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Antisemitismus im Schulalltag: Fachforum für Pädagoginnen und Pädagogen am 11. Juli in der Stadtbibliothek Dortmund

„Antisemitismus - Dagegen habe ich was.“ Aufkleber in der Nordstadt. Foto: Alex Völkel

„Antisemitismus – Dagegen habe ich was.“ Ein Aufkleber in der Nordstadt mit klarer Botschaft. Foto: Alex Völkel

Zwischen 15 und 20 Prozent der deutschen Bevölkerung hegt antisemitische Einstellungen – zu diesem Ergebnis kommen mehrere voneinander unabhängige Erhebungen der letzten 20 Jahre. Auch vor dem Schulalltag macht diese Entwicklung nicht halt: Die letzten Ereignisse unter anderem an Berliner Schulen zeigen, wie virulent das Thema ist. Vor diesem aktuellen Hintergrund veranstaltet das Multikulturelle Forum e.V. am 11. Juli 2018 ab 14 Uhr im Studio B der Stadtbibliothek Dortmund ein Fachforum zum Thema „Antisemitismus im Schulalltag“.

Es ist wichtig, antisemitischen Tendenzen so früh wie möglich entgegen zu wirken – besonders in Deutschland

Logo des multikulturellen Forums.

Logo des multikulturellen Forums.

Ziel des Fachforums ist es, Lehrerinnen und Lehrer sowie weitere pädagogische Fachkräfte eingehend zum Thema Antisemitismus zu informieren und ihnen darauf aufbauend Möglichkeiten pädagogischen Handelns an die Hand zu geben.

Denn im Unterricht treffen Lehrerinnen und Lehrer auf herausfordernde Äußerungen zum Nahostkonflikt und auf dem Schulhof ist „Jude“ zum Schimpfwort geworden. Als Einstieg in das Thema werden zunächst die Erscheinungsformen von Antisemitismus durchleuchtet.

In einem zweiten, vertiefenden Teil des Fachforums sollen zwei Vorträge das vermeintliche Phänomen vom „importierten“ Antisemitismus kritisch durchleuchten sowie Einblicke in den arabisch-israelischen Konflikt und dessen Einfluss auf den Diskurs geben. Im abschließenden Teil der Veranstaltung werden mögliche Handlungsansätze für den pädagogischen Alltag vorgestellt.

Projekt „Durchblick – Gemeinsam gegen Radikalisierung“ des Multikulturellen Forums

Das Fachforum findet im Rahmen des Projekts „Durchblick – Gemeinsam gegen Radikalisierung“ statt, welches im Rahmen des Bundesprogramms „Demokratie Leben“ vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend gefördert wird. Das Projekt schult pädagogische Fachkräfte und MultiplikatorInnen in der Jugendarbeit und sensibilisiert sie für Radikalisierungen und begünstigende Faktoren. Der Teilnahmebeitrag für die Veranstaltung beträgt 25 Euro.

Für weitere Informationen und Anmeldungen steht Projektleiter Björn Muntzeck unter 0231/ 28860734 oder muntzeck@multikulti-forum.de zur Verfügung.

Weitere Informationen:

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