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Polizei und Stadt Dortmund: konsequentes Einschreiten gegen Raser und Verstöße gegen das Ansammlungsverbot

Eine provisorische Sperranlage wurde auf dem Wall errichtet, um die Fahrspuren von drei auf eine zu reduzieren. Foto: POL-DO

Provisorische Sperranlage auf dem Ostwall, um die Fahrspuren von dreien auf eine zu reduzieren. Foto: POL-DO

Doppelstrategie der Dortmunder Polizei: Weil Raser die gegen Abend sich leerenden Straßen (vor allem im Wallbereich) für ihr fragwürdiges Hobby nutzen könnten, sich zudem Beschwerden von Anwohner*innen mehrten, gab es dort am vergangenen Wochenende verstärkt Kontrollen. Fast zwei Dutzend Ordnungswidrigkeitenverfahren wegen Verstoßes gegen das landesweit geltende Ansammlungsverbot wurden dabei eingeleitet. Und: Das Tiefbauamt hat nun den Ostwall „dicht gemacht“ –  bis auf Weiteres wird dort über gut 250 Meter nur noch ein Fahrstreifen zur Verfügung stehen.

Vier Personen in einem Wagen: fällig werden insgesamt satte 800 Euro an Bußgeld

Die Polizei geht sehr konsequent gegen die Raserszene in Dortmund vor.

Die Polizei geht seit längerem sehr konsequent gegen die Raserszene in Dortmund vor. (Archivbild: POL-DO)

Kontrollen im Bereich der Innenstadt am letzten Wochenende. Die Dortmunder Polizei macht ernst – wie die Lage in der Coronakrise nun einmal ist. Kontrolliert vorzugsweise auf dem Dortmunder Wall hochpreisige, getunte Autos – und verzeichnet traurige Erfolge.

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„In vielen kontrollierten Fahrzeugen befanden sich mehr als zwei Personen. Einsichtigkeit war oft nicht vorhanden. Im Gegenteil, die Uneinsichtigen verhielten sich teilweise respektlos gegenüber den Beamten“, heißt es am Sonntag in einer Pressemitteilung. In einem Fall befanden sich gleich vier Personen in einem Wagen, ohne eine stichhaltige Begründung dessen liefern zu können.

Machte pro Nase satte 200 Euro – wegen Verstoßes gegen das Ansammlungsverbot. So will es zumindest die Corona-Schutzverordnung des Landes NRW, die seit vorletzten Montag (22. März) in Kraft ist. Die Summe an Bußgeld für die bestrafte Ordnungswidrigkeit ist übrigens das Minimum, gleichsam ein erster, aber harter Warnschuss.

Beschwerden von Anwohner*innen am Wall wegen Lärmbelästigung mehren sich

Die Stadt hat reagiert und auf dem Wallring mehrere Starenkästen aufgestellt. Foto: Alex Völkel

Die Stadt hat 2019 reagiert und auf dem Wallring mehrere Starenkästen aufgestellt. Foto: Alex Völkel

Angesichts solcher Verhaltensweisen geht Polizeipräsident Gregor Lange denn auch jeglicher Humor ab: Die Polizei verfolge „konsequent Verstöße gegen das Ansammlungs- und Kontaktverbot mit aller Deutlichkeit, um das Infektionsrisiko zu minimieren. Wenn den Uneinsichtigen das Verständnis für die aktuelle Situation fehlt, dann muss und wird der Rechtsstaat mit aller Konsequenz durchgreifen“.

Die Dortmunder Polizei begründet ihr resolutes Vorgehen mit „einer erneuten Beschwerdewelle von Anwohnern im Bereich des Ostwalls“ am Wochenende zuvor. Wegen des Lärms: ca. 150 größtenteils hochmotorisierte Autos hätten sich da auf dem Wall versammelt. Ein ähnliches Bild dann am vergangenen Freitag und Samstag.

Insgesamt 60 Fahrzeuge kontrollieren die Beamt*innen während ihres Einsatzes in den Abendstunden. Und diesmal ist es Coronazeit – mit den vordneten Restriktionen bzw. Grundrechtseingriffen: in 23 Fällen schreiben sie eine Anzeige wegen Verstoßes gegen das Ansammlungsverbot; ein Fahrzeug wird aufgrund technischer Mängel sichergestellt.

Ordnungshüter*innen gehen gegen Raserszene und Verstöße gegen das „Kontaktverbot“ vor

Interview mit Polizeipräsident Gregor Lange. Foto: Franz Luthe

Polizeipräsident Gregor Lange. Foto: Franz Luthe

Daneben kommt es nach Polizeiangaben zu diversen anderen Verstößen wie verbotener Handynutzung beim Fahren und der Missachtung roter Ampeln.

Polizeipräsident Lange unmissverständlich: „Die Polizei Dortmund wird auch in diesen schwierigen Zeiten ihre Aufgaben wahrnehmen und unbeirrt gegen Personen vorgehen, die meinen aus Lust und Laune nächtliche Ausflüge machen zu müssen. Wir werden in Zeiten von Corona die leeren Straßen nicht den Angehörigen der Raserszene überlassen.“

Freilich ist es nach gegenwärtiger Rechtslage in NRW nicht verboten, des Nachts mit dem eigenen Wagen unter Einhaltung der Verkehrsvorschriften durch die Gegend zu fahren. Auch nicht mit viel PS unter der Haube. Solange sich nach § 12 der „Verordnung zum Schutz vor Neuinfizierungen mit dem Coronavirus“ in dem betreffenden Gefährt nicht mehr als zwei Personen befinden, sofern zugleich unterstellt wird, dass sich die Insassen damit in der Öffentlichkeit befinden.

