
Die Sorge vor einer Ausbreitung des Ebola-Virus wächst auch in Landesteilen der Demokratischen Republik Kongo, die weit vom aktuellen Ausbruchsgebiet entfernt liegen. Davon betroffen ist auch Bolenge, das rund 1.800 Kilometer vom Epizentrum entfernt liegt. Wegen der hohen Mobilität entlang des Kongoflusses sind zusätzliche Schutzmaßnahmen erforderlich.
„Die Menschen sind dringend auf funktionierende medizinische Hilfe angewiesen“
Das Ambulanzboot Bolenge, das die medizinische Versorgung in abgelegenen Regionen sicherstellt, muss deshalb seine Sicherheitsvorkehrungen verstärken. Vor Ort steigen die Preise für Masken und Desinfektionsmittel deutlich. Gleichzeitig bleibt der Einsatz des Boots unverzichtbar: Auf der jüngsten Tour wurden 679 Patientinnen und Patienten behandelt.
„Die Menschen sind dringend auf funktionierende medizinische Hilfe angewiesen“, sagt Dr. med. Jörg Philipps vom Partnerschaftskreis Bolenge – Dortmund. „Damit das Ambulanzboot weiterfahren kann, benötigen wir zusätzliche Spenden.“ Jede Tour des Ambulanzboots verursacht Kosten von rund 18.800 Euro. Davon entfallen etwa 8.000 Euro auf Medikamente, rund 5.100 Euro auf Treibstoff und etwa 5.200 Euro auf Prämien für das zwölfköpfige medizinische und technische Team. Hinzu kommen rund 500 Euro für Mittel zur Familienplanung.
Soweit es ihnen möglich ist, zahlen die Menschen in den Dörfern zwischen einem und zehn US-Dollar für Behandlung oder Medikamente. Die Einnahmen verbleiben bei den örtlichen Gesundheitszentren, die die Nachbehandlung übernehmen, und tragen so dazu bei, die medizinischen Strukturen vor Ort zu stärken und zu erhalten.
Ambulanzboot alsPartnerschaftsprojekt der Kirchenkreise Dortmund und Bolenge
Positive Nachrichten gibt es dennoch: Die Else Kröner-Fresenius-Stiftung hat ihre Förderung des Projekts um weitere drei Jahre verlängert. Das Ambulanzboot wird seit September 2011 im Rahmen der Partnerschaft zwischen dem Evangelischen Kirchenkreis Dortmund und dem Kirchenkreis Bolenge betrieben. Es versorgt Dörfer, die ausschließlich auf dem Wasserweg erreichbar sind. Bis zu 80.000 Menschen profitieren von dem Angebot.
Nach Angaben des Partnerschaftskreises wurden auf bislang 85 Einsätzen seit Ende 2011 rund 83.830 Behandlungen und etwa 5.830 Operationen durchgeführt. Das Ambulanzboot fährt durchschnittlich sechs Einsätze pro Jahr und ermöglicht so die medizinische Grundversorgung in einer Region, in der viele Menschen zuvor keinen Zugang zu ärztlicher Hilfe hatten.
Weitere Informationen: www.ambulanzboot.de oder bei Instagram: @ambulanz_boot
Spenden für das Ambulanzboot Bolenge
Ev. Kirchenkreis Dortmund
IBAN: DE77 3506 0190 0099 9999 93
Stichwort: „Ambulanzboot“

