Einblick in die Schaffensprozesse von Kunstwerken

Teresa Crawford Cabral präsentiert „Resümee“ in der Galerie Torhaus Rombergpark

Die Ausstellung „Resümee“ wird am Sonntag eröffnet und ist bei freiem Eintritt bis zum 24. April zu sehen. Foto: Peter Lutz Fotodesign

Unter dem Titel „Resümee“ gewährt Künstlerin Teresa Crawford Cabral dem Publikum in der Galerie Torhaus Rombergpark Einblicke in unterschiedliche Schaffensphasen einiger ihrer Werke. Ein Kunstwerk hat immer ein Vorleben, welches sich in werkbegleitenden Skizzen und Studien ausdrückt. Aufgrund der jüngsten Ereignisse in der Ukraine, die uns alle beschäftigen und beunruhigen, hat die Künstlerin zudem das Bedürfnis gehabt spontan darauf zu reagieren. Die Ausstellung wird am Sonntag, den 3. April 2022, eröffnet. In der Zeit von 12 bis 16 Uhr ist die Künstlerin vor Ort und freut sich, mit den Gästen ins Gespräch zu kommen. Der Eintritt zur Ausstellung ist frei.

Ausstellung ist zur besseren Orientierung in fünf Bereiche unterteilt

Teresa Crawford Cabral ist am Sonntag in der Galerie vor Ort und freut sich, mit den Gästen ins Gespräch zu kommen.
Teresa Crawford Cabral ist am Sonntag in der Galerie vor Ort und freut sich, mit den Gästen ins Gespräch zu kommen. Foto: Peter Lutz Fotodesign

Um den Besucher:innen angesichts der unterschiedlichen Themen und Arbeitsphasen eine Orientierung zu geben, tragen die Wände im Torhaus fünf Titel.

So zeigt die Wand mit dem Titel „Brasil“ Arbeiten, die rund um ihren Aufenthalt in Bahia im Rahmen eines Stipendiums der Sacatar Foundation entstanden sind.

Die Wand „Ich packe meinen Koffer“ zeigt drei Werke aus der Serie, die insgesamt aus fünfzehn Gemälden besteht. Cabral thematisiert seit vielen Jahren Diaspora und Krieg. Die nächste Wand „Nichts als Ruinen“ lässt die Entstehung des gleichnamigen Gemäldes durch verschiedene vorangegangene Skizzen nachempfinden.

Foto: Peter Lutz Fotodesign

An der Wand gegenüber greift eine neue Ruinendarstellung, diesmal mit der Installation „Zerschlagenes Porzellan“ das Thema der Zerstörung wieder auf.

Der Zustand der Unsicherheit und das Entsetzen wiederholen sich in dem Bild „inside-outside“. Eine Kriegsszene, die aus einem Fenster heraus gesehen wird, zeigt die Blicke einer jungen und einer älteren Frau.

Im Kontrast dazu offenbart sich an der Wand „Affinities und andere schöne Dinge“ auch eine ganz andere Phase aus Cabrals Schaffen, das frei von Bedrückung ist.

Die Wand „Zerbrechlichkeit“ behandelt einen weiteren Aspekt. Angepasst an die Konstante dieser Ausstellung zeigt Cabral hier das Porträt älterer und gebrechlicher Menschen. Der Fokus richtet sich dabei auf ihren Künstlerkollegen Brian Parker. Dieses Porträt heißt „Metamorphosis“ und zeigt die Phase der Transformation – von hier nach dort. Die Transparenz der Haut, die sich langsam in Schmetterlinge verwandelt – ein mystisches Bad.

Die Ausstellung ist vom 3. bis 24. April im Torhaus am Rombergpark zu sehen

Die Künstlerin ist am 3. April in der Galerie anwesend, sowie am Freitag und Samstag, den 22. und 23. April jeweils von 12 bis 16 Uhr und freut sich mit den Besucher:innen ins Gespräch zu kommen.

Foto: Peter Lutz Fotodesign

Die Galerie Torhaus Rombergpark ist dienstags bis samstagsvon 14 bis 18 Uhr, sonntags und feiertags von 10 bis 18 Uhr geöffnet, der Eintritt ist frei. Ein Rundgang durch die Ausstellung wird auch in der virtuellen Galerie präsentiert: virtuellegalerie-dortmund.de

Teresa Crawford Cabral studierte Kunst in der Ar.Co bei João Hogan und Philosophie an der Universität Lissabon. Später nahm sie ein Grafikdesignstudium in der Fachhochschule Dortmund auf. Seit 2008 unterrichtet sie Zeichnen und Malerei in der Ruhrakademie in Schwerte.

Der Aufstieg ihres künstlerischen Werdegangs erfolgte 2008 mit dem Kauf der Berardo Stiftung Lissabon von 176 Arbeiten, darunter sind 40 großformatige Gemälde. Lokal ist sie durch ihre Mitgliedschaft in der Dortmunder Gruppe verwurzelt.

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Reaktionen

  1. D. Brzostek

    Ich hoffe, die Dortmunder merken Mal, was für eine sensationelle und international geschätzte Künstlerin da in unserer Mitte lebt.

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