Spannende Jahre des deutlichen Wandels wurden vom Team begleitet

Abschied der Hörder Stadtteilagentur nach elf Jahren: Die Brücken werden aber bleiben

 Das Team der Hörder Stadtteilagentur verabschiedet sich: Barbara Boegershausen, Rolf Martin, Thomas Weyland, Jens Woelki, Gaby Schulten.
Das Team verabschiedet sich: Barbara Boegershausen, Rolf Martin, Thomas Weyland, Gaby Schulten und Jens Woelki. Foto: Stadt Dortmund/ Katharina Lück

Nach elf Jahren engagierter Arbeit verabschiedet sich die Hörder Stadtteilagentur zum Jahreswechsel von den Hörder:innen. Im Auftrag des Amts für Stadterneuerung begleitete das Team das Hörder Zentrum durch Jahre des deutlichen Wandels zwischen den rasanten Entwicklungen am Phoenixsee und auf Phoenix-West. Zum Sinnbild der Arbeit wurde dabei der Brückenschlag.

Schon zur Premiere 2013 kamen mehr als 50.000 Besucher:innen

„Das Brückenfest, das die Stadtteilagentur so erfolgreich ins Leben gerufen hat, ist nur das augenscheinlichste Beispiel dafür, welche Bedeutung die Verbindung der Menschen untereinander für die Entwicklung in Hörde hat“, sagt Jens Woelki, Projektleiter beim Amt für Stadterneuerung. 50 bis 60 Aktive organisieren jeweils das Fest mit bis zu 600 unterschiedlichen Beiträgen. Schon zur Premiere 2013 kamen mehr als 50.000 Besucher:innen.

„Die Stadtteilagentur hat viele engagierte Hörder:innen zusammengebracht. Diese Vernetzung wirkt weiter fort – im Format des 2022 etablierten Hörder Stadtteilforums, aber auch in einem Alltag der kurzen Drähte, der die lebendige Stadtteilgesellschaft kennzeichnet.“ Getreu dem Motto „informieren, beteiligen, beraten, vernetzen” hat die Stadtteilagentur mit ihren Teammitgliedern aus den beauftragten Büros WohnBundBeratung NRW und ORG.BERATUNG in den vergangenen Jahren eine breite Palette an Projekten durchgeführt, unterstützt und vermittelt.

Mehr als 150 Vorhaben von Bewohner:innen, Vereinen und anderen Akteur:innen vor Ort förderte allein der Stadtteilfonds, dessen Geschäftsführung die Stadtteilagentur innehatte. 350.000 Euro flossen daraus seit 2013 in diese Projekte. Von der Gestaltung von Stromverteilerkästen über die Bepflanzung von Baumscheiben, Aktionen für Kinder und Jugendliche, die Anschaffung von Bühnenelementen für Veranstaltungen und inklusive Tanzprojekte bis zu Angeboten für Geflüchtete wie zum Beispiel ein Frauencafé.

165 Gestaltungsmaßnahmen an privaten Gebäuden wurden gefördert

Eine Idee war die Hörder Wanderbaum-Allee.

Foto: Stadt Dortmund

Auch das Hörder Stadtbild profitierte: Für 165 Gestaltungsmaßnahmen an privaten Gebäuden gab es insgesamt eine Million Euro an Zuschüssen aus dem Hof- und Fassadenprogramm. Ausgelöst wurden dadurch Investitionen in Höhe von drei Millionen Euro.

Die Stadtteilagentur stand den Immobilieneigentümer:innen bei Fragen zu Modernisierungsmaßnahmen und ihrer Förderung beratend zur Seite, fachlich versiert mit Quartiersarchitektin Barbara Boegershausen. Darüber hinaus beriet Peter Kramer als Sanierungsberater zu steuerlichen Erleichterungen im Sanierungsgebiet.

Die Information über Veränderungen und Maßnahmen des Stadtumbaus gehörte ebenso zum Portfolio der Stadtteilagentur mit ihrem Büro an der Alfred-Trappen-Straße. Von der Wanderbaumaktion, bei der Bürger:innen über die Standorte künftiger Straßenbäume im Burgunderviertel abstimmen konnten, bis zur teils digitalen Beteiligung rund um die Gestaltung des Stadteingangs verhalf sie den Hörder:innen zu ihrer Stimme bei der Weiterentwicklung ihres Stadtteils.

Zugleich erläuterte sie Hintergründe zu den städtischen Planungen und verstand sich als Lotse zur Stadtverwaltung, der die richtigen Ansprechpartner*innen für alle Anliegen und Ideen vermittelte.

Die Hörder Stadtteilagentur für alle Bevölkerungsgruppen da#

Das Projekt „Querbeet Hörde“ kam gut an – und findet mittlerweile stadtweit statt. Foto: Gerd Wüsthoff für Nordstadtblogger

„Es ist toll zu sehen, wie viel Engagement die Menschen in Hörde für ihre Nachbarschaft und ihren Stadtteil entwickelt haben“, resümiert Rolf Martin von der WohnBundBeratung, der das Team der Stadtteilagentur zuletzt leitete.

„Wir freuen uns, dass wir gemeinsam mit den Hörder:innen so viel erreichen und als Stadtteilagentur Akzente setzen konnten. Unser Herzensanliegen des Urbanen Gärtnerns im Projekt Querbeet Hörde hat zum Beispiel so gut gefruchtet, dass der Gemeinschaftsgarten am Schallacker, die Stadtteilgärtnerei Grünfrau und das stadtweite Projekt Querbeet Dortmund daraus entstanden sind.“

Insgesamt war die Hörder Stadtteilagentur für alle Bevölkerungsgruppen da und unterstützte, informierte und beriet im breiten Spektrum der Bereiche Soziales, Integration, Immobilien, Barrierefreiheit und zivilgesellschaftliche Teilhabe – und darüber hinaus.

Jens Woelki sieht Hörde nach den elf Jahren gestärkt für die Zukunft. „Die vielen Brücken, die die Hörder Stadtteilagentur geschlagen hat, werden bleiben. Der Ansatz der Stadterneuerung, jeden Ort mit all seinen Bevölkerungsteilen ganzheitlich zu betrachten, hat den Stadtteil enger zusammengeführt. Dass hier nun zivilgesellschaftliche Strukturen wie der Verein Hörde International und das Stadtteilforum die Vernetzung fortsetzen, belegt einmal mehr, wie nachhaltig Stadtteile von engagiertem Quartiersmanagement profitieren.“


TERMINHINWEIS: Das dritte Hörder Stadtteilforum findet am Mittwoch, 22. März 2023, ab 18 Uhr im Bürgersaal der Bezirksverwaltungsstelle, Bahnhofstraße 16, statt.

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