Rundgang mit den Autorinnen Susanne Meyer und Heike Wulf

Auf Spurensuche in Dortmund: Ein Rundgang mit der AWO zur Frauengeschichte in der Stadt

Seiltänzerin über den Ruinen von Dortmund im Juli 1948. Foto: Archiv der Geschichtswerkstatt Dortmund

In der 1139-jährigen Geschichte der Hansestadt Dortmund kommen Frauen über Jahrhunderte hinweg kaum vor. Erst mit der zweiten Frauenbewegung im letzten Jahrhundert, die vor 50 Jahren in Dortmund mit der bundesweiten Bewegung gegen den Abtreibungsparagraphen 218 begann, stieg auch das weibliche Interesse an der Geschichte der Frauen. Und Frauen waren es auch, die Aufzeichnungen und längst vergessene Chroniken über das Leben und Wirken ihrer Geschlechtsgenossinnen in dieser Stadt zu Tage brachten.

Beleuchtet wird auch das Leben von Helene Wessel

Die AWO Dortmund geht am Samstag, 9. Oktober um 15 Uhr mit den Autorinnen Susanne Meyer und Heike Wulf im Rahmen eines Stadtrundganges „Auf Spurensuche zur Dortmunder Frauengeschichte“, so der Titel der Veranstaltung.

Im Mittelpunkt stehen Frauengeschichten vom Mittelalter bis zur Neuzeit, von der Hexenverfolgung, über die Prostitution, jüdischem Frauenleben und die Frauenbewegung der 70er und 80er Jahre. Susanne Meyer und Heike Wulf führen die Teilnehmerinnen zu Wirkstätten und Wohnorten von Bierbrauerinnen, Beginen, Fürsorge-Vereinsgründerinnen und Dortmunder Frauen, die die Stadt in den politischen Parlamenten geprägt haben.

Beleuchtet wird zudem das Leben der heute umstrittenen damaligen Bundestagsabgeordneten und Dortmunderin Helene Wessel, der in Anerkennung ihrer Mitwirkung bei der Erstellung des Grundgesetzes im Jahr 1948 im Stadtgarten ein Denkmal gesetzt werden soll.

Der Rundgang dauert ca. 1,5 bis 2 Stunden und ist kostenfrei; die Teilnehmer*innenzahl ist begrenzt. Anmeldungen bei der AWO Dortmund unter 0231/9934-310 oder c.koenen@awo-dortmund.de!

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Kommentare

  1. Auf der Suche nach dem Rotlicht: Ein Spaziergang zu den historischen und aktuellen Orten der Prostitution (PM)

    Rundgang mit der Stadtführerin Heike Wulf und der Frauenrechtsaktivistin Simone Kleinert am 26.03.2022 um 15 Uhr

    Oft heißt es fälschlicher weise, dass Prostitution das älteste Gewerbe der Welt sei. Allerdings arbeitet die Hebamme im ältesten Gewerbe der Welt – nicht die Prostituierte. In Dortmund waren 21 Freie Bürgerinnen im Mittelalter als Brauerinnen, Marktfrauen, Barbiere, Grutscherinnen und Prostituierte gelistet.

    Diese und viele weitere spannende Aspekte können Dortmunder*innen am 26.03.2022 um 15 Uhr erwarten. Gemeinsam mit Heike Wulf, bekannte Literaturpädagogin, Krimiautorin und Stadtführerin, bietet die TERRE DES FEMMES Städtegruppe Dortmund den Spaziergang durch die Stadt an, um die ehemaligen und heutigen Orte der Prostitution zu beschauen und Hintergrundinformationen zu geben.

    Im Mittelpunkt stehen Orte, an denen in Dortmund Prostitution stattfand oder stattfindet, immer unter dem Aspekt des „Erlaubten“, des „Zugebilligten“ oder auch des „Unsichtbaren“. Erfahren Sie, wie die Linienstraße heißt, wie sie heißt und wie sich die Preisentwicklung bei den Bordellzimmern entwickelt hat. Wie fand der Menschenhandel damals statt und wie läuft es heute? Wie hat sich die Situation der Prostituierten durch die liberale Gesetzgebung verändert?

    Der Rundgang dauert ca. 2 Stunden und kostet 10 €. Die Teilnehmer*innenzahl ist begrenzt. Anmeldung bis zum 26.03.2022 bei der TERRE DES FEMMES Städtegruppe Dortmund unter dortmund@frauenrechte.org

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