Keller des „Heimathafen Nordstadt“ soll fertig werden: Stadt plant Weiterleitung von Mitteln

Wasserschaden von 2023 schränkt Angebote und geplante Nutzungen ein

Außenansicht des Gebäudes
Der Keller des „Heimathafen Nordstadt“ ist seit einem Wasserschaden nicht nutzbar. Die Stadt plant deshalb, 700.000 Euro für die Fertigstellung bereitzustellen. Foto: Andreas Buck

Der Keller des Bildungs- und Beratungshauses „Heimathafen Nordstadt“ ist seit einem Wasserschaden im Jahr 2023 nicht nutzbar. Damit sich dies zeitnah ändert, plant die Stadtverwaltung, 700.000 Euro an die Stiftung Soziale Stadt weiterzuleiten. Die Maßnahme ist Teil eines bereits geförderten Stadterneuerungsprojekts im Hafenquartier Speicherstraße.

Heimathafen belebt das neue Hafenquartier

Der „Heimathafen Nordstadt“ wurde im Mai 2024 offiziell eröffnet und ist ein wichtiger Baustein im neuen Hafenquartier Speicherstraße. Als gemeinnützige Einrichtung beherbergt er verschiedene Beratungs- und Netzwerkangebote der Grünbau gGmbh und die Lerngastronomie „Nansen“. Die Angebote haben sich in den vergangenen Jahren gut etabliert.

Als Treffpunkt und Ort der Unterstützung leistet der „Heimathafen Nordstadt“ daher einen wichtigen Beitrag zur Belebung des Quartiers und zur Stärkung der Menschen in der Nordstadt.

Bauherrin und Erbpachtnehmerin der historischen Immobilie ist die Stiftung Soziale Stadt. Die Stadt Dortmund hat aber im Rahmen eines geförderten Stadterneuerungsprojekts rund ein Viertel der Umbaukosten übernommen.

Einschränkungen durch fehlende Kellerräume

Aufgrund des Wasserschadens kurz vor Fertigstellung und der langwierigen Ursachenklärung ist der Keller bislang nicht regulär in Betrieb. Dadurch ergeben sich Einschränkungen für Nutzer:innen, Gäste und Mitarbeitende.

Außenansicht des Gebäudes
Der im Mai 2024 offiziell eröffnete „Heimathafen Nordstadt“ ist ein wichtiger Baustein des neuen Hafenquartiers Speicherstraße. Foto: Andreas Buck

Zum anderen verhindert es die von Anfang an geplante Nutzung des Heimathafens durch „Dortmund Musik“. Die Sachlage rund um den Schaden ist inzwischen abschließend erfasst, eine Behebung wäre rechtlich möglich.

Doch der Stiftung Soziale Stadt fehlen angesichts ausstehender Schadensregulation durch die Versicherungen die Mittel dazu. Den Wasserschaden endgültig zu beheben, wird 350.000 Euro kosten. Weitere ebenfalls 350.000 Euro werden benötigt, um den noch ausstehenden Endausbau im Gebäude und an der Bestandsmauer im Außenbereich vorzunehmen.

Stadt plant 700.000 Euro zur vollständigen Fertigstellung

Die Stadtverwaltung schlägt daher vor, insgesamt 700.000 Euro an die Stiftung weiterzuleiten, um das Gebäude endlich vollständig nutzbar zu machen. Bislang hat die Stadt für das Stadterneuerungsprojekt rund 2,31 Millionen Euro bezahlt.

Das sind rund 380.000 Euro weniger als beim Ratsbeschluss zur jüngsten Kostenerhöhung im März 2023 angenommen, da die Stadt etwas mehr Fördermittel einwerben konnte als erwartet.

Der Großteil der bislang angesetzten Gesamtkosten von 9,97 Millionen Euro wurde aus Mitteln des Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung (EFRE) und der Städtebauförderung von Bund und Ländern finanziert.

Unterstütze uns auf Steady

Mehr dazu auf Nordstadtblogger:

Stein auf Stein saniert: Heimathafen öffnet seine Räume für Beratung, Bildung und Begegnung

 

Reaktion schreiben

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert