
Mehr als 57.000 Fachleute aus 176 Ländern kamen zum 13. World Urban Forum (WUF13) der Vereinten Nationen in Baku, der Hauptstadt von Aserbaidschan, zusammen. Im Mittelpunkt standen bezahlbares Wohnen, soziale Teilhabe und Klimaanpassung in wachsenden Städten. Auch die Stadt Dortmund brachte ihre Erfahrungen ein und stellte eigene Ansätze international vor. Gleichzeitig nutzte die Delegation das Forum, um neue Partnerschaften zu knüpfen und bestehende Kooperationen zu vertiefen.
Dortmund bringt Erfahrungen in globale Debatte ein
Das World Urban Forum (WUF13) gilt als wichtigste internationale Konferenz für nachhaltige Stadtentwicklung. Unter dem Leitthema „Housing the World: Safe and Resilient Cities and Communities“ wurde diskutiert, wie Städte Wohnraum schaffen und gleichzeitig Klima- und Sozialziele verbinden können.

Die Stadt Dortmund war mit einer Delegation vor Ort vertreten. Mehr als 57.000 Teilnehmende aus 176 Ländern kamen in Baku zusammen, um über Lösungen für die Wohnungsfrage zu sprechen. Für Dortmund reisten Bau- und Infrastrukturdezernent Arnulf Rybicki, Martin van der Pütten, Wohnungsmarktkoordinatorin Lisa Haag sowie Ayan Huseynova (Referentin für Städtediplomatie) nach Baku. Mit dabei war auch Joshua Tetteh-Nortey, Planungsdirektor aus Dortmunds Partnerstadt Kumasi in Ghana.
Unterstützt wurde die Reise durch die Servicestelle Kommunen in der Einen Welt (SKEW) mit Mitteln des Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ).
Fachbeiträge zu Wohnen, Klima und Stadtentwicklung
Die Dortmunder Delegation beteiligte sich an fünf Fachveranstaltungen des Forums. Im Mittelpunkt standen dabei der Austausch zu bezahlbarem Wohnen, Klimaanpassung und nachhaltiger Stadtentwicklung.

Vorgestellt wurden unter anderem das Schwammstadt-Konzept und weitere naturbasierte Ansätze vor, die Klimaschutz, Klimaanpassung und Wohnungsbau miteinander verbinden.
Außerdem berichteten Dortmunder Vertreterinnen und Vertreter über Wege, Wohnraum zu schaffen, die Zusammenarbeit zwischen Kommunen und staatlichen Ebenen zu verbessern und internationale Partnerschaften für die Stadtentwicklung zu nutzen.
Internationale Partnerschaften und gemeinsame Perspektiven
Ein besonderer Fokus lag auf dem Austausch mit Partnerstädten und internationalen Organisationen. Gemeinsam mit der Partnerstadt Kumasi präsentierte Dortmund erste Ideen für eine stärkere Zusammenarbeit beim Thema Wohnen.

Weitere Gespräche führten die Dortmunder Delegierten unter anderem mit dem BMZ, der Deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ), dem Deutschen Institut für Urbanistik (DIfU), dem indischen Wohnungs- und Stadtentwicklungsministerium, den Städten Schytomyr und Den Haag, der OECD, ICLEI Europe sowie UN-Habitat.
Ein wichtiges Ergebnis des Forums: Städte brauchen starke Partner auf allen politischen Ebenen, um die Wohnungsfrage zu lösen. Gleichzeitig zeigte sich, dass erfolgreiche Lösungen immer an die jeweiligen örtlichen Bedingungen angepasst werden müssen.
Impulse für Dortmund und seine Partnerstädte
Für die Stadt Dortmund liefert das Forum wichtige Anregungen für die Arbeit in den Bereichen Wohnen, Klimaanpassung und internationale Zusammenarbeit. Besonders der Austausch mit den Partnerstädten Kumasi und Schytomyr soll weiter vertieft werden. Das Thema Wohnen wird deshalb auch bei einer anstehenden Delegationsreise nach Schytomyr im Juni eine wichtige Rolle spielen.
Das World Urban Forum diente zudem als Zwischenbilanz der „New Urban Agenda“ der Vereinten Nationen. Das Abschlusspapier „Baku Call to Action“ fordert mehr Einsatz für das Menschenrecht auf Wohnen sowie eine engere Zusammenarbeit von Städten, Staaten und internationalen Organisationen. Die dort vereinbarten Ziele sollen bis zum nächsten World Urban Forum 2028 in Mexiko weiter vorangebracht werden.

