografie-Absolventinnen der Fachhochschule Dortmund sind mit einem DIOR-Nachwuchspreis ausgezeichnet worden. Debora Brune und Milena Schilling erhielten die Preise beim Fotofestival „Rencontres de la Photographie“ im südfranzösischen Arles. Es war die erste Teilnahme der FH an dem Wettbewerb.

Zwei von zehn Preisen aus über 600 Einreichungen

Der „Dior Photography and Visual Arts Award for Young Talents“ richtet sich an Studierende und Absolvent:innen von Kunst- und Fotoschulen.

In ihrer Fotoserie „UNCOOL“ zeigt Debora Brune sichtbare Behinderungen.
In ihrer Fotoserie „UNCOOL“ zeigt Debora Brune sichtbare Behinderungen. Foto: FH Dortmund

In diesem Jahr gab es nach Angaben der FH über 600 Einreichungen, aus denen zehn Arbeiten prämiert wurden, zwei davon aus Dortmund.

„Wir durften uns als Hochschule zum ersten Mal beteiligen und haben gleich zwei von zehn Plätzen bekommen“, sagt Prof. Dr. Marcel René Marburger, der die Preisträgerinnen begleitete. Das vorgegebene Thema lautete „Von Angesicht zu Angesicht“.

Der Preis wurde 2018 von Christian Dior Parfums gemeinsam mit dem Kulturzentrum LUMA Arles und der École Nationale Supérieure de la Photographie ins Leben gerufen.

Den Jury-Vorsitz hatte in diesem Jahr der britische Fotograf David Sims.

Die beiden ausgezeichneten Serien: „UNCOOL“ und „ORIGIO“

Debora Brune, Jahrgang 1996, wurde für die Serie „UNCOOL“ ausgezeichnet. In 27 farbigen Porträts zeigt sie Menschen mit sichtbaren Behinderungen ohne Stilisierung. Brune, selbst Rollstuhlfahrerin, will die oft ausgrenzende Darstellung von Behinderung in der Bildkultur aufbrechen.

Milena Schilling inszenierte für ihre Serie „ORIGIO“ nackte Personen im Bodensee. (
Milena Schilling inszenierte für ihre Serie „ORIGIO“ nackte Personen im Bodensee. ( Foto: FH Dortmund

Milena Schilling, ebenfalls Jahrgang 1996, erhielt den Preis für die Serie „ORIGIO“. Dafür inszenierte sie 45 nackte Menschen zwischen 18 und 73 Jahren im Bodensee.

Für jedes Bild tauchten Model und Team in das rund zwölf Grad kalte Wasser, pro Tauchgang blieben nur wenige Minuten.

Ausgangspunkt der Arbeit war, dass der Mensch zu einem großen Teil aus Wasser besteht und Wasser einen Großteil der Erde bedeckt. Schilling stellte es als Ursprung des Lebens ins Zentrum der Serie.

Beide Fotografinnen haben ihren Master in Fotografie an der FH Dortmund abgeschlossen. Brune lebt heute in Berlin und London, Schilling in Konstanz, wo sie zuvor an der Universität ihren Bachelor gemacht hat.


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