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Radfahren in Dortmund: Startschuss für neue Sammel-Abstellanlagen für Fahrräder in Mengede und Aplerbeck 

Neben den Abstellanlagen in Mengede und Aplerbeck sind weitere am Rathaus und an vielen ÖPNV-Haltestellen geplant. Informationen zu Funktion und Bedienung gibt es online. Foto: Schön/Stadt Dortmund

Im Juni hat Oberbürgermeister Ullrich Sierau in Gegenwart von VertreterInnen der Ortspolitik, der Verwaltung und des Betreibers DSW21 die Anlage in Mengede, DB-Haltepunkt, der Öffentlichkeit vorgestellt. Es soll nicht bei diesen beiden Anlagen (Aplerbeck und Mengede) bleiben. Sie sind so etwas wie Prototypen für weitere Abstellanlagen in Dortmund. Im Rahmen des Förderprojektes Emissionsfreie Innenstadt wird eine größere Anlage (120 – 150 Abstellplätze) im Umfeld des Rathauses geplant. 

Weitere Anlagen am Rathaus und vielen ÖPNV-Haltestellen geplant

Ullrich Sierau bei der Vorstellung der Anlage in Mengede.

Darüber hinaus sollen an zahlreichen S-Bahn- und Regionalbahnhaltepunkten wie zum Beispiel Kley, Kruckel, Dortmund West, Westerfilde, Hörde Bahnhof, Sölde, Aplerbeck-Süd, Derne und Kirchderne, Asseln und an weiteren ÖV-Haltepunkten in den nächsten Jahren ähnliche Anlagen entstehen.

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Die Verwaltung bereitet ein Förderpaket vor, das in 2020 beantragt und in den Folgejahren nach und nach umgesetzt werden soll.Die verschiedenen Fahrradabstellanlagen haben jeweils ein elektronisches Schließsystem.

Der Zugang zu den Stellplätzen wird sowohl über eine systemeigene Zugangskarte (System-Chipkarte) als auch über die elektronischen Zeitkarten der VRR-Verkehrsunternehmen (VU-Chipkarte) sowie über das Smartphone (zum Beispiel PIN-Code) ermöglicht. Der elektronische Zugang über die VU-Chipkarten wird es einer relativ großen Kundengruppe ermöglichen, zwei Verkehrsträger (ÖPNV und Radabstellung) mit einer Chipkarte an Verknüpfungspunkten verschiedener Verkehrsträger zu bedienen.

Kundenorientierte flexible Nutzungsmöglichkeiten machen das Angebot attraktiv

Die Radabstellanlagen bedienen sowohl Dauermieter (Woche, Monat, Jahr) als auch Spontannutzer (zum Beispiel Tagesnutzung), die Aufteilung dieser Angebote erfolgt durch den Betreiber flexibel gemäß der Nachfrage vor Ort. Die Spontannutzung ist deshalb ein wichtiges Element des Projektes, da die Kunden mit einer Anmeldung im System die Radabstellanlagen in allen 15 Städten nutzen sollen. 

Online gibt es umfangreiche Infos zu Funktion und Bedienung. Foto: Screenshot

Die Kosten für die Nutzung der Radabstellanlagen liegen bei einem Euro pro Tag, fünf Euro pro Woche, zehn Euro pro Monat und 70, Euro pro Jahr. Den Betrieb der Sammelabstellanlagen in Dortmund übernimmt die DSW21 im Rahmen eines mit der Stadt Dortmund abgeschlossenen Betreibervertrages.

Die Funktion und die Bedienung der Anlagen werden auf der Internetseite detailliert erklärt. Außerdem gibt es ein Erklär-Video. Die Links für beide Inhalte befinden sich im Anhang des Artikels.

Ferner erteilen die DSW21 Auskunft. Erklärende Broschüren liegen ebenfalls aus.Eine Erweiterung des Betriebs- bzw. Nutzungssystems auf bestehende und zukünftige Abstellanlagen auf Dortmunder Stadtgebiet (auch die Anlage Hauptbahnhof) ist technisch möglich und auch vorgesehen.

Im Rahmen des Bundesförderwettbewerbes „Klimaschutz durch Radverkehr“ (Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit) wurden rund 1100 Fahrradstellplätze in 15 Städten des VRR-Gebietes an 62 Standorten errichtet. Ca. 900 dieser Stellplätze an 60 Standorten sind Bestandteil dieses Wettbewerbsverfahrens.

Ausführliche Informationen zu Funktion und Bedienung gibt es online

Die Finanzierung der Anlagen, die jetzt in Dortmund (Mengede und Aplerbeck) mit jeweils 40 Einstellplätzen (Doppelstockparker) fertig gestellt wurden, erfolgte aus bereitgestellten Fördergeldern des Wettbewerbes und aus städtischen Finanzmitteln. Die Kosten der Sammelabstellanlagen betragen pro Anlage rund 72.000 Euro (ohne Untergrundarbeiten). Der Eigenanteil der Stadt Dortmund beläuft sich pro Anlage auf ca. 26.500 Euro. Die Kosten für die erforderlichen Untergrundarbeiten durch die Stadt Dortmund betragen insgesamt für beide Anlagen etwa 120.000 Euro.

Weitere Informationen:

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