
Die Vermittlung von Langzeitarbeitslosen in den ersten Arbeitsmarkt ist mit vielen Hürden verbunden, besonders für die Betroffenen. Die Dortmunder Tafel und das Jobcenter Dortmund kooperieren aber im Sinne der Arbeitslosen und die Kooperation ist ein Erfolg. Denn die Tafel sorgt nicht nur für die Versorgung von Leuten mit Lebensmitteln, sie ist auch ein Arbeitgeber.
Nach Förderung durch das Jobcenter erfolgreich am Arbeitsmarkt
Peter Engelbrecht, Michael Cieslak, Andreas Herzog und Markus Zettel sind bei der Tafel fest angestellt und berichteten am vergangenen Donnerstag wie sie dort angekommen sind. Allen vier gemein war, dass sie über das Förderinstrument „Teilhabe am Arbeitsmarkt“ des Jobcenters zurück ins Arbeitsleben fanden und dort mittlerweile seit Jahren einer festen, sozialversicherungspflichtigen Arbeit nachgehen. Die Förderung ist längst ausgelaufen.
„Da muss man sich erstmal Respekt verdienen“
Michael Cieslak, 55 Jahre alt, ist inzwischen LKW-Fahrer bei der Tafel. Er kümmert sich aber auch um Büroangelegenheiten, koordiniert 60 bis 70 Leute, weist die Leute beim beladen und als Beifahrer für die Touren ein.

Er habe zwar einige Vorkenntnisse mitbringen können, beispielsweise seinen LKW-Führerschein, den er bei der Bundeswehr erworben habe. Die Qualifizierung durch das Jobcenter hätte ihm trotzdem sehr geholfen, so Cieslak. Sein Kollege Zettel machte den Führerschein über die Maßnahme des Jobcenters. Auch hier konnte Cieslak unterstützen.
„Die Teamarbeit ist einfach Klasse. Besser kann es nicht laufen“, berichtet Cieslak. Am schwersten war für ihn der Wiedereinstieg, ebenfalls über eine Arbeitsgelegenheit, einem sogenannten Ein-Euro-Job. „Da muss man sich erst mal Respekt verdienen“, so Cieslak. Mittlerweile sei das Team für ihn aber „wie eine Familie“.
Kooperation ermöglicht vielen Menschen Chance auf Arbeit
„Menschen die bei uns arbeiten, arbeiten mit Herzblut. Sie wollen arbeiten“, berichtet Horst Röhr, Vorsitzender der Dortmunder Tafel. „ Die Zusammenarbeit mit dem Jobcenter ermöglicht es uns seit vielen Jahren, Menschen diese Chance unter realen Arbeitsbedingungen zu geben.“
Die Kooperation von Tafel und Jobcenter besteht nach eigenen Angaben bereits seit 2007. Aktuell würden fast 90 Beschäftigte der Tafel durch das Jobcenter gefördert. Seit 2011 seien es rund 1000 Personen gewesen.
Maja Silberg, Personalerin bei der Dortmunder Tafel, betont: „Es wird oft gesagt, dass die Tafel Armut zementieren würde. Deshalb sind soziale Programme wie dieses wichtig.“ So entstehe eine „Win-win-win-Situation“, für die Arbeitssuchenden, die Tafel und das Jobcenter.
Stephanie Krömer künftig im Beirat der Tafel
Mit Stephanie Krömer, Geschäftsführerin des Jobcenters Dortmund, soll die Zusammenarbeit künftig auch auf Leitungsebene fortgeführt werden. Sie übernimmt den bisherigen Platz von Kay Utermark, Geschäftsführer Leistung und Recht des Jobcenters Dortmund, im Beirat der Tafel.
„Die Tafel und das Jobcenter haben unterschiedliche Aufträge, aber an vielen Stellen begegnen wir den selben Menschen. Ich freue mich darauf, die langjährige Zusammenarbeit künftig auch im Beirat zu begleiten.“, so Krömer.
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