
Der Dortmunder Hafenspaziergang ging am Samstag, den 29. August 2026, in die vierzehnte Runde. Zu diesem Anlass öffneten mehr als 50 Orte ihre Türen. Neben großen und kleinen Livebühnen, die mit Musik für gute Stimmung übers Hafenquartier hinaus sorgten, standen aber auch diverse Mitmachaktionen und Stadttouren auf dem Programm. In der Nordstadt gab es rund 80 Veranstaltungen.
Eröffnung mit Glockenschlag und Sparmaßnahmen
Bei strahlendem Sonnenschein und einer leichten Hafenbrise eröffnete Oberbürgermeister Alexander Kalouti feierlich den diesjährigen Hafenspaziergang. Er betonte die besondere Bedeutung des Festes für die Stadt: „Der Hafenspaziergang steht ja eigentlich hervorragend für Toleranz und Vielfalt, das ist etwas, was unsere Stadt ganz stark ausmacht.“

Vor allem sei die Veranstaltung aber „ein Ort des Engagements und des Ehrenamtes“ und damit angesichts der kommenden Herausforderungen wichtiger denn je.
Denn mit Blick auf die angespannte Haushaltssituation der Stadt, die Einsparungen zwischen 125 und 160 Millionen Euro erforderlich macht, kündigte Kalouti an: „Wir werden mit Sicherheit nicht an unserer Zukunft sparen, wir werden nicht an dem sparen, was Dortmund ausmachen wird.“
Ein neuer Investor bringe 14 Millionen Euro in den Hafen. „Der Hafen als Ort des Aufbruches ist ein Ort der Zuversicht, der Sicherheit für die Zukunft“, sagte Kalouti.
Bezirksbürgermeisterin Hannah Rosenbaum verwies zugleich auf den Aufwand hinter dem Fest: „So ein Fest wie der Hafenspaziergang passiert nicht von alleine, da steckt ein Jahr lange Arbeit drin. Ich glaube, vor dem Hafenspaziergang ist nach dem Hafenspaziergang.“
Eine positive Bilanz: Begeisterung für klein und groß
Beim Spazieren durch das Hafengebiet war die Stimmung ausgelassen. Etliche Familien, Freundesgruppen aber auch BVB-Fans, die vor dem Stadion noch Hafenluft schnuppern wollten, strömten durch die Speicherstraßen. Neben Dosenwerfen, verschiedensten Infoständen und Livemusik aller Art, konnten die Besucher:innen in die Nordstadt eintauchen und dabei allerlei entdecken. „Es ist für jeden etwas dabei, egal ob klein oder groß“, erzählt eine Besucherin begeistert, die mit ihrer Familie zum ersten mal das Fest besuchte.

Auch Theresa Ramlau vom Quartiersmanagement zieht zur Halbzeit des Hafenspaziergangs eine positive Bilanz. „Man sieht’s an der Sonne, der Tag läuft gut, wir konnten im Trockenen aufbauen, es sind schon ganz viele Besucher:innen da“.
Ihr persönliches Highlight sei dabei vor allem die Vielfalt des Festes: „Wenn Menschen auf einen zukommen und sagen, dass man die Nordstadt von einer anderen Seite erleben kann“, freue sie sich besonders.
Auch dass zeitgleich andere Großveranstaltungen wie ein BVB-Spiel stattfinden, habe keine Sorgen bereitet. Viele Besucher:innen würden die verschiedenen Angebote miteinander verbinden und sich mehrere Veranstaltungen anschauen. Obwohl der diesjährige Hafenspaziergang erst stattfand, beginnen die Planungen für das nächste Hafenfest bereits Anfang des kommenden Jahres.
Bienen, Krabben, Kunst aus Mathebüchern: Das ging im Depot
Auch im Kulturort Depot herrschte am Hafenspaziergang reger Betrieb. Beim „Open House“ öffneten von 15 bis 20 Uhr die im Depot ansässigen Ateliers, das Theater, der Italienverein und die Nordstadtblogger-Redaktion ihre Türen.

Unter dem Motto „Großes Krabbeln“ drehte sich dabei vieles um Insekten und andere kleine Lebewesen. Zahlreiche Workshops luden zum Mitmachen ein. Darunter Experimentieren mit Bienenwachs und Farbe.
Auch die Welt der Wildbienen wurde thematisiert. Im Innenhof informierten Mitglieder:innen des Lehrbienenstands Rombergpark über die Bedeutung der Tiere und bauten gemeinsam mit Besucher Nisthilfen.
Der Imker Uwe König hatte zwar mehr Andrang erwartet, war aber alles in allem dennoch sehr zufrieden mit dem Tag. Auch seine Imker Kollegin Estha Saalmann spricht von einem gelungenen Tag. „Wir konnten ca. 20 Nisthilfen mit Jung und Alt und Menschen mit Beeinträchtigung erschaffen“, betonte sie. So wurde das „Open House“ zu einem Ort, an dem sich der Hafenspaziergang nicht nur anschauen, sondern an vielen Stellen auch selbst ausprobieren ließ.
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Der beliebte Hafenspaziergang geht in die 14. Runde: „50 Türen. 80 Erlebnisse. Ein Quartier.“










