Der Dortmunder Heimat-Preis 2026 geht an das Flüchtlingshilfprojekt „Grenzenlose Wärme“

27 Initiativen hatten sich in diesem Jahr um den Preis beworben

Blick in den Saal
Gruppenbild aller Preisträger des Dortmunder Heimatpreises 2026. Foto: Sigrid Kreische für NordstadtBlogger.de

Sachspenden sortieren gemeinsam mit Geflüchteten, ein interkulturelles Frauenmahl gegen Vorurteile, Nachtwanderungen mit historischem Nachtwächter durch Huckarde: 27 Initiativen hatten sich in diesem Jahr um den Heimat-Preis beworben, der im Bürgersaal des Rathauses Dortmund verliehen wurde. Der erste Platz ging mit 65 Prozent der Stimmen an das Projekt „Helping Hours“ des Vereins „Grenzenlose Wärme – Refugee Relief Work e.V.“. Die Sieger:innen erhielten ein Preisgeld von 7.500 Euro.

Die Projekte stehen für die Vielfalt des Dortmunder Ehrenamts

Den zweiten Platz und ein Preisgeld von 5.000 Euro sicherte sich mit 20 Prozent der Stimmen das Projekt „Interkulturelles Frauenmahl“ von „Sophia e.V.“, dicht gefolgt vom drittplatzierten Projekt „Und jetzt – Huckarde“ des Historischen Vereins Huckarde 2019 e.V. mit 15 Prozent der Stimmen und 2.500 Euro Preisgeld.

Der Verein „Grenzenlose Wärme – Refugee Relief Work“ wurde mit dem ersten Platz für ihr Projekt „Helping Hours“ ausgezeichnet. Foto: Andreas Buck/ Stadt Dortmund

„Helping Hours“ sammelt und verteilt Sachspenden an Dortmunder Initiativen und weltweit. Bei der Sortierung helfen regelmäßig auch Geflüchtete, die in Dortmund untergekommen sind – so sollen sie schnell Anschluss finden.

Der dahinterstehende Verein „Grenzenlose Wärme – Refugee Relief Work e.V.“ konnte nach eigenen Angaben von 2020 bis 2024 von seinem Stützpunkt im Dortmunder Hafen aus mehr als 1.400 Paletten Hilfsgüter an Menschen in Not weltweit verschicken.

Dialog zwischen den Religionen und Nachwächterwanderungen

Heimat-Preis 2026: Den 2. Platz bekam Sophia e.V. mit dem Projekt Interreligiöses Frauenmahl. Foto: Andreas Buck/ Stadt Dortmund

Das „Interkulturelle Frauenmahl“ von „Sophia e.V.“ fördert seit 2017 den Dialog zwischen den Religionen und veranstaltet einmal im Jahr ein gemeinsames Essen. Teilnehmer:innen unterschiedlicher Religionszugehörigkeit können sich austauschen, voneinander lernen, Vorurteile abbauen und Gemeinsamkeiten entdecken. Das Frauenmahl findet jedes Jahr unter einem anderen Leitmotiv statt.

Mit dem Projekt „Und jetzt – Huckarde“ informiert der Historische Verein Huckarde 2019 e.V. Zugezogene über die Geschichte des Stadtteils, mit thematischen Vorträgen und historischen Wanderungen. Besonders beliebt sind dabei die Nachtwanderungen mit historischem Nachtwächter.

Heimat-Preis 2026: Den 3. Platz bekam der Historische Verein Huckarde e.V. Foto: Andreas Buck/ Stadt Dortmund

Moderiert wurde die Veranstaltung von Beate Zadow und Tim Heinrichs. Zum Auftakt sang der Chor der Nordmarkt-Grundschule, unterstützt von Frank Scheele und Christoph Greven von „DORTMUND MUSIK.education“, die auch im weiteren Verlauf für musikalische Begleitung sorgten.

Anschließend begrüßte Oberbürgermeister Alexander Kalouti die rund 150 Anwesenden und dankte allen Teilnehmer:innen.

OB: „Dieses tiefe Gefühl der Verbundenheit gehört zu Dortmunds Identität“

In seiner Rede würdigte Kalouti das ehrenamtliche Engagement der Bewerber:innen. Heimat bedeute für ihn Vertrautheit und Zugehörigkeit: „Dieses tiefe Gefühl der Verbundenheit gehört zu Dortmunds Identität“, so Kalouti. Der Heimat-Preis solle dazu beitragen, das Ehrenamt sichtbar zu machen.

OB Alexander Kalouti Foto: Sigrid Kreische für NordstadtBlogger.de

Es folgte ein kurzer Beitrag der Preisträger des Vorjahres, des Dorstfelder Bürgerhauses Pulsschlag. Im Anschluss präsentierten die diesjährigen Bewerber:innen ihre Projekte, bevor die eigentliche Preisverleihung stattfand.

Der Heimat-Preis ist Teil des Heimat-Förderprogramms des nordrhein-westfälischen Ministeriums für Heimat, Kommunales, Bau und Digitalisierung und wird seit 2020 von der Koordinierungsstelle Heimat im Amt für Stadterneuerung organisiert.


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