Unsicherheit, ob Verstöße gegen das Ansammlungsverbot zu einem Bußgeld führen werden

Viele Orte sind gesperrt. Auch der Nordmarkt ist abgeriegelt. Foto: Alex Völkel

Auch der Nordmarkt wurde abgeriegelt, um Ansammlungen zu unterbinden. Foto: Alex Völkel

Auf Nachfrage von Nordstadtblogger nach den rechtlichen Grundlagen ihrer spätabendlichen Kontrollen erklärt die Dortmunder Polizei:

„Die Polizei hat am vergangenen Wochenende in vielen Fällen Autos festgestellt, die sich mit mehreren Insassen in der Öffentlichkeit bewegten. Für uns lag der Verdacht vor, dass hier Verstöße gegen das Kontaktverbot vorliegen. Wir haben aus diesem Grund die Personalien der Betroffenen festgestellt und Ordnungswidrigkeitenverfahren eingeleitet. Schließlich gilt es, die Infektionskette zu unterbrechen und die Ausbreitung der Pandemie einzudämmen.“

Allerdings scheint man sich in der Sache rechtlich im Polizeipräsidium doch nicht ganz sicher zu sein: „Es ist nun Aufgabe der Ordnungsbehörde, die für die Durchführung von Bußgeldverfahren zuständig ist, zu prüfen, ob diese Verfahren letztendlich zu einem Bußgeld führen werden“, heißt es ebenso in der Antwort. Was nicht weiter verwundert, denn schließlich wird hier Neuland betreten: „Die Situation, mit der wir uns derzeit konfrontiert sehen, ist für uns alle – Behörden ebenso wie Bürgerinnen und Bürger – eine neue, nie dagewesene.“

Fahrbahn im Bereich des Ostwalls seit Montag über 250 Meter nur noch einspurig.

Dennoch: die kommunalen Ordnungs- und Sicherheitsinstanzen scheinen wild entschlossen, einen entstehenden Zusammenhang aufzubrechen, den sie wahrnehmen – und der vorderhand nahe liegt. Dass es nämlich für die Freunde schneller Autos verführerisch ist, die gegen Abend sich leerenden Straßen in der Stadt praktischerweise für ihre gefährliche Leidenschaft zu nutzen.

Eine provisorische Sperranlage wurde auf dem Ostwall errichtet, um die Fahrspuren von drei auf eine zu reduzieren. Foto: POL-DO

Eine provisorische Sperranlage auf dem Ostwall reduziert die Fahrspuren von dreien auf eine. Foto: POL-DO

Stadt und Polizei wollen hier an einem Strang ziehen, wie es heißt. Konkret: Im Bereich des Ostwalls wird mit sofortiger Wirkung die Fahrbahn durch den Einsatz von Betonelementen auf eine einzige Spur verengt. „Denn offenbar haben die Raser den deutlich verminderten Verkehr auf dem Wall aufgrund der Corona-Lage als Einladung aufgefasst“, teilt die Polizei mit.

Die Maßnahme führt das Tiefbauamt seit Montag im Bereich des Außenwalls durch. Kurz hinter der Einmündung Löwenstraße wird ab sofort auf einer Länge von rund 250 Metern nur noch der linke Fahrstreifen befahrbar sein. Für passionierte Raser eher ungünstig.

Warum übrigens keiner der zuständigen Akteure auf die Idee kam, die Sperren auf den Spuren weniger breit anzusetzen, um neben dem defensiven Charakter ihrer Entscheidung zur Schließung für Autos zusätzlich was Positives anzusiedeln, ist nicht überliefert: Es hätte sich so noch ein attraktiver Kurz-Radfahrweg eröffnet.

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12 Gedanken über “Polizei und Stadt Dortmund: konsequentes Einschreiten gegen Raser und Verstöße gegen das Ansammlungsverbot

  1. Bündnis 90/Die Grünen (Pressemitteilung)

    Spur am Wall jetzt fürs Fahrrad freigeben

    Am Ostwall sind aktuell zwei Fahrspuren für den Autoverkehr gesperrt – als Akutmaßnahme gegen Raser. Die gesperrten Spuren könnten jetzt sinnvoll genutzt werden, meinen die GRÜNEN.

    „Hier könnte jetzt ohne Aufwand kurzfristig eine Wallspur für den Radverkehr freigeben werden. Insbesondere, wo das das Fahrrad gerade jetzt das Verkehrsmittel der Wahl sein sollte. Denn Radfahren schützt nicht nur das Klima, sondern hilft vor allem auch, sich gegen Infektionen zu schützen“, kommentiert Matthias Dudde, GRÜNES Mitglied im Verkehrsausschuss, die Aktion der Stadt.

