Das 13. Roma-Kulturfestival Djelem Djelem will kulturelle Vielfalt in Dortmund sichtbar machen

Das Festival will für mehr für Sichtbarkeit und Anerkennung sorgen

Vorstellung des Programms
Elena Preduca und Hassan Adzaj , Vorstand von Romano Than e.V Foto: Lisa Luczkowski für Nordstadtblogger.de

Das 13. Djelem Djelem Kulturfestival findet ab sofort bis zum 26. September in Dortmund statt. Mit insgesamt 14 Veranstaltungen soll das Festival für Sichtbarkeit, Anerkennung und kulturelle Vielfalt der Sinti- und Roma-Communities sorgen. Los geht es in der Kirche „Heilige Familie“ in Dortmund-Marten mit der Vernissage „Reclaiming the Place of Worship – An Artistic Manifesto“. Die Ausstellung ist Teil der Biennale Manifesta 16+ und beschäftigt sich mit Gemeinschaft, Spiritualität und kultureller Teilhabe. Sie ist bis zum 26. September zu sehen.

Neue Perspektiven auf Dortmund

Das Festivalprogramm führt zu weiteren Veranstaltungsorten in Dortmund. Zur „Science Night“ gibt es einen Rundgang durch die Dortmunder Nordstadt, der ursprünglich für den 2. September geplant war und nun am 25. September stattfindet. Die Führung soll Einblicke in das Leben von Wohnungslosen und Neuzugewanderten ermöglichen und zum Austausch einladen.

Ein besonders starkes Zeichen: Die Roma-Flagge „weht digital“ auf dem U-Turm. Archivbild: Alexander Völkel für Nordstadtblogger.de

Auch kreative Angebote gehören zum Festival. Bei „Gesprächsstoff“ können Besucherinnen gemeinsam nähen – dafür gibt es zwei Termine: am 9. September in der Fabric in der Nordstraße und am 16. September im Museum für Kunst und Kulturgeschichte.

Beim Format „Deeptalk trifft Kaffeeklatsch meets Djelem Djelem“ am 9. September im Haus der Vielfalt haben junge Erwachsene zwischen 16 und 27 Jahren die Möglichkeit, mit der Künstlerin Amdrita Jakupi ins Gespräch zu kommen – Themen sind Kunst und das Leben von Romn*ja im Ruhrgebiet. Für diese Veranstaltung ist eine Anmeldung erforderlich.

Für Kinder, Jugendliche und Erwachsene mit Interesse an Marvel- und DC-Comics bietet sich der Workshop „Roma in Comics“ an. Im Mittelpunkt steht die Darstellung von Roma-Figuren in Comics, ihre Geschichten und wie diese in späteren Verfilmungen unsichtbar wurden.

Politik, Gesellschaft und Antiziganismus – aber auch Musik, Kunst und gemeinsames Feiern

Bei der Podiumsdiskussion „Antiziganismus und die Rolle der Zivilgesellschaft“ am 11. September im Dietrich-Keuning-Haus geht es um die Frage, wie Diskriminierung und Rassismus gegenüber Romnja und Sintizze bekämpft werden können. Auf dem Podium sitzt unter anderem der Antiziganismusbeauftragte der Bundesregierung, Michael Brand.

Weitere Veranstaltungen beschäftigen sich mit der Geschichte und Erinnerung an den Zweiten Weltkrieg, insbesondere mit der Deportation rumänischer Roma nach Transnistrien.

Das traditionelle Familienfest auf dem Nordmarkt am 13. September ab 12 Uhr bietet Musik, Tanz, Mitmachaktionen und Informationsstände. Am Samstag, 12. September, steigt im Dietrich-Keuning-Haus das Roma-Ball-Konzert, das Live-Musik, Tanz und kulturelle Begegnungen verbindet. Eingeladen ist jede und jeder, die eigene Kultur zu zeigen – auch in traditioneller Tracht.

Zum Abschluss kehrt das Festival dorthin zurück, wo es begonnen hat: Die Finissage von „Reclaiming the Place of Worship – An Artistic Manifesto“ mit Live-Musik bildet den Schlusspunkt.

Weitere Informationen:


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