DSW21 fehlen durchschnittlich 100 von 650 Busfahrer:innen

Hoher Krankenstand führt zu Einschränkungen im Busverkehr – Angebotsreduzierung bei rund 3,5 %

Die Einschnitte im Busangebot betragen rund 3,5 Prozent – bezogen auf den regulären Bus-Fahrplan im Sommer 2022. Foto Jörg Schimmel für die DSW21

Mit Reduzierungen auf wenigen Buslinien hatte DSW21 Ende Oktober auf den außergewöhnlich hohen Krankenstand bei den Busfahrer:innen reagiert. Anfang Dezember konnte das Verkehrsunternehmen die Einschränkungen teilweise schon wieder zurücknehmen. Die Einschnitte im Busangebot betragen seither „nur noch“ rund 3,5 Prozent (bezogen auf den regulären Bus-Fahrplan im Sommer 2022). Da der Krankenstand auch zu Jahresbeginn 2023 weiter hoch ist und im Durchschnitt etwa 100 von 650 Busfahrer:innen nicht zur Verfügung stehen, bleibt der gegenwärtige Fahrplan über den 9. Januar 2023 hinaus bis auf Weiteres gültig.

Rückmeldungen von Fahrgästen sowie Analysen der Linien-Auslastungen berücksichtigt

„Durch unser Land rollt aktuell eine Grippe- und Erkältungswelle, die vor keiner Branche Halt macht. Diese Ausnahmesituation hat leider weiterhin auch Auswirkungen auf unseren Fahrdienst. Und in den nächsten Wochen kommen zusätzliche Herausforderungen durch Baustellen und Umleitungen sowie Sonder- und Schienenersatzverkehre auf uns zu“, erläutert Dr. Heinz-Josef Pohlmann, Leiter Betrieb und Marketing bei DSW21.

DSW21-Betriebsleiter Dr. Heinz Pohlmann.
DSW21-Betriebsleiter Dr. Heinz Pohlmann. Archivfoto: DSW21

„Wir beobachten die Entwicklung ganz genau und möchten spätestens im April zum vollständigen Fahrplan zurückkehren. Vorher brauchen wir aber eine wirklich nachhaltige und dauerhafte Entspannung bei unseren Krankheitsfällen. Es wäre ja auch unseren Fahrgästen nicht damit geholfen, wenn wir Woche für Woche ungeplante Fahrtausfälle haben. Die Verlässlichkeit des Fahrplans steht hierbei über allem“, so Pohlmann.

DSW21 hatte bei dem leicht reduzierten Angebot Anfang Dezember auch Rückmeldungen von Fahrgästen sowie Analysen der Linien-Auslastungen eingearbeitet. Damit sind die Einschränkungen nun relativ ausgewogen auf das ganze Liniennetz verteilt, so dass keine Fahrgastgruppe über die Maßen beeinträchtigt wird.

Übersicht über die weiterhin geltenden Fahrplananpassungen (im Vergleich zum regulären Fahrplan):

• Die 2021 neu eingerichtete Linie 415 (Mengede – Eving) fährt morgens bis etwa 8 Uhr regulär. Danach wird der Linienweg auf den Streckenabschnitt Schulte Rödding – Lindenhorst verkürzt. Fahrgäste aus Mengede können alternativ die Linie 474 nutzen, um nach Eving zu kommen.

• Die Verstärkerlinie 443 (Hacheney – Wellinghofen) entfällt weiterhin montags bis samstags. Die Verstärkerlinie 441 (Hörde – Wellinghofen) fährt im Schul- und Berufsverkehr wieder montags bis freitags zwischen 7 und 8 Uhr sowie 13 und 18 Uhr. Die weitgehend parallel fahrenden Linien 442 (Hörde – Syburg) und 447 (Huckarde – Hacheney) bieten hier zudem Alternativen.

Durch die leichten Angebotsreduzierungen ab dem 24. Oktober will DSW21 ungeplante Fahrtausfälle vermeiden und den Fahrgästen somit eine zuverlässige Planung ihrer Fahrten ermöglichen.
Durch die planmäßigen Angebotsreduzierungen ab dem 24. Oktober will DSW21 ungeplante Fahrtausfälle vermeiden. Foto: Jörg Schimmel für DSW21

• Die Linie 445 (Hörde – Technologiepark) bietet für Studierende und Mitarbeitende des Technologieparks morgens wieder drei durchgehende Fahrten bis zum Technologiepark an. Tagsüber besteht die Verbindung Technologiepark – Uni – An der Palmweide wieder im regulären 20-Minuten-Takt und bietet so einen direkten Anschluss an die Stadtbahnlinie U42. Die Linie 440 zwischen Hörde und Barop und die Linien 447 / 462 zwischen Barop und Universität/Technologiepark stellen hier außerdem gute Alternativen dar. In den Weihnachtsferien wird die 445 komplett eingestellt.

• Die Linie 446 (Salingen – Hombruch) fährt montags bis freitags nur von 8 Uhr bis 15 Uhr. Auf der Linie 461 (Rupinghofstr. – Kirchlinde) werden die Takte montags bis freitags reduziert.

• Die Linie 450 wird im Schulverkehr wie im üblichen Fahrplan wieder deutlich verstärkt. Morgens und mittags zwischen 13 und 15 Uhr entsteht wieder ein 10-Minuten-Takt.

• Die zusätzlichen Verstärkerfahrten auf den Linien 462 (Marten – Germania) und 470 (Germania – Oespel) entfallen zwischen 8 und 9 Uhr sowie zwischen 13 und 18 Uhr.

• Eine linienverstärkende E-Wagen-Fahrt, nämlich die E441 (Vinklöther Mark 6.47 – Hörde Bf), entfällt. Zudem entfallen weiterhin einzelne Taktverstärkerfahrten der Linie 432 (Holzen – Hörde). Die regulären Linien bieten hier gute Alternativen.

• Das vorübergehend eingeschränkte Angebot der Linien 474 und 476 am Samstag wird wieder auf den Regelfahrplan erhöht.

• Beim NachtExpress (NE) entfallen in den Wochenendnächten (Fr/Sa und Sa/So) weiterhin die Fahrten zwischen 1 und 3 Uhr, die für Freizeitfahrten genutzt werden. Die Fahrten der NE, die von Berufstätigen genutzt werden, etwa die Frühfahrten in der Nacht zu Samstag und Sonntag sowie die anderen täglichen Fahrten, bleiben bestehen.

Digitale Fahrplanauskünfte:

  • Für Fahrplanauskünfte sollte die Elektronischen Fahrplanauskunft (EFA) auf der Webseite bus-und-bahn.de und in der DSW21- und VRR-App genutzt werden.
  • Die Fahrplanaushänge an den Haltestellen können aufgrund der Kurzfristigkeit und der kurzen Laufzeit nicht flächendeckend angepasst werden.
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