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Sportcenter Chung: Die asiatischen Kampfkünste des Großmeisters faszinieren viele Nationen in der Nordstadt

Sportcenter Chung ist eine Einrichtung für asiatische Kampfsportarten in der Westerbleichstraße. In der Mitte Großmeister Chung. Foto: Klaus Hartmann

Sportcenter Chung ist eine Einrichtung für asiatische Kampfsportarten in der Westerbleichstraße. In der Mitte Großmeister Chung. Foto: Klaus Hartmann

Sie nennen ihn Meister. Doch das ist nicht ganz korrekt. Denn der Koreaner Chung Yong-Seok – Chung ist der Familienname, Yong-Seok der Vorname – ist Großmeister. Er ist Träger des 8ten Dan. Also ein wahrer Meister der asiatischen Kampfkunst.

Für Laien: Das sind acht Kategorien über dem Schwarzen Gürtel. Zwar ist theoretisch noch der 10te Dan zu erreichen – doch Träger des 9ten oder gar 10ten Dan gibt es nur sehr selten.

1983 hat der Großmeister seine Kampfkunst-Schule in der Nordstadt eröffnet

Großmeister Chung lehrt seinen Schülern in seinem Sportcenter die schwierige koreanische Kampfkunst Hap-Ki-Do sowie das traditionelle Tea-Kwon-Do – kurz TKD.

Die Schüler, die bereits den ersten, zweiten oder dritten Dan erreicht haben, dürfen dann auch gelegentlich selbst das Training leiten, werden dabei aber einfach mit Ihrem Vornamen angesprochen. Der Titel ‚Meister’ ist ausschließlich Trägern des 4ten Dan oder höher vorbehalten.

Einige Schüler von Großmeister Chung, die diese Stufe erreicht haben, haben inzwischen eigene Schulen in aller Welt eröffnet.

1983 hat der Großmeister seine Kampfkunst-Schule in der Nordstadt eröffnet. Mittlerweile ist er umgezogen. In die Westerbleichstraße. Aber er ist in der Nordstadt geblieben – zentral gelegen. Denn die Schüler kommen aus ganz Dortmund, aus Herdecke, Wetter, Recklinghausen oder auch Bochum.

Und genauso vielfältig wie die Wohnorte sind die Pässe der Schüler. „Wir haben Deutsche, Türken, Tunesier, Spanier, Polen, Vietnamesen, Indonesier oder Leute von den Philippinen“, sagt Meister Chung. „Und bei uns trainieren alle Altersgruppen.“

Fast alle kommen, weil sie von einem Großmeister unterrichtet werden wollen

„Ich war vorher in einem Verein. Das ist etwas ganz anderes. So gut wie die Koreaner können wir als Europäer meiner Meinung nach diese Kampfsportarten mit ihren über 3000 Techniken nie erlernen und auch nicht unterrichten“, sagte zum Beispiel Arndt, einer seiner Schüler.

Etwa 20 Kinder in weißen Kampfanzügen lauschen währenddessen den Anweisungen des Großmeisters. Es herrscht viel Disziplin im Sportcenter. „Aber den Kindern macht es enorm viel  Spaß“, berichtet Arndt, dessen Tochter ebenfalls in der Kindergruppe mittrainiert.

Die Kinder erlernen Tea-Kwon-Do. Oft auch auf Bitte der Eltern. Die mögen es, wenn sich ihre Kinder, vor allem die Mädchen, verteidigen können. Das gibt natürlich Selbstbewusstsein, auch den Frauen.

Denn beim Kampfsport kommt es vor allem auf die Technik an, und nicht nur auf die Kraft. Aber im Sportcenter geht es nicht nur darum, sondern auch um die Kontaktpflege,  natürlich um die Beweglichkeit, die Gesundheit und um die Konzentration.

 

HINWEIS:

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– Der Artikel von Claudia Behlau ist ein Beitrag aus dem Buch “Wir: Echt Nordstadt”.

– Das Buch mit 106 Gruppenportraits ist kostenlos beim Quartiersmanagement Nordstadt, Mallinckrodtstraße 56, 44147 Dortmund, erhältlich. (Mail: info@nordstadt-qm.de)

– Eine große Ausstellung mit Bildern und Texten zu  “Wir: Echt Nordstadt” ist bis Ende September 2015 am Big Tipi im Fredenbaumpark zu sehen.

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