#DortmundZeigtFlagge kehrt pünktlich zum CSD zurück

Mehr als 1000 Regenbogen-Flaggen als Zeichen für Vielfalt und Toleranz in Dortmund

Wie hier am Friedensplatz sollen ab Freitag bis zum 11. September Regenbogenflaggen an möglichst vielen Stellen in Dortmund sichtbar sein. Alex Völkel/Archiv

Von diesem Freitag an werden wieder im gesamten Stadtgebiet Regenbogen-Flaggen wehen. Die Aktion #DortmundZeigtFlagge setzt ein unübersehbares Zeichen für Vielfalt und Akzeptanz von LSBTIQ* (Lesben, Schwule, Bisexuelle, Trans*, Inter* und andere queere Menschen). Im vergangenen Jahr haben viele Bürger*innen, Vereine, Unternehmen und die Stadt zu diesem Anlass mehr als 1000 Flaggen gehisst. „Wir hoffen, dass all diese Unterstützer*innen wieder dabei sind und dass sich in diesem Jahr noch mehr Menschen beteiligen“, sagt Mariana Bittermann von SLADO, dem Dachverband der Schwulen-, Lesben-, Bisexuellen- und Transidenten-Organisationen. Die Aktion markiert zugleich den Countdown zum Christopher Street Day (CSD) in Dortmund am 11. September.

Zeitplan zum CSD Dortmund am 11. September

Im Aktionszeitraum vom 3. bis zum 12. September werden an den Fahnenmasten entlang des Walls in der Innenstadt Flaggen wehen. Der Florianturm wird in Regenbogen-Farben angestrahlt. Auf seinen „Fliegenden Bildern“ am U zeigt der Regisseur Adolf Winkelmann täglich ab 19 Uhr sowie am 11. September den ganzen Tag lang die „European Rainbow Flag“. ___STEADY_PAYWALL___

„Gemeinsam stärker – Queen im Revier“: Demo zum 22. Christopher Street Day in Dortmund 2019. Archivfoto Nordstadtblogger-Redaktion | Nordstadtblogger

Auch Bürger*innen, Vereine und Unternehmen können sich an der Aktion beteiligen, indem sie eine Regenbogen-Flagge aufhängen, zum Beispiel am eigenen Flaggenmast, Balkon oder Fenster. Bilder von der Aktion werden mit dem Hashtag #DortmundZeigtFlagge bei Facebook und Instagram geteilt.

Wer noch keine Flagge hat, kann an diesem Freitag sowie vom 6. bis 10. September jeweils von 9 bis 12 Uhr und zusätzlich am 6. und 7. September auch von 16 bis 19 Uhr in den Räumen der aidshilfe dortmund, Gnadenort 3-5, in der Innenstadt ein Exemplar erhalten – solange der Vorrat reicht. Mit Unterstützung der Koordinierungsstelle für Lesben, Schwule und Transidente beim Oberbürgermeister stellt SLADO in diesem Jahr 300 Stück zur Verfügung.

Zusätzlich bietet der Verein im Rahmen eines Crowdfundings eine weitere große Auswahl an Flaggen online an: www.startnext.com/csd-dortmund-2021. Das Crowdfunding läuft noch bis Ende nächster Woche. Die Erlöse daraus fließen in die Organisation des CSD Dortmund. Zehn Prozent gehen an das von der Hochwasserkatastrophe betroffene Frauenbildungs- und Tagungshaus #lila_bunt in Zülpich.

11. September, ab 12 Uhr: buntes Straßenfest auf dem Dortmunder Friedensplatz

Höhepunkt und Abschluss der diesjährigen CSD-Saison ist dann am 11. September der CSD Dortmund. Unter dem Motto „Gemeinsam voran – kunterbunt durch die Stadt“ zieht eine Demonstration der Vielfalt ab 12 Uhr vom Nordeingang des Hauptbahnhofs in Richtung Friedensplatz. Dort beginnt ab 12 Uhr ein Straßenfest mit mehr als 20 Info-Ständen und einem musikalischen und politischen Bühnenprogramm.

Die Veranstalter*innen haben umfassende Vorkehrungen zum Schutz vor dem Coronavirus getroffen. „Wir wollen, dass der CSD eine sichere Veranstaltung für alle ist“, sagen Janina Oliver-Daumen und Daniel Greb vom SLADO-Vorstand. Bei der Demo gelten eine Maskenpflicht und ein Abstandsgebot. Am Straßenfest auf dem Friedensplatz dürfen nur Menschen teilnehmen, die vollständig geimpft, genesen oder aktuell getestet sind. Die Nachweise werden vom Sicherheitspersonal auf dem Platz kontrolliert. Zusätzlich wird eine Maskenpflicht für das Veranstaltungsgelände ausgesprochen. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

Tagesaktuelle Coronatests sind am CSD-Tag ab 10 Uhr in einer eigens eingerichteten Teststation auf dem Friedensplatz möglich. Eine Terminreservierung wird empfohlen (Link unten). Ebenfalls vor Ort ist von 12 bis 20 Uhr der Impfbus der Stadt. Hier können sich alle Menschen ab 16 Jahren ohne Termin mit den Präparaten von BioNTech, Moderna und Johnson & Johnson impfen lassen.