    „Durch die Corona-Krise hat sich der Verkehr in Dortmund aktuell deutlich reduziert. Ein guter Zeitpunkt, weitere Anreize zum dauerhaften Umstieg aufs Fahrrad zu schaffen. Denn für alle diejenigen, die jetzt weiterhin zur Arbeit müssen, gelingt das Abstandhalten am gesündesten mit dem Rad“, so Matthias Dudde. „Neben dem geringen Risiko, sich durch Kontakt zu infizieren, hilft die Bewegung an der frischen Luft auch grundsätzlich, das Erkrankungsrisiko zu minimieren. Es wäre deshalb gut, wenn kurzfristig noch weitere Straßenabschnitte nicht nur zum Schutz gegen die Raserszene, sondern für die Zeit der Schutzmaßnahmen gegen eine Corona-Infektion als Radweg zur Verfügung stünden.“

  2. Polizei Dortmund (Pressemitteilung)

    Dortmunder Polizei kontrolliert erneut Raser auf dem Wall

    Die Dortmunder Polizei ist gestern Abend (31. März) erneut gegen Raser auf dem Wall in der Dortmunder Innenstadt vorgegangen.

    Die Polizeibeamten kontrollierten in rund 1 ½ Stunden eine Vielzahl an Autos. Vor Beginn der Kontrolle stellten sie rund 40 PKW fest, die mehrfach den Wall umrundeten. Teilweise geschah dies mit aufheulenden Motoren und einem Beschleunigungsverhalten, welches deutlich akustisch wahrnehmbar war.

    Dass die Raser unbeteiligte Verkehrsteilnehmer durch ihr rücksichtloses Verhalten gefährden, ist schlimm. Hinzu kommen aber auch noch die eigene Gefährdung und andere negative Begleiterscheinungen wie zum Beispiel Lärmbelästigungen, Menschenansammlungen, Müll, und einiges mehr.

    „Wir haben bereits am letzten Wochenende deutlich gemacht, dass die Raserszene sich auch und besonders in Corona-Zeiten an die Regeln halten muss“, betonte Polizeipräsident Gregor Lange. „Nicht jeder zeigte Einsicht und Verständnis. Da hilft aus unserer Sicht nur eins: Die Dortmunder Polizei bleibt beharrlich und wird weiterhin Druck auf die Raser ausüben!“

    In dieser besonderen Zeit legt die Polizei auch ein besonderes Augenmerk auf die Einhaltung des Ansammlungsverbots. Dieses gilt für den öffentlichen Raum und somit auch für Autos und deren Insassen, die sich im öffentlichen Raum befinden. Bei Nichteinhaltung und Bestätigung durch die Ordnungsbehörde wird ein Verstoß mit immerhin 200 Euro pro Person zum teuren Vergnügen. An diesem Abend verstieß keiner der Kontrollierten gegen das Verbot.

    Im gestrigen Einsatz erhielten sieben Autofahrer einen Platzverweis für den Wallring, bei fünf weiteren erhoben die Polizeibeamten ein Verwarngeld.

    Allein durch diese Maßnahmen erzielte die Polizei eine deutlich festzustellende Reduzierung des Verkehrs im Bereich des Wallrings. Dies beobachteten die Beamten im Nachgang der Kontrolle.

  3. Polizei Dortmund (Pressemitteilung)

    Rettungswagenbesatzung meldet Raser auf dem Wall – Polizei beschlagnahmt Fahrzeuge, Führerscheine und Mobiltelefone

    Nach Hinweisen einer Rettungswagenbesatzung ist die Polizei Dortmund in der Nacht zu Donnerstag (2. April) gegen zwei besonders uneinsichtige Autofahrer auf dem Wall in der Dortmunder Innenstadt vorgegangen.

    Die beiden Männer befuhren mit ihren Fahrzeugen gegen 01.40 Uhr den Hohen Wall in Fahrtrichtung Süden. Nach Angaben der Zeugen hatten sie sich mittels Handzeichen augenscheinlich zu einem Rennen verabredet und hierbei ihre Autos im Anschluss derart beschleunigt, dass die Reifen quietschten. Mehrere Spurwechsel und Überholmanöver auf dem Wall seien zu beobachten gewesen.

    Mithilfe der guten Zeugenbeschreibungen konnten Polizeibeamte die Fahrer (22 und 26) im Bereich der Hamburger Straße sowie am Hiltropwall anhalten. An der jeweiligen Kontrollstelle zeigten sich die Dortmunder gegenüber den Polizisten verständnislos und verbal aggressiv. Darüber hinaus filmte der 26-jährige Beifahrer des 22-Jährigen offensichtlich die Kontrollsituation.

    Da sich im weiteren Verlauf zudem Hinweise auf den Mitschnitt des illegalen Kraftfahrzeugrennens ergaben, beschlagnahmten die Beamten neben den beiden Fahrzeugen und Führerscheinen auch die Mobiltelefone der Fahrer und Beifahrer. Zudem untersagten sie den Dortmundern die Weiterfahrt und fertigten entsprechende Strafanzeigen.

  4. Schutzgemeinschaft Deutscher Wald Bundesverband e.V. (Pressemitteilung)

    Verhaltenscheck für Waldbesucher*innen

    In diesen Zeiten entdecken viele Bürger*innen zum ersten Mal den Wald als Freizeitort. Das zeigen Beobachtungen der Experten der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald (SDW) vor allem in stadtnahen Wäldern. Momentan fasziniert der Wald mit seinen Frühblühern, die den Waldboden oft in weiße und blaue Teppiche verwandeln. Wer Kindern auch gerne etwas Spannendes im Wald bieten möchte, dem hat die SDW auf ihrer Homepage sdw.de Freizeittipps für Familien zusammengestellt.

