Interessierte können sich bis zum 4. Juli 2022 anmelden

Stadtteilrundgang begibt sich auf die Spuren rechter Gewalt in der Nordstadt

Eine der Stationen des Rundgangs wird der Mehmet Kubaşık-Platz sein. Der Dortmunder Kioskbesitzer wurde im April 2006 kaltblütig vom NSU erschossen.
Eine der Stationen des Rundgangs wird der Mehmet Kubaşık-Platz sein. Der Dortmunder Kioskbesitzer wurde im April 2006 kaltblütig vom NSU erschossen. Foto: Alexander Völkel für nordstadtblogger.de

Der Stadtteilrundgang unter dem Titel „Spuren der Gewalt. Rechte Gewalt, Opfer und Widerstand in der Nordstadt“ spannt einen Bogen von der Zeit des Nationalsozialismus bis zum heutigen Tag: Welche Orte in der Nordstadt haben eine gewaltvolle Geschichte? Welche Lehren können aus der Vergangenheit gezogen werden und welche Kontinuitäten bestehen bis heute?

Die Teilnahme am Stadtteilrundgang ist kostenlos

Grafik: Veranstalter

Start des Rundgangs ist die Gedenkstätte Steinwache: Hier wurden während des Nationalsozialismus mehr als 66.000 Menschen festgehalten und viele von ihnen misshandelt. Der Stadtteilrundgang findet am 9. Juli 2022 um 10.30 Uhr statt.

Die Teilnehmenden treffen sich vor der Mahn- und Gedenkstätte Steinwache auf der Nordseite des Dortmunder Hauptbahnhofs. Interessierte können sich bis zum 4. Juli 2022 per Mail unter gwo@planerladen.de, telefonisch unter 0231-833225 oder über eine Nachricht auf Instagram unter @nordstadttogo anmelden. Die Teilnahme ist kostenlos.

Rechte Gewalt, Opfer und Widerstand in der Nordstadt

Die Schleswiger Straße 40 erinnert an die Dortmunder Edelweiß-Piraten.
Die Fassade in der Schleswiger Straße 40 erinnert an die Dortmunder Edelweiß-Piraten. Archivfoto: Nordstadtblogger-Redaktion

Auf dem Weg über die Steinstraße sind die Teilnehmenden dazu eingeladen, die Stolpersteine zu entdecken, die an die Verschleppung und Ermordung verfolgter Personengruppen erinnern und die überall in der Nordstadt zu finden sind.

Als nächstes macht die Tour Halt am Kurt-Piehl-Platz. Piehl überlebte den Zweiten Weltkrieg und veröffentlichte mehrere Romane mit Erzählungen über den Widerstand der „Edelweißpiraten“. Zur Erinnerung an diese Gruppe wurde auch das Haus Schleswiger Straße 40 gestaltet. Danach führt der Rundgang zum Nordmarkt und zum Mahnmal für die „Schlacht am Nordmarkt“.

Anschließend der Sprung in das 21. Jahrhundert: Am Mehmet- Kubaşık-Platz richtet sich der Blick auf zeitgenössischen rechten Terror: Wer steckt hinter dem NSU, der den Mord an Mehmet Kubaşık verübte? Wer war Mehmet Kubaşık? Und wie erlebte seine Familie die Ermittlungen? Die Situation in der Nordstadt vor und nach dem NSU-Mord wird an diesem Ort ebenso thematisiert wie die Initiativen der Familie Kubaşık für das Gedenken an Mehmet Kubaşık.

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