Weitere Informationen:

  • Anmeldung Corona-Teststation Friedensplatz am 11.09.: https://app.no-q.info/corona-testzentrum-csd/checkins#/
    (Registrierung erforderlich)
  • Zur Aktion #DortmundZeigtFlagge, inkl. Eindrücken aus dem vergangenen Jahr: www.slado.de/flaggen
  • Webseite CSD Dortmund: www.csd-dortmund.de
  • Crowdfunding-Kampagne: www.startnext.com/csd-dortmund-2021
  • Hintergrund CSD: Der Christopher Street Day (CSD) findet jährlich in Erinnerung an den Stonewall-Aufstand im Juni 1969 statt. Damals wehrten sich queere Besucher*innen der Bar „Stonewall Inn“ in der New Yorker Christopher Street gegen gewalttätige Polizeirazzien. Dieser erste öffentlich bekannt gewordene Aufstand gilt als wichtiger Meilenstein in der Geschichte der LSBTIQ*-Bewegung (lesbisch, schwul, bisexuell, trans*, inter*, queer).
  • SLADO e.V. ist der Dachverband der Schwulen-, Lesben-, Bisexuellen- und Transidentenvereine und -initiativen in Dortmund. Der Verein besteht seit April 1998 und setzt sich für die Rechte von Lesben, Schwulen, Bisexuellen und Transidenten in Dortmund ein. Er ist als gemeinnützig und als freier Träger der Kinder- und Jugendhilfe anerkannt.
  • www.slado.de
  • www.sunrise-dortmund.de
  • dortmund.schlau.nrw
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Reaktionen

  1. Nachlese des Litfests homochrom zum CSD Dortmund (PM)

    Das große Litfest homochrom, bei dem 33 Autor*innen in Köln gelesen haben, ist vorbei und die Lesungen sind als Podcasts und Videos veröffentlicht. Doch zum CSD Dortmund kommen sechs der Autor*innen, die in NRW leben, noch einmal am 09.09.2021 zusammen und lesen von 18-22 Uhr ihre queeren Texte im caféplus von pudelwohl (Gnadenort 3-5), denn nichts ist schöner, als sich persönlich zu begegnen.

    Saskia Diepold, Nadja Köbler-Ringler alias Georgie Severin, Johannes Lemm, Michelle Mommertz, Martin Schnick wie auch der homochrom-Gründer und Dortmunder Martin Wolkner entführen die Zuhörer*innen mit sehr abwechslungsreichen Geschichten in den Knast, zurück zum EuroPride 2002 in Köln oder in queere WGs, erzählen von den seltsamen Toden schwuler Schriftsteller wie Klaus Mann, von übersinnliche Gedankenlesern oder der Gender-Wahrnehmung des eigenen Körpers.

    Besucher*innen sind eingeladen, sich einen Abend lang zu entspanne, die Augen zu schließen, hingegen Geist und Ohren zu öffnen, um bei einem Kalt- oder Warmgetränk des Cafés den unterhaltsamen Live-Lesungen zu lauschen. Und damit wirklich jede*r teilnehmen kann, findet die Litfest-Nachlese auf freiwilliger Spendenbasis statt.

    https://homochrom.de/litfest-nachlese

  2. »TRANS – I Got Life« IFFF Dortmund+Köln präsentiert am 13. September Dokumentarfilm-Preview mit Gästen im Dortmunder Kino sweetSixteen (PM)

    „Trans ist kein Fluch und keine Krankheit, sondern ein Weg.“ Der Film TRANS – I Got Life bietet selten gesehene, ehrliche Einblicke in das häufig zerrissene Lebensgefühl von trans Menschen und in die komplexen psychischen, hormonellen und chirurgischen Aspekte ihrer Transition.

    Wir freuen uns sehr, den Dokumentarfilm vor dem Kinostart bereits am 13. September in Dortmund im sweetSixteen Kino mit Gästen zu präsentieren.

    Die Regisseurinnen Imogen Kimmel und Doris Metz haben das Vertrauen von sieben Menschen gewonnen, die sich dazu entschlossen haben ihren Weg zu gehen. TRANS – I Got Life destilliert aus den Lebensgeschichten von sieben charismatischen Menschen das weite Spektrum der Transidentität.

    TRANS – I Got Life ist eine sinnliche Reise in die Zwischenwelten jenseits festgeschriebener Geschlechternormen, in intime Lebensräume und in die Chirurgie, die zum Kreißsaal für eine zweite Geburt wird. Subtil und vielschichtig wird dabei das Transerleben auch auf die Bild-und Tonebene übertragen. Der Kinodokumentarfilm ist ein starkes Plädoyer dafür, dass wir Menschen uns nicht mehr länger durch die 0,3 Prozent der DNA definieren, die uns unterscheiden, sondern durch die 99,7 Prozent, die uns verbinden.

    Damit eröffnet er zugleich die gesellschaftliche Debatte über eine Welt, in der die Geschlechter nicht mehr schwarzweiß festgeschrieben sind, sondern als fluide aufgefasst werden TRANS – I Got Life betrifft und berührt alle, die in dieser Welt leben. Willkommen im 21. Jahrhundert!

    Gäste des Abends: Imogen Kimmel (Regie), Cornelia Hohmann (Protagonistin)

    In Kooperation mit LET’sDOK Dokumentarfilmfestival der AG Dok.

    Montag, 13. September 19 Uhr, sweetSixteen, Immermannstrasse 29, 44147 Dortmund, Website Kino, Reservierungen: info@sweetSixteen-kino.de & 0231 910 66 23

    TRANS – I Got Life • DE, RUS, USA 2021 • Regie: Imogen Kimmel & Doris Metz • Bildgestaltung: Sophie Maintingneux • 95′

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