    Für die „Neulinge“ im Wald und auch die „alten Hasen“ hat die Schutzgemeinschaft Deutscher Wald (SDW) ein paar wichtige Verhaltensregeln zusammengefasst.

    Waldbrandgefahr:
    Fahrlässiges Verhalten ist weiterhin die Hauptursache für Brände. Das Frühjahr ist nach der Sommerzeit die gefährlichste Jahreszeit. Durch die nicht belaubten Bäume fallen die Sonnenstrahlen fast ungehindert auf dem Waldboden mit den trockenen Gräsern und dem Laub vom Vorjahr, die leicht entflammbar sind.
    Bundesweit ist Rauchen im Wald verboten.
    Grillen in der Nähe von Wäldern ist nur auf ausgewiesenen Plätzen erlaubt.
    Parken im Wald oder auf Waldwegen ist verboten.

    Müllverbot:
    Auch wenn es selbstverständlich sein sollte, keinen Müll im Wald zu hinterlassen, zeigt die Realität ein anderes Bild. Aktuell werden besonders häufig Taschentücher weggeworfen. Diese sind zwar aus Papier, brauchen aber je nach Umgebung bis zu fünf Jahren, um vollständig zersetzt zu sein.
    Bitte nehmen Sie den gesamten Müll, auch organischer Abfall, wieder nach Hause.
    An Glasscherben, Blechteilen und Kronkorken verletzen sich Tiere

    Und am Schluss noch ein Tipp zum Selbstschutz:
    In diesem Jahr sind aufgrund des milden Winters bereits jetzt zahlreiche Zecken unterwegs. Damit man keine Zecke mit nach Hause bringt, ist das Laufen auf breiteren Waldwegen, das Vermeiden von Gras und Unterholz, aber auch feste Schule, lange Hosen oder das Verwenden von Zeckenschutzmitteln hilfreich. Das Absuchen von Körper und Kleidung nach dem Naturbesuch sollte nicht vergessen werden. Hat man eine Zecke entdeckt, sollte diese mit einer Zeckenzange oder ähnlichen Hilfsmitteln entfernt werden.

    Wer sich noch mehr für die Regeln im Wald interessiert, kann im Waldknigge nachlesen.

    https://www.sdw.de/waldwissen/verhalten-im-wald/waldknigge/waldknigge.html

  5. Polizei Dortmund (Pressemitteilung) Beitrags Autor

    Bekämpfung der Raserszene – Polizei Dortmund kontrollierte 192 Fahrzeuge

    Erneut hat die Dortmunder Polizei Verkehrskontrollen zur Bekämpfung der Raserszene in Dortmund durchgeführt. In den Abend- und Nachtstunden des 03.04.2020 und 04.04.2020 kontrollierten die Einsatzkräfte im Bereich des Dortmunder Innenstadtwalls insgesamt 192 Fahrzeuge und knapp 300 Personen.

    Aus Sicht der Polizei verlief dieser Einsatz bemerkenswert. Zwar waren der Raserszene zuzuordnende szenetypische Fahrzeuge in der Innenstadt unterwegs. Jedoch stellten die Beamtinnen und Beamten an beiden Kontrolltagen keinerlei technische Verstöße und auch keinerlei Geschwindigkeitsverstöße fest.

    Darüber hinaus registrierte die Polizei auch keinerlei Verstöße gegen die Corona-Schutzverordnung. Die kontrollierten Verkehrsteilnehmer zeigten sich über die Regelungen zur Eindämmung der Infektion und die Sinnhaftigkeit des Kontaktverbotes gut informiert und einsichtig.

    Seit dem 30.03.2020 ist der Ostwall durch bauliche Maßnahmen des Tiefbauamtes der Stadt Dortmund auf nur eine Fahrspur verengt worden. Die Dortmunder Polizei hält den Druck auf die Raserszene dauerhaft hoch durch wiederkehrende Kontrollen und durch sehr konsequentes Einschreiten bei festgestellten Verstößen.

    Der Dortmunder Polizeipräsident Gregor Lange stellt das gemeinsame Engagement von Stadt und Polizei gegen die Raserszene heraus: „Im Kampf gegen die Raserszene ziehen Stadt und Polizei an einem Strang, schließlich geht es um die konkrete Gefährdung von Menschenleben im Straßenverkehr. Und in Zeiten von Corona müssen sich die Menschen an die Kontakt- und Ansammlungsverbote halten, um das Infektionsrisiko zu minimieren. Das Ergebnis vom Wochenende ist ein Schritt in die richtige Richtung. Die Dortmunder Polizei wird jedoch die Kontrollmaßnahmen mit aller Beharrlichkeit fortsetzen.“

  6. Polizei Dortmund (Pressemitteilung)

    Polizei warnt vor Rennen am „Car-Freitag“. Raser-Ausflug nach Dortmund kann sehr teuer werden

    Raser und Tuner meinten in den vergangenen Jahren immer wieder, den gesetzlichen Karfreitag-Feiertag zum „Car-Freitag“ umbenennen zu müssen, um mit auch illegal umgebauten Autos Rennen zu fahren und sich in Dortmund in Szene zu setzen. Die damit verbundenen Folgen sind bekannt: Sie riskieren Leib und Leben im Straßenverkehr und stören auch in den Nachtstunden mit unerträglichem Lärm die Anwohner.

