Von winzigen Insekten bis zu riesigen Fassadengemälden:

Das Projekt RADIUS präsentiert Urban Art im Hafenquartier der Dortmunder Nordstadt

Foto: Peter Lutz für den Depot Dortmund e.V.

Es tut sich was in der Dortmunder Nordstadt: Rund um den Hafen entstehen im Rahmen des Urban Art Projektes RADIUS gerade zehn interaktive Kunstwerke, die in den kommenden Jahren dazu einladen, das Viertel neu zu entdecken. Große Giebelwände, Garagen, Mauern und Grünanlagen – die Standorte sind so vielfältig wie die Kunst darauf und die kreativen Köpfe dahinter. Was sie alle vereint, ist die künstlerische Auseinandersetzung mit dem Thema Heimat.

Am ersten Juniwochenende sind alle RADIUS-Kunstwerke vollendet

Foto: Jan Schmitz für den Depot Dortmund e.V.

Egal ob Ameisen-Schnitzeljagd in der Kleingartenanlage, gigantisches Fassadengemälde oder Graffiti in Blindenschrift: Am ersten Juniwochenende sind alle RADIUS-Kunstwerke vollendet und Interessierte sind herzlich zu einer Runde Urban Art durch das Hafenquartier eingeladen.

Vier geführte Touren bieten die Möglichkeit, mehr über das Projekt, die einzelnen Standorte und natürlich auch die künstlerischen Arbeiten zu erfahren. Die kostenlosen Rundgänge finden am Samstag, den 4. Juni sowie Sonntag, den 5. Juni jeweils um 11 und 13 Uhr statt.

Treffpunkt ist der Eingang zur Mittelhalle im Kulturort Depot, Immermannstraße 29. Anmelden kann man sich per Mail an kultur@depotdortmund.de.

Parallel dazu wird in der Galerie im Depot eine kleine Ausstellung gezeigt, die Einblicke in die verschiedenen Herangehensweisen und Handschriften der lokalen wie internationalen RADIUS-Künstler*innen gewährt. Die Ausstellung ist am 4. und 5. Juni von 10 bis 18 Uhr geöffnet und kann ebenfalls bei freiem Eintritt besucht werden.

Unterschiedliche Dimensionen: Fassadenhoch und Ameisen in Originalgröße

Foto: Jan Schmitz für den Depot Dortmund e.V.

Wie sehr sich die künstlerischen Ansätze voneinander unterscheiden, kann man bereits jetzt in der Nordstadt beobachten. Denn André Trafic aus Lissabon und Evelyn Bracklow aus Dortmund bewegen sich bei der Arbeit an ihren Kunstwerken – im wahrsten Sinne des Wortes – in anderen Dimensionen.

Während sich der portugiesische Künstler mittels Hebebühne und Sprühfarbe eine riesige Hauswand in der Kesselstraße vornimmt, besiedelt die Dortmunder Designerin die Kleingartenanlage Hafenwiese mit gemalten Ameisen in Originalgröße.

Die Kunstwerke von RADIUS sind dauerhaft angelegt

Foto: Peter Lutz für den Depot Dortmund e.V.

Mit den winzigen Insekten möchte die Künstlerin auf kleinster Ebene eine Verbindung zwischen Menschen und Orten herstellen. Eine besondere Verbindung zum Hafenquartier hat übrigens auch André Trafic: Er hat einige Jahre unweit der Kesselstraße gewohnt und freut sich sehr, der alten Heimat und Nachbarschaft im Rahmen von RADIUS einen Besuch abzustatten.

Neugierige können sich zukünftig übrigens auch auf eigene Faust in die Nordstadt aufmachen. Die Kunstwerke von RADIUS sind dauerhaft angelegt und sollen in den nächsten zehn Jahren dazu beitragen, das Hafenviertel optisch aufzuwerten und mit neuen Impulsen zu beleben.

Alle Infos zu RADIUS sowie eine Karte mit der Übersicht aller Standorte und beteiligten Künstler*innen sind hier zu finden: depotdortmund.de/radius

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