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Angebote for Neuzuwanderer: „Freundeskreis nEUbürger und roma“ stellt aktualisierten Flyer vor – IRON-Projekt endet

Planerladen - IRON-Projekt

Der Planerladen macht das Projekt IRON – „Integration der Roma in der Nordstadt“.

Der „Freundeskreis nEUbürger und roma“, ein vom Planerladen e.V. initiierter Zusammenschluss von zurzeit 32 Vereinen, Institutionen und Privatpersonen, hat sein mehrsprachiges Informationsblatt für bulgarische und rumänische Neuzugewanderte aktualisiert und um eine Vielzahl von neuen Beratungsangeboten ergänzt.

Nach wie vor hoher Informationsbedarf – Finanzierung der Arbeit von IRON läuft aus

Podiumsgespräch im Ratsaal, Gamze Çalışkan

Gamze Çalışkan arbeitet im IRON-Projekt – die Finanzierung läuft aber aus.

„Der Bedarf an Unterstützung für diese Zielgruppe ist nach wie vor sehr hoch“, erläutert Gamze Çalışkan vom Planerladen-Projekt IRON – Integration von Roma in der Dortmunder Nordstadt nach drei Jahren Arbeit an der Basis in der Dortmunder Nordstadt.

Allerdings läuft Ende September die Finanzierung des Projektes IRON aus – nach drei Jahren endet Anschubfinanzierung durch das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF). Eine Fortsetzung gibt es vorerst nicht. Neue Fördermöglichkeiten sind noch nicht spruchreif.

„Wir müssen daher sehen, wie wir unsere Angebote aufrecht erhalten können“, verdeutlicht Tülin Kabis-Staubach, Vorstand des Planerladens.

Neue Förderung noch offen – Arbeit muss reduziert werden

Einen, wenn auch sehr kleinen Teil, kann das neue Projekt „JuDo“ auffangen, welches sich gezielt um junge Neuzuwanderer aus Bulgarien und Rumänien kümmert.

Auch die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Konfliktvermittlung und der Integrationsagentur werden versuchen, auch künftig einige Fälle zu übernehmen. Sie unterstützen Gamze Caliskan schon jetzt.

JuDo, neues Projekt des Planerladen e. V. für Jugendliche aus Bulgarien und Rumänien. Ali Sirin und Vedat Caliskan mit Jugendlichen im Treff

JuDo, neues Projekt des Planerladen e. V. für Jugendliche aus Bulgarien und Rumänien. Ali Sirin und Vedat Caliskan mit Jugendlichen im Treff

Doch der deutlich größere Teil der Hilfsgesuche bleibt künftig unerfüllt. Dann nämlich, wenn die Neuzuwanderer in der Schützenstraße Alltagshilfen abfragen.

Der Planerladen hat daher weitere Anträge gestellt bzw. in Vorbereitung. „Ohne eine Lücke geht es aber nicht weiter“, bedauert Kabis-Staubach.

„Wir hoffen sehr, dass wir in Kürze ein Projekt bewilligt bekommen.“ Sie sind mit der Stadt im Gespräch, die an einem Gesamtprojekt zur Unterstützung der Neuzuwanderer arbeitet. Allerdings ist dies noch nicht spruchreif.

Die engagierte Projekt-Mitarbeiterin Gamze Çalışkan wird nicht arbeitslos, sondern in anderen Projekten des Vereins unterkommen. Denn sie soll bald die Arbeit fortsetzen.

Hilfsangebote für Neuzuwanderer haben sich verdoppelt

„Dass sich in der Angebotsstruktur vieles getan hat, zeigt der Flyer exemplarisch, der nun mehr als doppelt so viele Angebote wie die erste Fassung umfasst, die vor drei Jahren erstellt wurde“, verdeutlicht Çalışkan.

Die Faltbroschüre bündelt die Informationen zu den Beratungsangeboten, den jeweiligen Zielgruppen, den Kontaktdaten und den Öffnungszeiten und verortet die Angebote in einer Karte räumlich zur leichteren Orientierung und Übersicht.

Verfügbar ist der mit eingängigen Piktogrammen niederschwellig gestaltete Flyer in vier Sprachen (deutsch, bulgarisch, rumänisch und türkisch).

Im 2011 gegründeten  „Freundeskreis nEUbürger und roma“haben sich Vereine, Institutionen und Privatpersonen zusammengeschlossen, um die Zugewanderten zu unterstützen und sich für ihre Belange einzusetzen.

Die aktualisierte Informationsbroschüre gibt es wieder in vier Sprachen

FreundeskreisMit dem Infoflyer werden Versorgungs- und Beratungsangebote, die EU-Neubürgern offenstehen, gebündelt dargestellt.

„Einerseits geht um die allernötigsten Bedarfe wie den Zugang zu medizinischer Versorgung, Duschmöglichkeiten, Essen und Kleidung.

Andererseits werden Anlaufstellen für Beratungen in oft ausweglos erscheinenden Situationen wie z.B. im Wohnbereich aufgezeigt“, sagt Tülin Kabis-Staubach, zugleich Koordinatorin des Freundeskreises.

Inhaltlich sowie redaktionell aufbereitet wurde das Informationsblatt vom Planerladen e.V. und ist in der Integrationsagentur des Planerladen e.V. in der Schützenstraße 42 erhältlich oder steht als Webversion zum Download bereit unter: http://www.integrationsprojekt.net/freundeskreis.html

Finanziert wurde der Druck des Flyers über das Diakonische Werk.

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