    Wegen zahlreicher negativer Erfahrungen in den vergangenen Jahren ist die Polizei deshalb am kommenden Karfreitag (10.4.) und in der Nacht zu Samstag (11.4.) wiederholt im Einsatz gegen Raser und Tuner, die den Straßenverkehr gefährden und die öffentliche Ordnung stören. Die Dortmunder Polizei rechnet trotz der anhaltenden Corona-Pandemie erneut mit Anreisen aus ganz NRW.

    Als stellvertretender Leiter der Direktion Verkehr im Polizeipräsidium Dortmund und Chef der Autobahnpolizei rät Polizeidirektor Lorenz Schnadt der Szene, besser zuhause zu bleiben: „Die allermeisten Menschen schränken gerade ihr Leben stark ein, damit wir alle die Pandemie in den Griff bekommen. Dann gibt es Leute, die meinen, dass diese Regeln an ihrem Car-Freitag für sie nicht gelten. Denen sagen wir, dass das alles keine gute Idee ist. Und wer nicht hören will, muss fühlen. Dass wir Fahrzeuge und Führerscheine sicherstellen, haben wir in den vergangenen Monaten und Jahren vielfach unter Beweis gestellt – und nur weil ein gesetzlicher Feiertag ist oder die Sonne scheint, werden wir unsere Strategie nicht ändern.“

    Mit anderen Worten: Ein Ausflug nach Dortmund kann teuer werden. Bei Tempo-Verstößen oder illegalen Fahrwerks-Veränderungen sind nicht nur Geldbußen fällig. Wer so auffällt, muss obendrein mit Gutachterkosten, Abschleppgebühren und im schlechtesten Fall auch mit Anwalts- und Gerichtskosten rechnen. Lorenz Schnadt: „Unterm Strich kommt dann schnell ein vierstelliger Eurobetrag zusammen. Das Geld kann man sicher auch anders ausgeben.“

    Karfreitag 2019 kontrollierte die Polizei in Dortmund und auf den umliegenden Autobahnen 250 Personen und 202 Fahrzeuge. Die Folge: Knapp 200 durch die Polizei eingeleitete Verfahren wegen typischer Verstöße gegen die Regeln im Straßenverkehr (Tempo, Erlöschen der Betriebserlaubnis. Handy etc.). Dazu kamen 245 Verfahren der Stadt Dortmund durch Geschwindigkeitsmessungen. In insgesamt fast 450 Fällen forderten die Behörden Geld ein.

    Lorenz Schnadt: „Ich möchte Rasern und Fahrern mit illegal umgebauten Fahrzeugen kurz noch erklären, wie wir arbeiten: Wir beobachten, auch verdeckt, den Verkehr auf den Autobahnen und anderen Zufahrtsstraßen in Richtung Dortmund. Selbstverständlich sind wir auch in der Dortmunder Innenstadt im Einsatz, um Verstöße in aller Konsequenz zu ahnden.“

    Null Toleranz zeigt die Polizei in Dortmund und auf den Autobahnen nicht nur bei Verstößen gegen das Straßenverkehrsrecht. Raser und Tuner müssen mit Sicherheit damit rechnen, dass auch Verstöße gegen das Infektionsschutzgesetz sofort bearbeitet werden. Ansammlungen von mehr als zwei Personen und Veranstaltungen unter freiem Himmel sind strikt verboten, um die Infektionsketten zu unterbrechen.

    Auch Straßen sind ein öffentlicher Raum. Insofern gilt für private Autofahrten, dass sich nicht mehr als zwei Personen in einem Fahrzeug aufhalten dürfen (Ausnahme: Familienmitglieder). Die Polizei ruft eindringlich dazu auf, auch die Schutzvorschriften gegen die Ausbreitung des Corona-Virus einzuhalten.

  7. Pol-Do (Pressemitteilung) Beitrags Autor

    Kontrolleinsatz gegen Raser und illegales Tuning am „Car-Freitag“ – Polizei zählt im Dortmunder Stadtgebiet gegenüber dem Vorjahr weniger Verstöße

    Bereits im Vorfeld hat die Dortmunder Polizei angekündigt, auch in diesem Jahr beim sogenannten Car-Freitag etwaige Verstöße konsequent zu ahnden. Trotz der anhaltenden Corona-Pandemie musste sie zudem mit Anreisen aus ganz NRW rechnen. Tatsächlich zählte die Polizei – auch bei diesem Einsatz in Zusammenarbeit und Abstimmung mit der Stadt Dortmund – im Stadtgebiet weniger Verstöße als im Vorjahr. Auch die Zahlen der kontrollierten Fahrzeuge und Personen lagen mit 67 und 90 weit unter dem Niveau des letzten Jahres (2019: 202 Fahrzeuge sowie 250 Personen).

    „Wir haben deutlich gemacht, dass ein Ausflug nach Dortmund an diesem Freitag teuer werden kann und wir Verstößen mit einer Null-Toleranz-Strategie begegnen. Die meisten Menschen schränken ihr Leben in der jetzigen Situation extrem ein und halten sich an die Regeln. Dass die Mitglieder der Raser- und illegalen Tuningszene dies oftmals nicht tun, haben sie in der Vergangenheit wiederholt bewiesen. Es ist erfreulich, dass wir zumindest am diesjährigen sogenannten Car-Freitag weniger Aktivitäten und Auffälligkeiten verzeichnen konnten. Die Gründe dafür liegen vermutlich in der Kombination aus beidem: Unserer frühzeitigen Ankündigung von breit angelegten und konsequenten Kontrollen sowie dem Einlenken der Szene, dass in diesen Zeiten andere Dinge im Vordergrund stehen sollten als die Zurschaustellung von hochmotorisierten und tiefergelegten Karossen“, so Polizeipräsident Gregor Lange nach dem Kontrolleinsatz.

