
2026 stehen keine Wahlen in Dortmund an? Falsch gedacht: Dortmund könnte Gastgeber der Olympischen und Paralympischen Spiele 2036, 2040 oder 2044 werden. Ob sich die Stadt an der gemeinsamen Bewerbung der Region Köln/Rhein-Ruhr beteiligen soll, bestimmen die Bürger:innen. Der Ratsbürgentscheid findet am 19.April 2026 statt.
In Dortmund sollen Fußball- und Handballspiele stattfinden
Die Stadt Dortmund sieht sich für eine mögliche Teilnahme gewappnet. Über 500 Sportvereine, der Signal Iduna Park als größtes Fußballstadion Deutschlands sowie die Westfalenhallen bieten eine Grundlage für internationale sportliche Wettbewerbe.

Vorgesehen ist, dass in Dortmund Fußball- und Handballspiele stattfinden. Die Stadt verfügt über große Erfahrung in der Ausrichtung bedeutender Veranstaltungen und über kurze Wege zwischen den Spielorten. ___STEADY_PAYWALL___
Eine erfolgreiche Teilnahme könnte sowohl für Dortmund als auch für die gesamte Region zahlreiche positive Effekte haben. Die Wirtschaft könnte gestärkt, innovative Projekte von Unternehmen, Start-ups und Hochschulen vorangebracht und bestehende Sportstätten nachhaltig genutzt werden.
Mit „Ja“ oder „Nein“ über Olympia-Teilnahme abstimmen
Auch gesellschaftlich wären Impulse möglich, so die Stadt Dortmund, etwa für Integration, Gleichberechtigung und die Förderung von Sport und Bewegung. Langfristig könnte Dortmund durch touristische, infrastrukturelle und wirtschaftliche Entwicklungen profitieren und international an Sichtbarkeit gewinnen.

Die Kosten für die Durchführung des Ratsbürgerentscheids liegen bei rund 1,2 Millionen Euro. Davon übernimmt das Land Nordrhein-Westfalen 85 Prozent. Der verbleibende Eigenanteil der Stadt Dortmund in Höhe von rund 180.000 Euro wird aus dem bestehenden Haushalt gedeckt.
Alle Wahlberechtigten erhalten ihre Unterlagen vier Wochen vor dem Ratsbürgerentscheid per Post, eine Beantragung ist nicht nötig. Es werden keine Wahllokale geöffnet. Die Abstimmung kann mit „Ja“ oder „Nein“ beantwortet werden. Die ausgefüllten Abstimmzettel können bequem per Post zurückgeschickt werden.
Wahlberechtigt sind alle Dortmunderinnen und Dortmunder, die am Tag der Abstimmung mindestens 16 Jahre alt sind, die deutsche oder eine EU-Staatsangehörigkeit besitzen und seit mindestens 16 Tagen vor dem Abstimmungstermin in Dortmund wohnen. Die Wahlberechtigten müssen nicht an die Wahlurne: Die Abstimmung erfolgt ausschließlich per Briefwahl.
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Reaktionen
Klaus Waller
Gibt es tatsächlich keine Gegenargumente gegen eine solche Veranstaltung in einer Stadt, die es finanziell nicht einmal schafft, ihr Straßennetz in einen befahrbaren Zustand zu versetzen?
Kampagne für Olympische und Paralympische Spiele in KölnRheinRuhr startet mit Projektion und Promis am Dortmunder U (PM)
Für Olympia bewerben, aber nur mit Zustimmung der vier Millionen Menschen im Land: Am 19. April gibt es die Abstimmung, jetzt am Montag, 19. Januar, startet die Informationskampagne dazu mit der Enthüllung des Logos und prominenten Gästen am Dortmunder U.
17 Städte an Rhein und Ruhr bewerben sich gemeinsam um die Austragung der Olympischen und Paralympischen Sommerspiele für das Jahr 2036, 2040 oder 2044. Um die Menschen in Nordrhein-Westfalen im Vorfeld des Bürgerentscheids bestmöglich zu informieren, startet jetzt eine breitangelegte Kampagne. Am Montag, 19. Januar, wird um 17:20 Uhr in Köln, Düsseldorf, Essen und am Dortmunder U in großflächigen Projektionen das Logo für die Kampagne enthüllt.
Ministerpräsident Hendrik Wüst wird zeitgleich bei einer Pressekonferenz in der Kölner Lanxess-Arena symbolisch einen Knopf drücken, worauf die Licht-Installationen am Römisch Germanischen Museum in Köln, am Schauspielhaus in Düsseldorf, am Dortmunder U und an der Zeche Zollverein in Essen starten werden. Über einen QR-Code sollen sich alle an der Installation beteiligen können, indem sie einen eigenen Satz zu Olympia hochladen, der dann an den Gebäuden erscheint.