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Geld für das „Evinger Schloss“: Das Wohlfahrtsgebäude am Nollendorfplatz wird für 1,14 Millionen Euro saniert

Diese Ansicht zeigt das Wohlfahrtsgebäude („Evinger Schloss“) vor rund 100 Jahren. Bild: Sammlung Klaus Winter

Die Ansicht zeigt das Wohlfahrtsgebäude („Evinger Schloss“) vor rund 100 Jahren. Bild: Sammlung Klaus Winter

Das Wohlfahrtsgebäude in der Alten Kolonie am Nollendorfplatz in Eving ist architektonisch und zeitgeschichtlich ein wichtiges Zeugnis für den Stadtbezirk und darüber hinaus.

Maßnahmen zur Bestandserhaltung und zum Brandschutz erforderlich

Es ist ein architektonisches Baudenkmal, das nach der aufwändigen Sanierung im Rahmen der IBA-Emscherpark unter Denkmalschutz gestellt ist. Es war als erstes fertig gestelltes Projekt der Internationalen Bauausstellung Emscherpark das Vorzeigeobjekt der IBA.

Es sind aktuell umfängliche Maßnahmen zur Bestandserhaltung des Gebäudes erforderlich, die Investitionen von ca. 1,14 Millionen Euro erfordern. Damit befasste sich jetzt der Verwaltungsvorstand.

Zu den nötigen Maßnahmen zählen insbesondere die weitere Umsetzung von Brandschutzmaßnahmen und die Beseitigung von Feuchtigkeitsschäden im Keller. Darüber hinaus kann das Dachgeschoss für weitere Nutzungen ertüchtigt werden.

Wohlfahrtsgebäude als kulturelles Zentrum des Stadtbezirks aufgewertet und ausgebaut werden

Ein typisches Haus der Alten Kolonie Eving - Standort: Nollendorfplatz. Foto: Mario Fischer/ Wikipedia

Ein typisches Haus der Alten Kolonie Eving am Nollendorfplatz. Foto: Mario Fischer/ Wikipedia

Im Rahmen des Projektes „Nordwärts“ sollen auch inhaltliche Projektziele initiiert und umgesetzt werden. Dazu gehört, das Wohlfahrtsgebäude wieder zum Zentrum in der restaurierten Alten Kolonie werden.

Sie ist die älteste noch erhaltene Bergarbeiter-Kolonie in Eving. Das im Volksmund „Evinger Schloss“ genannte Gebäude soll durch die Investitionen als kulturelles Zentrum des Stadtbezirks aufgewertet und ausgebaut werden.

Damit das Wohlfahrtshaus wieder zu einem kulturellen und sozialen Anziehungspunkt im Stadtbezirk wird, müssen die jetzigen und künftigen Mieter unter einem gemeinsam entwickelten Grundkonzept zusammenarbeiten und die vorhandenen Einrichtungen gemeinsam nutzen und anderen Interessenten aus Kultur und Bildung zugänglich machen.

Konkrete Projektziele:

  • Entwicklung eines multikulturellen Kultur- und Bildungszentrum für den Stadtteil, -bezirk und darüber hinaus
  • Bisher ungenutzte Räume und Flächen für eine Nutzung zugänglich machen (Dachgeschoss incl. Wohnung. Keller)
  • Entwicklung eines gemeinsamen Nutzungskonzepts der aktuellen Mieter
  • Reaktivierung des Medienhauses (Archiv für populäre Musik, adäquate Nutzung der Tonstudios, „Kintopp“ Seniorenbüro)
  • Gewinnung von weiteren externen Nutzern aus Kultur und Bildung
  • Einrichtung eines Cafès, Bistros o.ä. für Besucher/Innen und Bewohner/Innen in der Nachbarschaft
  • Verbesserung der Anbindung an den ÖPNV (Frequenz der Buslinie; Wegweiser von der Stadtbahn)
  • Umgebungsgestaltung (Fußgängerzone/Spielstraße, Einbeziehung eines Projekts „Gestaltungssatzung Alte Kolonie“, etc.
  •  Mittelfristig: Teilnahme an Aktionstagen wie Extraschicht, Museumsnacht etc.
Das Wohlfahrtsgebäude („Evinger Schloss“) ist das markanteste Gebäude der Alten Kolonie Eving. Foto: Smial/Wikipedia

Das Wohlfahrtsgebäude ist das markanteste Gebäude der Alten Kolonie Eving. Foto: Smial/Wikipedia

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