Der Defense Innovation Summit NRW zeigt Potenziale der Verteidigungswirtschaft auf

Plattform für DefenseTech- und Dual-Use-Technologien in Dortmund

Blick in den Veranstaltungsraum
Zur Summer Edition des Defense Innovation Summit NRW in der IHK zu Dortmund kamen zahlreiche Besucher:innen. Foto: IHK zu Dortmund/Oliver Schaper

Rund 300 Vertreter:innen aus Wirtschaft, Wissenschaft, Politik und Startup-Szene haben sich im jetzt bei der Summer Edition des Defense Innovation Summit NRW in Dortmund über aktuelle Entwicklungen in der Sicherheits- und Verteidigungswirtschaft ausgetauscht. Im Mittelpunkt standen dabei DefenseTech- und Dual-Use-Technologien. Neben Fachvorträgen und Diskussionen bot der Summit auch Raum für Vernetzung und Kooperationen.

Austausch zu Innovationen, Märkten und Kooperationen

Die Veranstaltung wurde vom DefenseTech-Inkubator.NRW in enger Zusammenarbeit mit den Ruhr-IHKs organisiert. Im Mittelpunkt standen dabei neue DefenseTech- und Dual-Use-Technologien sowie deren Bedeutung für die technologische Souveränität und Resilienz Deutschlands und Europas. Das Programm bot ein breites Spektrum an Formaten – darunter Fachvorträge, Diskussionsrunden, eine Startup-Expo sowie verschiedene Networking-Möglichkeiten. Inhaltlich ging es vor allem um technologische Innovationen, neue Marktchancen und die Zusammenarbeit zwischen Startups, etablierten Unternehmen, Forschungseinrichtungen und der öffentlichen Hand.

Ehrich spricht ins Mikrofon
Wulf-Christian Ehrich, stellvertretender Hauptgeschäftsführer der IHK zu Dortmund. Foto: IHK zu Dortmund/Oliver Schaper

„Dass der Defense Innovation Summit NRW in Dortmund stattfindet, ist für uns ein starkes Signal“, hatte Wulf-Christian Ehrich, stellvertretender Hauptgeschäftsführer der IHK zu Dortmund, im Vorfeld betont. Das Ruhrgebiet hat sich über Jahrzehnte als industrielles Rückgrat Deutschlands bewährt und steht heute erneut an einem Wendepunkt – diesmal mit dem Anspruch, Sicherheits- und Verteidigungstechnologien aus einer Hochburg der industriellen Transformation heraus zu gestalten.“

Ehrich erinnerte in seiner Begrüßung daran, dass sicherheitspolitische Themen nach dem Ende des Kalten Krieges lange Zeit an Bedeutung verloren hätten. Heute stelle sich die Lage anders dar. Die IHKs verstünden sich deshalb bewusst als Plattform für den Austausch zwischen Konzernen, Mittelstand, Startups, Wissenschaft, Bundeswehr, Blaulichtorganisationen und Politik.

Land NRW setzt auf Vernetzung und neue Technologien

Podiumsgast Paul Höller, Staatssekretär im Ministerium für Wirtschaft, Industrie, Klimaschutz und Energie des Landes Nordrhein-Westfalen, unterstrich die Rolle des Landes bei der Entwicklung neuer Sicherheits- und Verteidigungstechnologien: „Als bedeutender Industriestandort mit einer breiten Basis innovativer Unternehmen – vom forschungsstarken Mittelstand bis hin zu einer dynamischen Startup-Szene – trägt Nordrhein-Westfalen Verantwortung: wirtschaftlich, technologisch und sicherheitspolitisch.“ Mit dem neuen Cluster Defence.nrw, das im Rahmen der Veranstaltung vorgestellt wurde, sowie dem Defence Round Table bündelt das Land NRW laut Höller die Aktivitäten und vernetzt Wirtschaft, Wissenschaft und Politik.

Höller am Podium
Paul Höller, Staatssekretär im Ministerium für Wirtschaft, Industrie, Klimaschutz und Energie des Landes Nordrhein-Westfalen. Foto: IHK zu Dortmund/Oliver Schaper

Zu den Programmhöhepunkten zählten unter anderem Fachimpulse zur Bedeutung von künstlicher Intelligenz und autonomen Systemen in der modernen Kriegsführung, fachliche Ratschläge in Sachen Marktzugang für Unternehmen, die bislang noch nicht im Defense-Bereich tätig sind, sowie eine hochkarätig besetzte Podiumsdiskussion zur Zukunft des europäischen DefenseTech-Ökosystems.

Auf der begleitenden Startup-Expo präsentierten die acht Startups des ersten Inkubator-Batches innovative Lösungen aus den Bereichen Cybersecurity, Drohnenabwehr, Quantensicherheit, maritime Überwachung und KI-basierte Sicherheitsanalysen. Auch zahlreiche etablierte Unternehmen – viele davon aus Dortmund und seit vielen Jahren in der Sicherheits- und Verteidigungsindustrie aktiv – waren vor Ort vertreten. Die Beteiligung von etablierten Mittelständlern wie Dolezych, Startups wie Cybersense sowie Forschungseinrichtungen wie dem Fraunhofer IML verdeutlichte die wirtschaftliche Bandbreite des Themenfelds.

Positives Fazit und weitere Veranstaltungen geplant

Ein positives Fazit zog Inkubator-Leiter Peter Hornik: „Die sicherheitspolitische Zeitenwende ist auch eine industriepolitische Zeitenwende. In Nordrhein-Westfalen verfügen wir über eine einzigartige Kombination aus weltweit führendem Mittelstand, exzellenter Forschungslandschaft und einer hochdynamischen Startup-Szene.“

Hornik spricht zum Publikum
Inkubator-Leiter Peter Hornik. Foto: IHK zu Dortmund/Oliver Schaper

Der Summit mache diese Stärke sichtbar und bringe die Akteure zusammen, die neue Technologien in marktreife Lösungen überführen.

Weitere Veranstaltungen dieser Art befinden sich bereits in Planung. Zudem weist die IHK zu Dortmund auf einen gemeinsam mit dem Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe erarbeiteten Vorsorgeplan hin, der Unternehmen Informationen und Empfehlungen für eine resilientere Aufstellung bietet.

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