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„Nordwärts heißt vorwärts“: Viele kleine Leuchtfeuer statt Leuchtturmprojekte für den Dortmunder Norden

Stadtansicht Nordstadt Hafen CTD

Im Norden von Dortmund gibt es viel Entwicklungspotenzial.

Der OB will im Februar seine Vision „nordwärts“ vorstellen. Und die SPD-Fraktion will dazu viele Ideen und eigene Vorschläge beisteuern. „Nordwärts heißt vorwärts“ ist die Parole. Um sich selbst ein Bild zu machen, will die Fraktion mit allen Mitgliedern nach der Sommerpause alle Stadtbezirke bereisen – und mit den nördlichen beginnen.

Spaltung in Dortmund zwischen Nord und Süd verhindern

Denn klar ist: Die Spaltung zwischen Nord und Süd in Dortmund dürfe nicht noch tiefer werden, betont Fraktionschef Norbert Schilff. „Wir kennen die Vorlage des OB noch nicht. Aber für uns ist klar: Es kann nicht um Leuchtturmprojekte gehen. Wir brauchen viele kleine Leuchtfeuer im Norden.“

SPD stellt Arbeitsplätze in Industrie und Handwerk in den Mittelpunkt

SPD-Fraktionschef Norbert Schilff

SPD-Fraktionschef Norbert Schilff

Es wird ein Vorhaben für 15 bis 20 Jahre werden. Denn im Norden gibt es viele Flächen, die noch entwickelt werden können und müssen, beispielsweise das Areal des Kraftwerks Knepper. Dabei wird die SPD allerdings ganz klar eine auf Industrie und Arbeitsplätze ausgerichtete Politik betreiben.

„Knepper ist eine Industriefläche und wird auch eine bleiben“, schlägt Schilff schon mal Eckpfeiler ein. „Wir können nicht hinter jedem Querulanten und jeder Bürgerinitiative herlaufen“, schiebt der SPD-Fraktionschef nach.

„Wir reden mit ihnen und nehmen ihre Sorgen ernst. Aber die Industriefeindlichkeit geht mir richtig auf die Nerven. Dortmund braucht aber Arbeitsplätze im Handwerk und der Industrie.“

Nachwuchsförderung und bessere Bildungschancen

Vor allem die Nachwuchsförderung und bessere Bildungschancen für Kinder im Norden mahnte Fraktions-Vize Volkan Baran an. Bei allen Entwicklungen will die SPD-Fraktion sich daher auf vier Grundprämissen konzentrieren:

  • Soziale Gerechtigkeit, Chancengleichheit und gute Bildung für alle
  • Arbeit und Wirtschaft stärken
  • Lebensqualität in Vielfalt, Frieden und Sicherheit  für unsere Stadt
  • Infrastruktur pflegen und bedarfsgerecht gestalten

„Das Projekt Nordwärts geht uns alle an und bedeutet nicht, dass der Süden der Stadt abgehängt wird“, so Schilff. „Es gibt im Norden Dortmunds besondere Handlungsbedarfe und Herausforderungen, denen wir uns alle stellen müssen. Davon profitiert dann die gesamte Stadt“.

Süden wird nicht vergessen – hatte aber bessere Startbedingungen

SPD-Fraktionsvize Volkan Baran

SPD-Fraktionsvize Volkan Baran

Denn der Süden habe bessere Startbedingungen gehabt. Außer Gottessegen hätten alle Zechen im Süden zwischen 1928 und 1935 geschlossen.

Der Strukturwandel habe viel früher begonnen. „Sie haben 50 Jahre Vorsprung“, macht Schilff deutlich. „So viel Zeit haben wir aber für den Norden nicht mehr.“

Klar sei auch, dass sich Entwicklungen wie in Westerfilde nicht wiederholen dürften.  „Das kam nicht über Nacht und ist trotzdem am großen Teil der Stadtgesellschaft vorbeigegangen. Das darf uns nicht wieder wieder passieren.“

SPD will die Gesamtstadt nicht aus den Augen verlieren

SPD-Fraktionsvize Renate Weyer

SPD-Fraktionsvize Renate Weyer

„Wir werden die Gesamtstadt im Auge haben“, unterstreicht die sozialpolitische Sprecherin und stellvertretende Vorsitzende der Fraktion, Renate Weyer.

Daher werde auch die gesamte Fraktion mit allen Mitgliedern zu den Gesprächen fahren – unterstützt von den jeweiligen Bezirksvertretern.

Dabei will die Fraktion auf den Foren des OB aufbauen, erläutert Fraktionsgeschäftsführer Christian Uhr. Denn schon jetzt ist klar, dass es bis zur Sommerpause in allen sieben von „nordwärts“ tangierten Stadtbezirken Informationsveranstaltungen geben soll.

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