Die Frühjahrsbelebung fällt deutlicher aus: Die Arbeitslosenquote in Dortmund liegt bei 12,2 Prozent

Arbeitslosenquote April 2016Die Frühjahrsbelebung zeigt sich im April recht deutlich. „Wir zählen gut 500 Arbeitslose weniger als noch im März. Das ist eine gute Entwicklung für Dortmund. Hinter dieser Zahl steckt eine hohe Dynamik des regionalen Arbeitsmarktes in Zeiten wachsender Beschäftigung“, betont Astrid Neese.

6.500 offenen Stellen in Dortmund bieten vielfältige Perspektiven

Astrid Neese ist Chefin der Arbeitsagentur Dortmund
Astrid Neese ist Chefin der Arbeitsagentur Dortmund.

Die Nachfrage der Unternehmen nach MitarbeiterInnen ist sehr hoch. Mit 6.500 offenen Stellen bieten sich vielfältige Perspektiven. Nur erweist sich die Stellenbesetzung als zunehmend schwieriger. Immer häufiger passen Anforderungen der zu besetzenden Position und mitgebrachte Qualifikation des Arbeitssuchenden nicht zueinander.

„Einer unserer arbeitsmarktlichen Schwerpunkte bleibt daher weiterhin die Qualifizierung, möglichst mit einem Berufsabschluss. Dann können auch arbeitslose Menschen an der guten Beschäftigungsentwicklung und Arbeitsmarktlage partizipieren“, so die Vorsitzende der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Dortmund.

In diesem Jahr seien schon 870 Menschen mit einer beruflichen Qualifizierung gestartet und im April stehen nach Abschluss mehr als 200 Menschen mit neu erworbenen Fachkenntnissen dem Arbeitsmarkt als Fachkräfte zur Verfügung.

„Arbeitgeber, die derzeit Verstärkung suchen, sollten sich an den Arbeitgeber-Service wenden“, kommentiert Neese die aktuellen Arbeitsmarktzahlen.

36.809 Menschen sind im April 2016 arbeitslos gemeldet

Der Frühling belebt den Arbeitsmarkt: Im aktuellen Berichtsmonat waren 36.809 Menschen arbeitslos gemeldet. Davon waren 6.357 Personen bei der Arbeitsagentur und 30.452 beim Jobcenter Dortmund registriert.

Damit hat die Gesamtzahl der Arbeitslosen in der Stadt im Vergleich zum Vormonat um 507 Personen oder 1,4 Prozent abgenommen. Im Vorjahresvergleich liegt die Arbeitslosigkeit um 1.422 Personen oder 3,7 Prozent niedriger.

Die Arbeitslosenquote für alle bei Agentur und Jobcenter gemeldeten Arbeitslosen sank im Vergleich zum Vormonat um 0,2 Prozentpunkte und lag bei 12,2 Prozent. Im Vorjahr betrug die Quote im April 12,8 Prozent. Die spezielle Arbeitslosenquote für die Agentur lag bei 2,1 Prozent und für das Jobcenter bei 10,1 Prozent.

Steigende Anzahl von Menschen aus Asylzugangsländern beim Jobcenter

Frank Neukirchen-Füsers, Geschäftsführer Jobcenter Dortmund
Frank Neukirchen-Füsers, Geschäftsführer des Jobcenters Dortmund.

„Die Arbeitskraftnachfrage steigt und die Zahl der Arbeitslosen sinkt. So wirkt sich die saisonale Belebung im Frühling deutlich auf dem Arbeitsmarkt aus“, erklärt Frank Neukirchen-Füsers, Geschäftsführer des Jobcenters Dortmund.

Auch wenn eine steigende Anzahl von Personen aus den Asylzugangsländern, wie insbesondere Syrien, im Rechtskreis SGB II erkennbar ist, liegen die allgemeinen Abgänge an Arbeitslosen weit über den Zugängen.

„Besonders hervorzuheben ist die positive Entwicklung im Bereich der Langzeitarbeitslosigkeit. Gegenüber dem Vorjahresmonat 2015 sind nun 1.085 Personen weniger langzeitarbeitslos, darunter auch viele schwerbehinderte und ältere Personen“, so Neukirchen-Füsers.

