
Der Ausbau von Photovoltaik (PV)-Anlagen in Dortmund nimmt weiter zu. Nach Angaben der Dortmunder Energie- und Wasserversorgung GmbH (DEW21) sorgen unter anderem globale Krisen, steigende Strompreise und der Wunsch nach mehr Energieunabhängigkeit für eine steigende Nachfrage. Gleichzeitig gebe es bei vielen Hauseigentümer:innen weiterhin Unsicherheiten rund um Technik, Kosten und Planung. Daher hat die DEW21 ihr Informations- und Beratungsangebot im Bereich PV ausgebaut.
Großes Photovoltaik-Potenzial auf Dortmunder Dächern
Die installierte Photovoltaik-Leistung in Dortmund lag im Jahr 2025 bei 192,5 Megawattpeak (MWp). Damit können bei guter Auslastung bis zu 190 Gigawattstunden (Gwh) Strom jährlich erzeugt werden. Rechnerisch reicht das für rund 100.000 durchschnittliche Einpersonenhaushalte.

Nach Angaben von DEW21 könnte die Stromproduktion jedoch deutlich höher ausfallen. Eine Potenzialanalyse der kommunalen Wärmeplanung zeigt, dass ein großer Teil der Dachflächen in Dortmund für PV-Anlagen gut geeignet ist. Bei vollem Ausbau könnten demnach mehr als 2.500 GWh Strom pro Jahr erzeugt werden – genug für die Versorgung von 1,3 Millionen Einpersonenhaushalten.
Jan-Niklas Kiffe-Delf, Produktmanager für Energiedienstleistungen bei DEW21, sieht darin große Chancen: „Das technisch mögliche Potenzial für Photovoltaik-Anlagen in Dortmund ist enorm. Gleichzeitig merken wir, dass viele noch unsicher sind: Lohnt sich eine Anlage wirklich? Wie groß sollte sie sein? Und wie passt sie zur individuellen Lebenssituation? Viele Menschen möchten etwas tun, wissen aber nicht, wo sie anfangen sollen.“
Beratung und Förderangebote sollen Einstieg erleichtern
Im modernisierten Energieeffizienz-Haus informiert DEW21 gemeinsam mit regionalen Marktpartnern über individuelle Lösungen rund um PV, Stromspeicher und Wärmepumpen. Dort erhalten Interessierte außerdem Informationen zu Fördermöglichkeiten und zum Zusammenspiel der verschiedenen Technologien. Beratungstermine können über die Website von DEW21 gebucht werden.

Um den Einstieg in die eigene Stromerzeugung zusätzlich zu erleichtern, bietet DEW21 Privatkund:innen derzeit zwei kostenlose PV-Module bei der Umsetzung eines Photovoltaik-Projekts an. Damit sollen Hemmschwellen abgebaut und konkrete Entscheidungen unterstützt werden.
Die Entwicklung der vergangenen Jahre zeigt, wie stark die Bedeutung von Photovoltaik zugenommen hat. Während 1996 in Dortmund lediglich drei Anlagen installiert wurden, kamen im vergangenen Jahr mehr als 1.600 neue Anlagen hinzu. Im Rekordjahr 2023 waren es sogar über 2.500 Anlagen. Während die Strompreis im gleichen Zeitraum deutlich angestiegen, sanken parallel die Kosten für PV-Anlagen.
Solarstrom wird für Haushalte zunehmend attraktiver
Private PV-Anlagen amortisieren sich laut DEW21 inzwischen durchschnittlich nach neun bis zehn Jahren und haben eine Lebensdauer von mehr als 30 Jahren.

Jan-Niklas Kiffe-Delf erklärt: „Photovoltaik-Anlagen werden wirtschaftlich immer attraktiver, die Technik effizienter und langlebiger. Es gibt Förderungen von Bund, Land und sogar der Stadt Dortmund. Das alles senkt die Hürden für private Hausbesitzer:innen.“
„Zudem wächst der Wunsch nach Klimaschutz im Alltag und Unabhängigkeit von den Preisen am Strommarkt. Eine ausführliche Beratung gewinnt da an Bedeutung und dafür machen wir uns stark“, ergänzt Kiffe-Delf.