    Der Einsatz begann am Freitag (10.4.) bereits in den Mittagsstunden. Hier überprüften Beamte am Ostwall ein Auto, in dem drei Personen saßen. Das Ergebnis waren drei Ordnungswidrigkeitenanzeigen (OWi-Anzeigen) wegen Verstößen gegen das Ansammlungsverbot. Weitere Kontrollen im Bereich Phönix-West oder am Phönix-See offenbarten erfreulicherweise weder Verstöße gegen besagtes Verbot noch solche mit Bezug zur illegalen Tuningszene.

    Ebenfalls früh am Tag starteten Beamte der Autobahnpolizei insbesondere im Bereich der Rast- und Tankanlage „Hellweg Süd“ (A 44) sowie auf der A 40 mit Geschwindigkeitsmessungen. Zudem galt auch ihr Fokus technisch veränderten Fahrzeugen und Verstößen gegen die Coronaschutzverordnung. Bis zum späten Nachmittag stellten sie mit ihren Messanlagen rund 100 Geschwindigkeitsverstöße fest. Darüber hinaus führten sie auch unter Einbindung von ProVIDa Fahrzeugen gezielte Kontrollen durch. Bei den 25 kontrollierten Fahrzeugen ergaben sich unter anderem elf OWi-Anzeigen wegen überhöhter Geschwindigkeit und zehn Fahrverbote. Wegen technischer Mängel fertigten die Polizisten weitere drei Anzeigen, in zwei Fällen untersagten sie die Weiterfahrt. Ein negatives Highlight stellte dabei der Geschwindigkeitsverstoß eines 30-jährigen Autofahrers aus Wattenscheid dar: Auf der A 40 in Richtung Dortmund – in Höhe der Anschlussstelle Dortmund-Dorstfeld – fuhr er mit seinem Mercedes bei erlaubten 80 km/h mit 161km/h. Ihn erwarten neben der Anzeige ein Bußgeld über 1.200 Euro, zwei Punkte und ein dreimonatiges Fahrverbot. Darüber hinaus fertigten die Polizeibeamten einen Bericht an die Führerscheinstelle zur Überprüfung der charakterlichen Eignung zum Führen von Kraftfahrzeugen.

    Mitarbeiter der Stadt Dortmund überprüften in den Nachmittagsstunden ihrerseits an mehreren Stellen im Stadtgebiet die Geschwindigkeit. Insgesamt waren rund 200 Fahrzeuge zu schnell unterwegs. Die Details und weiteren Maßnahmen sind der Pressemeldung der Stadt Dortmund zu entnehmen.

    Gegen 21 Uhr nahm der Fahrzeugverkehr im Wallbereich deutlich zu. In den nun folgenden Stunden kontrollierten die Polizisten diverse Fahrzeuge sowie ihre Insassen. Zudem sprachen sie gegen Personen, die mit ihren Autos in der „Boxengasse“ am Ostwall standen, Platzverweise aus. Darüber hinaus meldeten Zeugen im Bereich der Speicherstraße mehrere augenscheinlich der Tuningszene zugehörige Fahrzeuge. Die Polizisten stellten anschließend an einem dortigen Parkplatz rund 30 Autos und etwa 40 Personen fest. Sie erhielten Platzverweise, Verstöße gegen die Coronaschutzverordnung lagen jedoch nicht vor.

    Insgesamt sprachen die Polizeibeamten im Rahmen des Kontrolleinsatzes 60 Platzverweise aus. Drei Fahrzeuge stellten sie wegen technischer Mängel sicher und präsentierten sie einem Gutachter. Sie fertigten zwölf OWi-Anzeigen wegen des Erlöschens der Betriebserlaubnis, etwa weil die Autos zu tief lagen, übermäßig laut waren oder sie Schleifspuren an den Radkästen feststellten. Zwei Anzeigen gab es wegen zu geringer Profiltiefe – in einem Fall untersagten die Beamten zudem die Weiterfahrt – und weitere 15 Anzeigen wegen sonstiger Verkehrsverstöße. Darüber hinaus erhoben sie rund 20 Verwarnungsgelder wegen sonstiger Verstöße und weil Insassen während der Fahrt nicht angeschnallt waren.

    Die Stadt ist keine Rennstrecke – übermütige Autofahrer riskieren neben ihrer eigenen auch die Gesundheit Unbeteiligter und stören Anwohner mit dem mitunter ohrenbetäubenden Lärm ihrer Fahrzeuge. Aber auch Veränderungen und Manipulationen am Fahrwerk stellen eine erhebliche Gefahr dar und können zu schweren Unfällen führen. Und so wird es auch in Zukunft entsprechende Kontrollen geben, um das Verständnis für diese Gefahren in die Köpfe der Verkehrsteilnehmer zu bringen.

