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Zusammenschluss von 26 Erinnerungsorten zieht Bilanz: „Das Interesse an NS-Gedenkstätten in NRW steigt unverändert“

Mahn- und Gedenkstätte Steinwache

Das ehemalige Gestapo-Gefängnis Steinwache ist heute eine Mahn- und Gedenkstätte. Foto: Alex Völkel

Das Interesse an NS-Gedenkstätten in NRW steigt unverändert – das konnte der Vorstand des Arbeitskreises der NS-Gedenkstätten und –Erinnerungsorte in NRW e.V. erfreut feststellen. Im Jahr 2015 haben rund 278.000 Personen die Nordrhein-Westfälischen NS-Gedenkstätten und -Erinnerungsorte besucht. Diesen Wert erhob der Arbeitskreis unter den 26 Gedenkstätten und Erinnerungsorten, die sich in dem Verein zusammengeschlossen haben.

Insgesamt rund 5.700 durchgeführte Führungen und Seminare in den NS-Gedenkstätten

Der neu gewählte Vorstand: Dr. Stefan Mühlhofer, Kirsten John-Stucke, Hildegard Jakobs, Prof. Dr. Alfons Kenkmann, Dr. Werner Jung, Dr. Norbert Reichling, Dr. Claudia Arndt und Dr. Ulrike Schrader (auf eigenen Wunsch ausgeschieden); es fehlt Clemens Heinrichs.

Der neu gewählte Vorstand: Dr. Stefan Mühlhofer, Kirsten John-Stucke, Hildegard Jakobs, Prof. Dr. Alfons Kenkmann, Dr. Werner Jung, Dr. Norbert Reichling, Dr. Claudia Arndt und Dr. Ulrike Schrader.

Die Erinnerungslandschaft Nordrhein-Westfalens zeichnet sich durch eine dezentrale Struktur in kommunaler bzw. ehrenamtlicher Trägerschaft aus, die auch mit Hilfe eines vom Arbeitskreis der NS-Gedenkstätten gemeinsam mit der Landeszentrale für politische Bildung abgestimmten Förderprogramms des Landes NRW eine entsprechend vielfältige und binnendifferenzierte Praxis in der historisch-politischen Bildung entfaltet.

Insgesamt rund 5.700 durchgeführte Führungen und Seminare, von denen über 70 Prozent auf Schülerinnen und Schüler entfallen, sind ein eindrucksvoller Beleg für die qualitativ hochwertige Arbeit der Gedenkstätten und Erinnerungsorte des Landes sowie die Wichtigkeit der angebotenen Themen.

Prof. Dr. Alfons Kenkmann begrüßt dieses hohe Interesse gerade auch von Schulen an den Angeboten der Gedenkstätten und bekräftigt die Bedeutung der historisch-politischen Bildungsarbeit: „Historische Orientierung für den Lauf in die Zukunft zu geben, ist in Zeiten von Pegida und AfD wichtiger denn je.“

 Rund 830 Veranstaltungen wie Vorträge oder Lesungen stoßen auf reges Interesse

Auch die rund 830 Veranstaltungen wie Vorträge oder Lesungen stoßen auf reges Interesse. Zunehmend gefragt sind auch die Sammlungsbestände der Gedenkstätten. Dies belegen die über 1.350 Rechercheanfragen, die oft in Zusammenhang mit Familiengeschichte, Fach- oder Seminararbeiten und Forschung stehen.

Das alles wäre ohne das große, weit über das Normale hinausgehende Engagement der Menschen, die für die Gedenkstätten arbeiten, nicht möglich. Viele davon machen die anfallende Arbeit ehrenamtlich oder gegen bescheidene Honorare; alleine elf der 26 Gedenkstätten arbeiten ausschließlich ehrenamtlich, sechs weitere haben weniger als zwei feste wissenschaftlich-pädagogische Mitarbeiter. Ihnen allen gebührt an dieser Stelle ein Dank für die geleistete Arbeit.

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