
In Dortmund waren im Juli 40.913 Menschen arbeitslos gemeldet, 468 mehr als im Vormonat. Die Arbeitslosenquote stieg leicht auf 12,3 Prozent. Die Agentur für Arbeit führt den Anstieg auf saisonale Gründe zurück, er wiederhole sich jedes Jahr zu Beginn der Sommerferien.
Arbeitslosigkeit und Jugendarbeitslosigkeit steigen
Von den 40.913 Arbeitslosen waren 10.485 bei der Arbeitsagentur und 30.428 beim Jobcenter gemeldet. Die Arbeitslosenquote liegt bei 12,3 Prozent, nach 12,2 Prozent im Juli des Vorjahres. Für die Agentur allein beträgt sie 3,1 Prozent, für das Jobcenter 9,1 Prozent.

Zur Jahresmitte laufen viele befristete Verträge aus, zugleich beenden viele junge Menschen ihre Ausbildung. Entsprechend stieg die Zahl der arbeitslosen unter 25-Jährigen deutlich: 3.790 waren im Juli gemeldet, 307 mehr als im Vormonat. Die Jugendarbeitslosenquote liegt bei 10,9 Prozent.
„Wir sehen im Juli den für die Ferienzeit typischen Anstieg der Arbeitslosigkeit“, sagt Heike Bettermann, Vorsitzende der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Dortmund. Junge Fachkräfte meldeten sich nach dem Abschluss zunächst arbeitslos, die Chancen auf einen Berufseinstieg seien aber gut.
Aus Sicht des Jobcenters zeigt der Arbeitsmarkt ein gemischtes Bild. Die Zahl der Arbeitslosen im Grundsicherungsbezug stieg um 178 Personen, so Geschäftsführerin Stephanie Krömer. Zugleich hätten 795 Menschen ihre Arbeitslosigkeit durch eine neue Beschäftigung beendet.
Ausbildungsmarkt läuft auf Hochtouren
Auf dem Stellenmarkt gab es im Juli etwas mehr Bewegung. Dem Arbeitgeber-Service der Agentur wurden 746 neue Stellen gemeldet, 113 mehr als im Vormonat. Im Bestand waren 4.025 offene Stellen, 52 mehr als im Juni, aber 15 weniger als vor einem Jahr.
Die meisten offenen Stellen entfallen laut Agentur auf die Bereiche Verkauf, Erziehung und Sozialarbeit, Lagerwirtschaft, Fahrzeugführung sowie Altenpflege und Büro. In der Unterbeschäftigung, die auch Menschen in Maßnahmen erfasst, wurden 49.455 Personen gezählt, 55 mehr als im Vormonat.
Anders als der Arbeitsmarkt läuft der Ausbildungsmarkt weiter auf Hochtouren. Seit Beginn des Berichtsjahres wurden 3.476 Ausbildungsstellen gemeldet, 220 weniger als im Vorjahr. Davon sind noch 1.339 unbesetzt.
Zugleich haben sich seit Oktober 3.187 Jugendliche als Bewerberinnen und Bewerber gemeldet, 5 Prozent weniger als im Vorjahr. 1.090 von ihnen suchen noch einen Platz. Die Agentur wirbt dafür, sich weiter zu bewerben, und verweist auf freie Stellen in vielen Bereichen.
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