Breitgefächerte Maßnahmenansätze, gute Entwicklungen und Kooperationen im Wirtschaftsraum Dortmund, wie beispielsweise die Initiative ‚Arbeit in Dortmund‘, zeigten nachhaltig Wirkung durch den gesamten Querschnitt der KundInnen im Rechtskreis SGB II.

„Wir haben daher den historisch niedrigsten Wert bei Langzeitarbeitslosen seit Bestehen des Jobcenters im Jahr 2005 zu verzeichnen“, freut sich dessen Chef.

Jugendarbeitslosigkeit sinkt im Jahresvergleich von 11,5 auf 10,9 Prozent

Rechtkreisübergreifend liegt die Jugendarbeitslosenquote bei aktuell 10,9 Prozent oder 3.310 jungen Menschen. Im Vorjahr lag die Jugendarbeitslosenquote bei  11,5 Prozent.

Junge Menschen, die sich nach Abschluss ihrer zwei- und dreieinhalbjährigen Ausbildungen zunächst arbeitslos melden mussten, haben schnell eine Anschlussperspektive erhalten und konnten wieder in den Arbeitsmarkt integriert werden.

AusländerInnen-Anteil an der Arbeitslosigkeit steigt auf 32,5 Prozent

Arbeitsagentur, Jobcenter und Sozialamt haben den Integration Point für Flüchtlinge gestartet, der beim Start in Ausbildung und Beruf helfen soll.
Arbeitsagentur, Jobcenter und Sozialamt haben den Integration Point für Flüchtlinge gestartet.

Die steigende Zahl von geflüchteten Menschen in Dortmund zeigt sich weiter leicht zunehmend auch in der Arbeitsmarktstatistik. Der Anteil der AusländerInnen an der Gesamtarbeitslosigkeit stieg im April um 0,1 Prozent auf 32,5 Prozent.

Damit sind aktuell 11.954 Ausländer bei der Arbeitsagentur und beim Jobcenter arbeitslos gemeldet. Im Vergleich zum Vorjahr zeigt sich ein deutlicher Anstieg um 4,0 Prozent oder 460 Personen.

Der größte Anteil der Arbeitslosen mit ausländischen Pass entfällt auf Zugänge aus Asylzugangsländern; 3.422 Personen waren im April arbeitslos gemeldet.

Überproportional ist hier vor allem die Arbeitslosigkeit von geflüchteten Menschen aus Syrien gestiegen. Innerhalb eines Jahres stieg ihre Zahl um 166,3 Prozent oder 750 Personen auf 1.201 Syrerinnen und Syrer.

Höhere Arbeitskräftenachfrage und deutlich mehr freie Stellen

Die Nachfrage der Wirtschaft nach Arbeitskräften hat im April wieder zugenommen. Die Dortmunder Unternehmen und Verwaltungen meldeten im aktuellen Berichtsmonat 1.789 neue Stellen. Das sind 325 Stellen oder 22,2 Prozent mehr als im März.

Der Vorjahresvergleich zeigt ebenfalls eine positive Entwicklung: Es wurden 358 Stellen mehr gemeldet als im April 2015. Seit Jahresbeginn wurden dem Arbeitgeber-Service 6.537 Stellen gemeldet. Das sind 24,1 Prozent oder 1.270 Stellen mehr als im Vorjahresquartal.

690 Mitarbeiter wurden im vergangenen Monat im Bereich Arbeitnehmerüberlassung gesucht (Vormonat 446). 155 Stellen wurden dem Arbeitgeber-Service im Bereich Handel, Instandhaltung und Reparatur von Kraftfahrzeugen gemeldet.

Es folgt der Bereich Gesundheits- und Sozialwesen mit 119 gemeldeten Stellen. Auch ist der Saisonbeginn im Bauhaupt- und Nebengewerbe spürbar: 102 Stellen wurden im Berichtsmonat April neu gemeldet.

Insgesamt stehen aktuell 6.537 Stellen zur Besetzung offen, das sind rund 24 Prozent mehr als im April 2015.

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