Nordstadtblogger

Projekt „KoopLab“ in Dortmund bietet den BewohnerInnen der Nordstadt die Chance, ihr Quartier kreativ mitzugestalten

Das KoopLab-Team: v.l. Dennis Zilske, Mona Wallraff, Florian Keppler, Ute Ellermann und Nils Hans. Fotos: Planerladen

Die Nordstadt ist der am dichtesten bebaute Stadtteil in Dortmund. Daher haben Freiräume wie Parks, Grünflächen oder öffentliche Plätze eine besondere Bedeutung für die Menschen. Das Projekt „KoopLab“ hat sich zum Ziel gesetzt, diese Freiräume gemeinsam mit Bewohnerinnen und Bewohnern zu entwickeln und zu gestalten. Hierfür hat das Projektteam eine Fläche im Blücherpark (Blücherstraße/Ecke Lessingstraße) ins Auge gefasst.

Freifläche im Blücherpark bietet Gelegenheit Neues entstehen zu lassen

Kartenansicht der Projektfläche.

„Es handelt sich um einen ehemaligen Spielplatz, der nicht mehr genutzt wird – die Spielgeräte wurden schon vor einiger Zeit abgebaut. Damit ist die Fläche ideal geeignet, um hier etwas Neues entstehen zu lassen“, erklärt Florian Keppler von der Koordinierungsstelle „nordwärts“ der Stadt Dortmund. 

Dabei geht es nicht darum, auf der Fläche lediglich neue Spielgeräte oder Sitzgelegenheiten aufzustellen. „Wir wollen diesen Teil des Blücherparks gemeinsam mit Bewohnerinnen, Bewohnern und Akteuren entwickeln. Alle können mitmachen, das Projekt ist offen für alle Altersgruppen“, so Mona Wallraff vom Institut für Landes- und Stadtentwicklungsforschung (ILS).

„Wichtigstes Ziel ist es, dass auf der Fläche und durch die dortigen Aktivitäten ein Mehrwert für die Bewohnerschaft entsteht“ ergänzt ihr Kollege Nils Hans. Neben der Stadt Dortmund und dem Forschungsinstitut wird das Projekt vom in der Nordstadt ansässigen Planerladen e.V. und dem Büro Freiraum- und Quartiersprojekte begleitet. 

Im September geht’s los – Die Kreativität der QuartiersbewohnerInnen ist gefragt

Die neu zu gestaltende Fläche in natura.

„Es soll nicht nur etwas entstehen, was den Wünschen der Menschen entspricht. Vielmehr sollen die Menschen aus dem Quartier selbst Teil des Projektes werden und mit unserer Unterstützung ihre eigenen Ideen in die Tat umsetzen“ beschreibt Dennis Zilske vom Planerladen e.V. die Vision von „KoopLab“. 

Ute Ellermann wird die BewohnerInnen bei der praktischen Umsetzung unterstützen. „Wir wollen zunächst bewusst offen halten, was konkret passieren wird. Der Kreativität sind keine Grenzen gesetzt und die Bedürfnisse des Quartiers stehen im Vordergrund“, betont die Landschaftsarchitektin. 

Zum offiziellen Start der Aktivitäten vor Ort wird im September eine Auftaktveranstaltung direkt auf der Fläche stattfinden. Mitwirken sollen dabei nicht nur die Bewohnerinnen und Bewohner, sondern alle, die im Quartier beruflich oder privat aktiv sind. Eine Einladung dazu wird nach den Sommerferien veröffentlicht. Das Projektteam freut sich auf eine rege Teilnahme aller Interessierten. 

Dreijähriges Förderprogramm, um Orte der Begegnungen im Quartier zu schaffen

Logo des Projektes „KoopLab“.

Das Projekt „KoopLab – Teilhabe durch kooperative Freiraumentwicklung in Ankunftsquartieren“ wird über das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) gefördert und hat eine Laufzeit von drei Jahren (01/2018 bis 12/2020). 

Es hat das Ziel, wohnungsnahe Grün- und Freiflächen zu gestalten und unter Einbeziehung lokaler AkteurInnen gemeinschaftlich zu entwickeln. Es sollen Orte der Begegnung geschaffen werden. Die gemeinsame Gestaltung von öffentlichen Freiräumen soll nicht nur einen Beitrag zur ökologischen Entwicklung im Stadtteil leisten, sondern darüber hinaus unterschiedliche Gruppen von Bewohnerinnen und Bewohnern zusammenbringen. 

Dabei wird die Projektumsetzung wissenschaftlich dokumentiert und begleitet und auf diese Weise ein Wissens- und Erfahrungstransfer sowie eine Verknüpfung von Wissenschaft und Praxis sichergestellt. 

Weitere Informationen:

Der Blücherpark als Projektstandort ist Teil der Gebietskulisse „Soziale Stadt Dortmund Nordstadt“. Durch die Qualifizierung der bestehenden Grünfläche trägt das Projekt zum „Leitziel: Lebenswerte Nordstadt“ des integrierten Handlungskonzepts bei. Zudem gliedert sich das Vorhaben in die „nordwärts“-Kulisse der Stadt Dortmund ein, wodurch entsprechende Synergien und eine Verstetigung über das Jahr 2020 hinaus ermöglicht werden. 

Mehr Informationen zum Projekt finden die LeserInnen online unter www.kooplab.de Weitere Fragen werden außerdem beantwortet von:

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