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Das junge Theater „BUBAMARA“ zeigt in poetischen Bildern und furiosen Kostümen die wundersame Welt von Alice

Frei nach Lewis Carroll werden die Abenteuer von Alice im Wunderland im Depot gezeigt. Foto: TiD

Frei nach Lewis Carroll werden die Abenteuer von Alice im Wunderland im Depot gezeigt.

Nach vielen erfolgreichen Theaterproduktionen in den vergangenen Jahren ist es wieder soweit: Das junge Theater „BUBAMARA“ hat sich wieder auf die Suche nach neuen Talenten für die neueste Theaterproduktion „Alice“ gemacht. Die Neu-Inszenierung des Klassikers, frei nach Lewis Caroll, feiert am Freitag Premiere.

Klassiker: Die ominöse und obskure Reise in das Land der Phantasie

Das Jugendtheaterstück Alice feiert am Freitag im Depot Premiere. Foto: TiD

Alice feiert am Freitag im Depot Premiere.

Alice im Wunderland ist ein Klassiker. Fast jeder Mensch kennt die ominöse und obskure Reise in das Land der Phantasie der kleinen Alice.

Die Vorlage wurde für groß und klein vielfältig bearbeitet und übersetzt. Die Erarbeitung dieses Stückes wird sich stark an den bildlichen und psychologischen Komponenten orientieren. Die Darsteller/Innen sollen ihre eigenen Träume und Phantasien entdecken und unter professioneller Anleitung für die Bühne umsetzen lernen.

Wie schon in den vergangenen Produktionen des jungen Theaters „BUBAMARA“ haben alle Darsteller/Innen den kompletten Prozess einer solchen Theaterarbeit kennengelernt und aktiv mitgestaltet. Gerade bei diesem Stück wollten die Macher die darstellerische Professionalisierung ihrer jungen Schauspieler/Innen vorantreiben.

Wenn es sich auch vordergründig um sehr absurde Figuren und Vorgänge handelt, müssen die Umsetzungsformen umso prägnanter und klar herausgearbeitet sein.

Mitwirkende im Alter von 10 bis 22 Jahren stellt eine große Herausforderung dar

Frei nach Lewis Carroll werden die Abenteuer von Alice im Wunderland im Depot gezeigt. Foto: TiD

Frei nach Lewis Carroll werden die Abenteuer von Alice im Wunderland im Depot gezeigt. Fotos: TiD

Die Genauigkeit und psychologische Einfühlung in einen absurden Vorgang ist künstlerisch sehr anspruchsvoll und bedarf eines großen Mutes zum Blick in die eigene Seele.

Die geistige Freiheit bei einer solchen Arbeit zu entdecken, ist uns ein besonderes Anliegen. Freiheit nach innen und außen. Gerade für Kinder und Jugendliche zwischen 10 und 22 Jahren ist das eine alterstechnisch-biologisch große Herausforderung.

Sowohl der poetische Gedanke der Figuren als auch die Sicht des Lebens aus einer anderen Perspektive erscheint sehr reizvoll. Die ständigen Perspektivänderungen sind in unserer schnelllebigen Zeit ein möglicher Gegenentwurf. Nicht die Frequenz ändert sich, sondern die Qualität der Wahrnehmung.

Die Härte und Grausamkeit mancher Figuren lassen erschaudern und tief in psychologische Strukturen von Menschen hinabblicken. Was entsteht durch Druck und Überdruck in den Köpfen? Die realen Komponenten der Phantasie eines einzelnen sind immer ein Teil der Persönlichkeit.

Das soll in der Erarbeitung der Figuren und des ganzen Stückes mit allen Mitteln des Theaters spürbar und sichtbar gemacht werden. Dafür möchten wir der Motor, Ideengeber und künstlerischer Reizpunkt sein.

Zum Inhalt des Stücks:

Auf der Party zu ihrem dreizehnten Geburtstag langweilt sich Alice unsäglich, als plötzlich ein sprechendes weißes Kaninchen an ihr vorbei huscht. Alice folgt ihm und landet im Wunderland. Sie trifft auf skurrile Wesen wie die Grinsekatze, spielt Krocket mit der Herz-Königin und tanzt auf einer wilden Teeparty Charleston mit dem verrückten Hutmacher.

„Alice“ erzählt die Geschichte des Erwachsenwerdens in einer verrücktverdrehten Welt. Das junge Theater „BUBAMARA“ zeigt in poetischen Bildern und furiosen Kostümen die wundersame Welt der kleinen Alice. In dieser Welt verändern Groß und Klein psychisch und physisch ihre Dimensionen und schärfern so unsere Sicht auf das Leben. Mit Schrägheit und gegen die Vernunft. Ein großer Spaß für Jung und Alt.

Mehr Informationen:

  • Regie: Rada Radojcic und Jens Wachholz
  • Choreografie: Lucy Flournoy
  • Kostüm & Bühne: Tanja Hartmann, Rada Radojcic
  • Ton: Jens Wachholz
  • Mitwirkende: Amelie Braun, Freya Erdmann, Solveig Erdmann, Elias Guse, Lina Härmstädt, Annika Hohoff, Ronahi Kahraman, Emilia Kadic, Mika Kuruc, Maria Leshoff, Clara Reichwein, Milena Roganovic, Franziska Sausmikat, Marysol Schelkmann, Liane Steinnagel
  • Premiere:  Fr. 19.06.15, 20 Uhr
  • Weitere Vorstellungen: Fr. 21.08.15, 20 Uhr und  Sa. 22.08.15, 18 Uhr
  • Theater im Depot, Immermannstr. 29, 44147 Dortmund
  • Karten unter: Tel: 0231/ 982 120
  • Eine Produktion der Kulturbrigaden in Kooperation mit dem Theater im Depot.
  • Gefördert von dem Kulturbüro Dortmund und der LAG Arbeit Bildung und Kultur.

 

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