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Stadt Dortmund und Emschergenossenschaft unterschreiben Zukunftsvereinbarung: „Wasser in der Stadt von morgen“

Dr. Uli Paetzel, Vorstandsvorsitzender der Emschergenossenschaft und OB Ullrich Sierau. Foto: Stadt Dortmund/Anja Kador

Dr. Uli Paetzel, Chef der Emschergenossenschaft und OB Ullrich Sierau. Foto: Stadt Dortmund/Anja Kador

Von Joachim vom Brocke

„Hier haben wir die Chance, in der Stadt vorbildlich zu werden“, freute sich OB Ullrich Sierau. Dortmunds Oberbürgermeister und Dr. Uli Paetzel, Vorstandsvorsitzender der Emschergenossenschaft, unterschrieben eine Kooperationserklärung zum Thema „Wasser in der Stadt für morgen“.

Daten können Aufschluss über Grundwasserspiegel geben

Aus der reinen Absichtserklärung der Emscherkommunen und des Landes NRW, die aus dem Jahr 2014 stammt, ist nun eine feste Kooperationserklärung geworden. Im Zentrum der Zukunftsinitiative stehen die Handlungs- und Gestaltungsperspektiven, die mit dem Leitbild der „Integralen Wasserwirtschaft“ und einer wassersensiblen Stadt- und Quartiersentwicklung verbunden sind.

Die Vorteile schilderte Dr. Uli Paetzel: „Die Zukunftsinitiative führt Themen wie Wasserwirtschaft, Stadtentwicklung, Freiraumplanung, Klimaanpassung und Straßenbau enger zusammen“. Beispiel: Wird in einer Straße die Fahrbahn saniert, muss automatisch mutgeklärt werden, ob es sich nicht lohnt, im Rahmen dieser Maßnahme auch gleich ohnehin anstehende Kanalbauarbeiten durchzuführen, um Mehrkosten zu vermeiden.

Umgang mit Regenwasser ist ein Leitthema

Die zur Verfügung stehenden Daten könnten darüber hinaus Aufschluss darüber geben, wie der Grundwasserspiegel in der Straße aussieht und ob im Zuge der Kanalbaumaßnahme nicht auch Grundwasserdrainagen gelegt werden sollten um nasse Keller zu vermeiden. Für OB Sierau habe der Emscherumbau in Dortmund eindrücklich gezeigt, „welcher Motor Wasser für die Stadt- und Freiraumentwicklung ist“.

Demographischer Wandel und der Klimawandel verändern Zielrichtungen in der Siedlungsentwicklung und stellen die Region vor neue Herausforderungen. Diese Anforderungen müssen die Planungen aller Beteiligten in der Region in abgestimmten Prozessen ausgewogen berücksichtigen und zukunftsfähig zu halten. Der Umgang mit dem Regenwasser als Bestandteil der integralen Wasserwirtschaft in Siedlungsgebieten ist ein Leitthema für alle Ziele.

In Dortmund bereits etliche Projekte umgesetzt

Die Zukunftsinitiative „Wasser in der Stadt von morgen“ baut auf der „Zukunftsvereinbarung Regenwasser“ auf, die die Emschergenossenschaft 2005 mit den Emscherkommunen und dem Land NRW auf den Weg gebracht hatte.

In Dortmund sind seitdem zahlreiche Projekte umgesetzt worden. Beispiele: Die Ergebnisse einer interdisziplinären Studienarbeit haben die Uni Dortmund dazu bewegt, einen Teil der Dach- und Wegeflächen von der Kanalisation abzukoppeln. Das Regenwasser wird nun zu einem Teich auf dem nördlichem Campus geleitet, wo es versickern kann.

Bei der Daimler AG werden die Abflüsse von rund 3600 Quadratmeter Dachfläche einer Regenwassernutzungsanlage zugeführt. Das Regenwasser kann für die Toilettenspülung innerhalb und außerhalb des Gebäudes sowie für die Fahrzeugberieselung im Neuwagenbereich genutzt werden.

Mehr Informationen:

·Weitere Beispiele gibt es auf www.emscher-regen.de unter Projekte. 

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