  8. Verkehrsüberwachung Ordnungsamt (Pressemitteilung) Beitrags Autor

    Verkehrsüberwachung des Ordnungsamtes: 201 Fahrzeuge am „Car“-Freitag zu
    schnell

    Die Verkehrsüberwachung des Ordnungsamtes der Stadt Dortmund hat am
    Karfreitag in Abstimmung mit der Polizei/Direktion Verkehr eigenständige
    Geschwindigkeitskontrollen zur Bekämpfung der Raserszene anlässlich des
    „Car-Freitags“ der Tuning-Szene durchgeführt.

    Schwerpunkte des Einsatzes waren die Bereiche des Wallringes in der City
    sowie die bekannten Einfallstraßen wie beispielsweise die Ruhrallee, die B
    54 oder die Brackeler Straße. Bei insgesamt neun Geschwindigkeitsmessungen
    wurden 2508 durchgefahrene Fahrzeuge registriert von denen 201 Fahrzeuge zu
    schnell unterwegs waren.

    Negativer Höherpunkt ist ein Geschwindigkeitsverstoß auf der Ruhrallee mit
    112 km/ h (erlaubt sind dort 60 km/h). Insgesamt kam es zu mehreren
    Verstößen bei denen ein Fahrverbot von einem bzw. zwei Monaten
    auszusprechen ist sowie jeweils zwei Punkte im Fahreignungsregister
    verhängt werden

    Kommunaler Ordnungsdienst im Einsatz
    Auf dem Gelände Phoenix-West versammelten sich Angehörige der Tuning-Szene
    schon ab 17 Uhr am Karfreitag. Maßnahmen des Kommunalen Ordnungsdienstes
    (KOD): 52 Personalien-Feststellungen, 52 Platzverweise, 48 mündliche
    Verwarnungen und vier Ordnungswidrigkeits-Anzeigen aufgrund des Verstoßes
    gegen die CoronaSchVO.

  9. Illegale Kraftfahrzeug- und Beschleunigungsrennen - Polizei Dortmund greift durch (Pressemitteilung)

    Illegale Kraftfahrzeug- und Beschleunigungsrennen – Polizei Dortmund greift durch

    Die Dortmunder Polizei hat am vergangenen Wochenende in den Nächten von Freitag auf Samstag und von Samstag auf Sonntag erneut die Raser auf dem Wall, im Innenstadtbereich, auf Phönix-West und in der Lagerhausstraße kontrolliert und sanktioniert.

    „Unsere Kontrollen zeigen uns immer wieder deutlich, dass sie nötig und unverzichtbar sind“, betonte Polizeipräsident Gregor Lange. „Einige Unverbesserliche ignorieren lebenswichtige Regeln und verhalten sich rücksichtslos und lebensgefährdend. Die Aufgabe der Polizei ist es, Leben zu schützen und Sicherheit zu gewährleisten – auch auf den Straßen. Daher werden wir die Maßnahmen unbeirrt fortsetzen.“

    86, 94 und 96 km/h – keine Geschwindigkeiten, die innerstädtisch auf dem Wall erlaubt sind. Konsequenz für die drei Autofahrer, die es trotzdem am Wochenende getan haben: jeweils eine Ordnungswidrigkeitenanzeige mit einem Fahrverbot. Die Führerscheine hat die Polizei gleich einkassiert und die Weiterfahrt untersagt. Allerdings nur von zwei der drei Männer: der dritte konnte erst gar keine Fahrerlaubnis vorweisen.

    Die gesamte Bilanz: – 51 Platzverweise im Bereich der Innenstadtwälle, einer davon auf Phönix-West und acht im Bereich der Lagerhausstraße, hauptsächlich wegen unnötigen Hin- und Herfahrens

    – 13 Ordnungswidrigkeitenanzeigen wegen Telefonierens während der
    Fahrt
    – ein Verwarnungsgeld wegen Telefonierens auf dem Fahrrad
    – in sechs Fällen Verwarngelder, in weiteren fünf Fällen
    Ordnungswidrigkeitenanzeigen wegen Erlöschens der Betriebserlaubnis
    – fünf Autos stellte die Polizei wegen Erlöschens der
    Betriebserlaubnis sicher – die Autos waren definitiv zu laut
    – fünf Verwarngelder wurden wegen des Nichtanlegens des
    Sicherheitsgurtes erteilt
    – eine Ordnungswidrigkeitenanzeige wegen eines Gurtverstoßes
    – drei Rotlichtverstöße mit Ordnungswidrigkeitenanzeige geahndet
    – sieben weitere Ordnungswidrigkeitenanzeigen und neun
    Verwarngelder wegen sonstiger Verstöße
    – drei Ordnungswidrigkeitenanzeigen und 19 Verwarngelder wegen
    Geschwindigkeitsverstößen
    Den zur Geschwindigkeitsmessung eingesetzten Radarwagen bewarf ein Unbekannter aus einem fahrenden Auto heraus mit einem rohen Ei. Offenbar fanden die im Pulk fahrenden Autofahrer die Maßnahmen der Polizei wenig positiv. Der Eierwurf hat eine Strafanzeige zur Folge, die Ermittlungen dauern an.

