Nordstadtblogger

Dem Klimawandel in der Nordstadt begegnen – Projekt „iResilience“ nimmt die Arbeit auf – Arbeitsgruppen starten

Städte werden lernen müssen, mit den Folgen des Klimawandels, wie Starkregen und Hitze, umzugehen. Neben der Stadtverwaltung und den politischen Entscheidungsträgern ist es wichtig, dass sich auch Akteure aus den Stadtteilen, wie BürgerInnen, Unternehmen, Vereine und Verbände mit den Gegebenheiten Ihres Umfeldes auseinander setzen und ihr persönliches Verhalten überdenken und anpassen. Mit dem Projekt „iResilience“ soll erprobt werden, wie den Auswirkungen des Klimawandels in zwei Pilotgebieten begegnet werden kann.

Erfolgreicher Auftakt des Quartiersprojekts „iResilience“ in der Paulus-Kirche

Rettungsaktionen wie hier für Straßenbäume sind bei Rekordtemperaturen häufiger nötig. (Foto: Frauke Schumann/DEW21)

Jüngst folgten 25 TeilnehmerInnen der Einladung des Quartiersprojekts „iResilience“ in die Paulus-Kirche. In der zweiten öffentlichen Veranstaltung des Projekts wurde ein Zukunftsbild für eine klimarobuste Nordstadt erarbeitet. Zu Beginn stellten ExpertInnen aus Forschung und Verwaltung die Folgen des Klimawandels für die Nordstadt vor.

Ein Blick in die Zukunft wurde für das Themenfeld „Hitze“ anhand eines kleinräumigen Klimaszenarios für die Umgebung der Schützenstraße geworfen. Dabei wurde deutlich, dass sich Hitze in stark versiegelten Innenhöfen staut, Grün- und Freiflächen aber einen Kühlungseffekt haben und somit das Mikroklima verbessern.

Besonders davon betroffen sind ältere Menschen, Kleinkinder und Arbeitende in der Nordstadt. Anhand der Starkregengefahrenkarte der Stadtentwässerung wurden verschiedene Überflutungsschwerpunkte identifiziert und diskutiert.

Vision für eine klimarobuste Nordstadt – Arbeitsgruppen starten in Kürze

Das andere Extrem: Wenn es regnet, kommt es häufiger zu Starkregen-Ereignissen. Foto: Alex Völkel

In anschließenden Gruppenarbeiten wurde eine Vision für eine klimarobuste Nordstadt gezeichnet. Diese Vision ist die Basis für die im Oktober startenden Arbeitsgruppen: bei den thematischen AGs geht es darum, die Inhalte des Zukunftsbildes weiter zu verfolgen und Themenfelder zu finden, in denen gemeinsam gearbeitet werden kann.

Bürgerinnen und Bürger sowie weitere Akteure aus dem Quartier – wie z.B. Schulen und Kitas, Altenheime, Vereine, HauseigentümerInnen oder örtliche Unternehmen – sind herzlich dazu eingeladen, ihr Wissen und ihre Erfahrungen ins Projekt einzubringen.

Gemeinsam mit Stadtverwaltung, Politik und Wissenschaft können in den AGs Ideen zu den Themen Hitze und Gesundheit und Stadtgrün & Blau für die Nordstadt entwickelt und beispielhafte Maßnahmen geplant werden.

Die ersten Termine für die Arbeitsgruppen stehen bereits fest:

  • AG Hitze & Gesundheit 7.10.2019, 17 Uhr Nordstadtgalerie der „Hochschule vor Ort“ Bornstraße 142 44145 Dortmund   
  • AG Grün & Blau 9.10.2019, 17 Uhr Nordstadtgalerie der „Hochschule vor Ort“ Bornstraße 142 44145 Dortmund
  • Weitere Informationen  unter: https://iresilience.jimdofree.com/

Zum Hintergrund: „iResilience“

  • Die Folgen des Klimawandels, wie Starkregenereignisse und anhaltende Hitze- und Trockenperioden, stellen Bürgerinnen und Bürger, Unternehmen, Verwaltung und Politik immer häufiger vor neue Herausforderungen. Städte müssen sich vorausschauend an den Klimawandel anpassen und die Klimaresilienz, d.h. die Widerstands- und Veränderungsfähigkeit gegenüber den Folgen des Klimawandels, verbessern.
  • Das vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) geförderte Projekt „iResilience“ untersucht und erprobt in den Städten Köln und Dortmund, mit welchen innovativen Lösungen den Folgen des Klimawandels begegnet werden kann.
  • Dazu wird in den Dortmunder Pilotgebieten „Jungferntal/Huckarde“ und „Schützenstraße & Umgebung/Innenstadt-Nord“ ein zweijähriger Beteiligungs- und Kooperationsprozess (Reallabor) durchgeführt.
  • Ziel ist es, gemeinsam mit den in diesen Vierteln lebenden und sich engagierenden Menschen und Einrichtungen neue Vorgehensweisen, Kooperationen, digitale Tools und Vorsorgemaßnahmen zu entwickeln und zu erproben, um die Klimaresilienz der Stadtquartiere zu stärken.
  • Dabei stehen die Themenbereiche „Hitze&Gesundheit“, „Städtisches Grün“ und „Überflutungsvorsorge“ im Fokus. Projektpartner Sozialforschungsstelle der TU Dortmund (Verbundkoordination)

 

Gemeinschaftsprojekt von TU, Stadtentwässerung und „nordwärts“ will dem Klimawandel in der Nordstadt begegnen 

Stadtentwässerung erarbeitet Starkregengefahrenkarte für optimierte Vorbeugung und Aufklärung in Dortmund

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