Fit statt schulmüde – auch in der Pandemie: Grünbau und dobeq bieten Schüler*innen ihre Hilfe beim Neustart an

Die Schulsozialarbeiterinnen der Emscherschule Aplerbeck, Frau Gockel (2.v.r.) und Frau Kraft (2.v.l.) mit dem Team der Berater*innen Angela Dietz (l.), Katrin Meyersieck (Mitte) und Oliver Uzunkol. Fotos: Grünbau

Der Schulbetrieb geht Schritt für Schritt vom Coronazustand mit dem damit verbundenen Lernen auf Distanz in den Normalzustand. Doch vom Präsenzunterricht profitieren nicht alle Schülerinnen und Schüler. Deshalb bemüht sich die GrünBau gGmbH in enger Kooperation mit der dobeq GmbH verstärkt um Kinder und Jugendliche, die es nicht schaffen, regelmäßig am Schulunterricht teilzunehmen.

Erfolgreiche Turnbeutelaktion soll noch im Juni wiederholt werden

Bereits im November letzten Jahres wurden Turnbeutel mit Corona-Infos und diversen Utensilien wie Schutzmasken an schulmüde Jugendliche verteilt.

„Mit Turnbeuteln gegen Corona“, war das Motto einer Aktion der Mitarbeiter*innen des Kontakt- und Beratungsverbundes für schulmüde und schulverweigernde Jugendliche (KuBDO) im November 2020 in Dortmund. 

Unter diesem Motto haben sie in der Dortmunder Innenstadt und an Treffpunkten der Jugendlichen besonders gefüllte Turnbeutel an Kinder und Jugendliche verteilt. Die Beutel waren mit Corona-Infos, Masken, etc. versehen. Mit der Aktion sollten vor allem schulmüde und schulverweigernde Jugendliche angesprochen werden, die aktiv der Schule fernblieben.

Nun findet in NRW der Schulunterricht wieder in Präsenzform statt. „Leider müssen wir davon ausgehen, dass sich die Zahl derjenigen erhöht, die durch die Länge der Dauer des Distanzunterrichts im Anschluss daran nun die Schule verweigern und nicht mehr dort ankommen“, stellt die Mitarbeiterin des KuBDO, Frau Katrin Meyersieck von der dobeq GmbH fest. 

Ungleiche Voraussetzungen und Bedingungen machten das Distanzlernen schwierig

„Sie hatten Schwierigkeiten damit, ihre Tagesstruktur zu behalten und sich weiterhin zu motivieren, je länger der Distanzunterricht andauerte. Hinzu kamen Probleme mit der Anwendung der digitalen Medien, welche im Distanzlernen gefordert waren“, bemerkt Angela Dietz.

In der Beratung habe sich gezeigt, dass nicht alle Jugendlichen in gleichem Maße über die notwendigen Zugänge zum Internet sowie über die erforderlichen Basiskenntnisse der digitalen Anwendungsmöglichkeiten und die notwendige Software verfügen.

„Hierdurch kommt es zu einer neuen Gruppe von schulmüden Kindern und Jugendlichen, die durch diese vorher nicht abzusehenden Folgen der Pandemie in ein schulverweigerndes Verhalten abdriften“, ergänzt Oliver Uzunkol von der GrünBau gGmbH. „Auch diese wollen wir mit dieser Aktion erreichen und bieten ihnen zum Start in das neue Schuljahr unsere Begleitung und Unterstützung an, um wieder erfolgreich am Schulleben teilzunehmen.“

Daher machen die Mitarbeitenden mit einer neuen Aktion auf ihr Angebot am 28. Juni 21 aufmerksam. Dabei werden weitere Beutel an Schulen und andere Stellen verteilt. Des Weiteren wollen die Mitarbeiter*innen des Kontakt- und Beratungsverbundes auf ihr Beratungsangebot aufmerksam machen. 

„Wir sind für alle Betroffenen unter der Hotline Nummer 0231-5010017 und über unsere Homepage www.kub-dortmund.de erreichbar!“. Nicht nur die Schüler*innen und ihre Eltern können die Beratung aufsuchen. Auch Lehrer*innen, Schulsozialarbeiter*innen sowie Fachkräfte der Jugendhilfe und anderer Stellen können sich bei Fällen von Schulverweigerung an die Mitarbeiter*innen wenden.

 

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Weitere Informationen:

Der Kontakt- und Beratungsverbund, gefördert und unterstützt durch den Landschaftsverband Westfalen Lippe und die Stadt Dortmund, ist die einzige spezifische Beratungseinrichtung für schulmüde und schulverweigernde Jugendliche und alle am System beteiligten Personen in Dortmund. Als außerschulischer und unabhängiger Partner bietet er ein niederschwelliges Beratungsangebot mit kurzen Wartezeiten, welches zudem kostenfrei in Anspruch genommen werden kann. Das Angebot wird umgesetzt in enger Trägergemeinschaft der GrünBau gGmbH und der dobeq GmbH.

Die GrünBau gGmbH wurde 1990 in Dortmund gegründet. Sie ging aus dem Beschäftigungsprojekt „Bauteam grüne Nordstadt“ des Planerladen e.V. hervor und ist auch heute noch in der Dortmunder Nordstadt sehr aktiv. Hier befindet sich auch der Stammsitz, wo sich mehr als 200 Mitarbeitende mit unterschiedlichen Professionen Tag für Tag für ihre Klienten und Klientinnen einsetzen. Einzige Gesellschafterin der gemeinnützigen GrünBau gGmbH ist die Stiftung Soziale Stadt, womit in der täglichen Arbeit des Non-Profit-Unternehmens eine konfessionelle, weltanschauliche und parteipolitische Unabhängigkeit gewährleistet ist.
Zudem ist GrünBau Mitglied im Paritätischen NRW und weiteren Fachverbänden. Als sozialwirtschaftlicher Akteur setzt sich die GrünBau gGmbH dafür ein, dass jedem Menschen die Chance zukommt, seine Lebensziele in Würde zu verwirklichen und seine Persönlichkeit zu entfalten.

Die Dortmunder Bildungs-, Entwicklungs- und Qualifizierungsgesellschaft mbH (dobeq GmbH) wurde 1998 als Tochterunternehmen des AWO Unterbezirks Dortmund gegründet. Die circa 340 Mitarbeitenden der dobeq GmbH sind in zwei Betriebsteilen eingesetzt: Arbeitsmarktintegration und Angebote an Schulen. Das Angebot umfasst von Betreuung in der OGS bis zur Qualifizierung von älteren Langzeitarbeitslosen ein breites Portfolio für die Menschen in Dortmund. Mit dem Angebot fördert die dobeq GmbH die berufliche und soziale Eingliederung von Menschen in Dortmund, die von Arbeitslosigkeit und gesellschaftlicher Ausgrenzung bedroht sind, und setzt sich für Bildungsqualität und Chancengleichheit an Dortmunder Schulen ein.
Die dobeq GmbH ist Mitglied im ISB e.V. und im Dortmunder Weiterbildungsforum sowie weiteren Verbänden.

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