    „In den meisten Fällen reagieren die Fahrer neutral bis einsichtig. Dass es auch die Anderen, Uneinsichtigen, Unverbesserlichen gibt, zeigt dass wir nicht nachlassen dürfen“, so der Polizeipräsident. „Jeder Raser soll wissen: In Dortmund seid Ihr nicht erwünscht!“

  10. Ostwall ist von heute an wieder auf 3 Spuren befahrbar (PM Stadt Dortmund)

    Ostwall ist von heute an wieder auf 3 Spuren befahrbar

    Die Sperrung zweier Spuren am Ostwall wird heute (Dienstag, 12. Mai 2020) wieder aufgehoben. Die Fachfirma hat am Vormittag im Auftrag des Tiefbauamtes mit den Abbauarbeiten begonnen und wird voraussichtlich bis Nachmittag damit fertig werden.

    Mit Betonelementen wurde der Ostwall am 30. März von drei Fahrspuren auf eine verengt. Durch die Corona-Situation hatte das Verkehrsaufkommen in der Innenstadt sehr deutlich abgenommen. Anhänger der Raser-Szene hatten dies offenbar als Einladung ausgelegt und den Ostwall verstärkt für ihre Rennen ausgenutzt.

    Die Dortmunder Polizei und die Stadt Dortmund ziehen bei der Bekämpfung der Raser- und Tuningszene in der Innenstadt an einem Strang. Und so ist die Stadt der Bitte der Polizei, diese Fahrbahnverengung als Maßnahme gegen die Szene mitzutragen gerne gefolgt. Die ungewöhnliche Maßnahme war ein Erfolg. Die Beschwerden gingen rasch und mehr als deutlich zurück. Die Erfahrungen zeigen: eine temporäre bauliche Verengung von Straßen eignet sich als Baustein im Kampf gegen die Raser- und Tuningszene durchaus gut und kann – sofern möglich – auch wieder in Betracht kommen.

    Inzwischen nimmt der Verkehr in der City mit den schrittweisen Öffnungen nach dem Corona-bedingten Lockdown wieder zu. Er hat zwar noch nicht das gewohnte Niveau aus der Zeit vor der Pandemie erreicht, die Verengung führt also noch nicht zu Staus am Ostwall. Jedoch ermöglicht der doch bereits rege, aber flüssige Verkehr einen Abbau der Absperrungen ohne Vollsperrung.

    Um es auf den Punkt zu bringen: Dass die baulichen Maßnahmen am Ostwall nun zurückgenommen werden, ist keine gute Nachricht für die Raser-und Tuningszene, denn die Kontrollen am Ostwall gehen wie an anderen Teilen des Walls weiter.

    Das Ende dieser Einzelmaßnahme stellt somit keinen Freifahrtschein dar. Im Gegenteil: Gemeinsam gehen Polizei und Stadt seit Jahren geschlossen und mit zahlreichen Maßnahmen gegen die Szene vor und lassen dabei nicht nach.

    Den Wall möchten die Behörden genauso wenig wie andere Bereiche der Stadt denen überlassen, die keinerlei Rücksicht nehmen – weder auf das Ruhebedürfnis der Anwohner*innen, noch auf die Gesundheit anderer Verkehrsteilnehmer, die sie durch illegale Rennen und hohe Geschwindigkeiten riskieren.

  11. Und wieder tragen zwei Raser, wenn auch unfreiwillig, zur Verbesserung der Luftqualität bei - Polizei stellt Fahrzeuge, Führerscheine und Mobiltelefone sicher (Pressemitteilung Polizei Dortmund)

    Und wieder tragen zwei Raser, wenn auch unfreiwillig, zur Verbesserung der Luftqualität bei – Polizei stellt Fahrzeuge, Führerscheine und Mobiltelefone sicher

    Ein mutmaßliches Rennen auf dem Wall kostete am Abend des 8.Juni 2020 erneut zwei junge Männer die Fahrzeuge, Führerscheine und Mobiltelefone. Unfreiwillig leisten sie somit ihren Beitrag zu „Unsere Stadt soll sauberer werden“.

    Im Rahmen der Bekämpfung der illegalen Kraftfahrzeugrennen fiel Beamten der Dortmunder Polizei gegen 20.40 Uhr auf dem Schwanenwall ein Audifahrer auf, dessen Fahrweise unter anderem durch häufiges Wechseln der Fahrstreifen auffällig erschien. Die Beobachtungen sollten sich auszahlen.

    An der Einmündung Königswall / Brinkhoffstraße musste der Audi verkehrsbedingt an einer roten Ampel halten- neben ihm ein BMW. Beim Wechsel auf Grünlicht fuhren beide mit quietschenden Reifen an und versuchten offenbar die höchstmögliche Geschwindigkeit zu erreichen.

    Die Fahrzeuge der jeweiligen Fahrer erreichten hierbei Geschwindigkeiten jenseits der erlaubten 50 km/h. Die Beamten hielten das Duo nach weiteren zu beobachtenden Beschleunigungsrennen an der Kreuzung Hiltropwall / Hohe Straße an.

    Vor Ort zeigten sich die Fahrer, ein 18-jähriger Dortmunder und ein 20-jähriger Bergkamener uneinsichtig – denn ein Rennen will man nicht gefahren sein. Die Polizisten stellten die Fahrzeuge, Führerscheine und Mobiltelefone sicher.

    Die jungen Männer erwartet nun eine Anzeige wegen des Verdachts der Teilnahme an einem nicht erlaubten Kraftfahrzeugrennens sowie mehrerer Verstöße gegen die Straßenverkehrsordnung. Die Umwelt ist dankbar.

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