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Freitag Demo gegen Schließung von Karstadt Galeria Kaufhof in Dortmund – Samstag Kundgebung gegen Rassismus

5000 Menschen zeigten auf dem Hansaplatz ihre Solidarität. Dies machte einen Mindestabstand zwar schwierig, aber die Maskenpflicht wurde eingehalten. Foto: Mariana Bittermann

Etwa 5.000 Menschen standen am 6. Juni zusammen auf dem Hansaplatz: gegen Rassismus und Rechtsextremismus. Samstag geht es dort in die nächste Runde. Foto: Mariana Bittermann

Gleich zwei größere Veranstaltungen wird es in den kommenden beiden Tagen in der Dortmunder Innenstadt geben. Am Freitag unterbrechen die Betriebsräte aller 22 der in NRW von Schließung bedrohten Häuser der Kette Galeria Karstadt Kaufhof sowie Karstadt Sports ihre Zusammenkunft in Dortmund, um für deren Erhalt auf die Straße zu gehen. – Der Samstag steht hingegen erneut im Zeichen des Kampfes gegen Rassismus in der Bundesrepublik: Silent Demo lädt zur Kundgebung auf den Hansaplatz: „Black Lives Matter“, heißt es wieder.

ver.di fordert von politisch Verantwortlichen, sich für Erhalt der Karstadt/Kaufhof-Häuser einzusetzen

Das Karstadt-Stammhaus am Westenhellweg. Foto: Alex Völkel

Das Karstadt-Stammhaus. Fotos (2): Alex Völkel

Die Geschäftsführungen von Galeria Karstadt Kaufhof sowie Karstadt Sports haben die Liste der vorgesehenen Schließungshäuser veröffentlicht. Die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) lädt die Betriebsräte der 22 von Schließungen bedrohten NRW-Häuser am 26. Juni nach Dortmund ein. ___STEADY_PAYWALL___

Auf einer gemeinsamen Sitzung soll ein Austausch über die aktuelle Situation stattfinden und über das weitere Vorgehen gesprochen werden. Die Fachbereichsleiterin für den Handel in NRW, Silke Zimmer, die auch selber vor Ort sein wird, machte dazu deutlich:

„Die von Schließung betroffenen Beschäftigten sind in ihrer Existenz bedroht. ver.di wird sich in den nächsten Wochen und Monaten weiter für den Erhalt der Häuser und Arbeitsplätze in Nordrhein-Westfalen einsetzen. Hier fordern wir die Unterstützung aller politisch Verantwortlichen, dass gemeinsam alle Möglichkeiten, Chancen und Wege, um diese dramatische Situation für die Beschäftigten und ihre Familien abzuwenden, ausgeschöpft werden.

Freitag (14 Uhr): Demo mit Betriebsräten betroffener Galeria Karstadt Kaufhof und Karstadt Sports-Filialen

Auch der Galeria Kaufhof und das Karstadt-Sport-Haus wurden heute bestreikt.

Die Zusammenkunft wird gegen 14 Uhr für eine Protestveranstaltung in der Dortmunder Innenstadt unterbrochen. Die Betriebsräte ziehen gemeinsam zu den drei betroffenen Dortmunder Häusern, um sich in kurzen Redebeiträgen für den Erhalt der Filialen einzusetzen.

Der Demozug beginnt am Freitag, 26. Juni, um 14:00 Uhr. Ausgangspunkt ist das FZW Dortmund (Ritterstr. 20); dann geht es über die Rheinische Str. und den Westenhellenweg zum Hansaplatz 1 (jeweils Zwischenstopp vor den Schließungshäusern Galeria Kaufhof und Karstadt sowie Karstadt Sports).

Black Lives Matter“: Kundgebung gegen Rassismus auf dem Hansaplatz – Samstag, ab 16.30 Uhr

Das bundesweite Bündnis „Silent Demo“ mobilisiert erneut, um ein Zeichen gegen Rassismus zu setzen. Die Organisator*innen erwarten 2.000 Teilnehmer*innen; auf Abstands- und Hygieneregeln soll diesmal genauer geachtet werden.

Bei der ersten Demo – anlässlich des gewaltsamen Todes von George Floyd durch US-Polizisten – waren es am 6. Juni allein in Dortmund 5.000 Menschen, die gegen Rassismus und Rechtsextremismus demonstrierten. Ursprünglich hatten die Veranstalter*innen lediglich mit 1.000 Personen gerechnet. Bundesweit beteiligten sich Zehntausende an den Aktionen.

 

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4 Gedanken über “Freitag Demo gegen Schließung von Karstadt Galeria Kaufhof in Dortmund – Samstag Kundgebung gegen Rassismus

  1. SPD Dortmund steht an der Seite der Belegschaften von Galeria Karstadt Kaufhof (PM) Beitrags Autor

    SPD Dortmund steht an der Seite der Belegschaften von Galeria Karstadt Kaufhof

    Gleich nach Bekanntwerden der Schließungspläne für die drei zur Unternehmensgruppe Galeria Karstadt Kaufhof gehörenden Dortmunder Kaufhäuser schaltete der SPD-Unterbezirk in den Kampfmodus: Dienstagabend riefen die Sozialdemokraten und ihr Oberbürgermeisterkandidat Thomas Westphal zu einer ersten Mahnwache auf, und begannen eine Unterschriftenaktion für den Erhalt .

    Damit soll noch lange nicht Schluss sein: am kommenden Freitag unterstützt die SPD zunächst den Demonstrationszug von ver.di und den Betriebsräten der 22 bedrohten Häuser. Tags darauf ist die SPD dann erneut zur Sammlung von Unterschriften in der Innenstadt anzutreffen, konkret vor dem Gebäude von Karstadt Sports am Alten Markt.

    Darüber hinaus gibt es die Möglichkeiten an folgenden Orten, Unterschriften zu leisten:

    Hombrucher Marktplatz, 10.00-12.00 Uhr
    Einkaufszentrum Derne, Dernerstr. 18, 11.00- 12.00 Uhr
    REWE Berghoferstr. 163, 11.00 – 13.00 Uhr
    Kreuzung Lichtendorferstr/Eichholz, 11.00 -13.00 Uhr
    Kaiserstr., 13.00 -14.00 Uhr
    Am Handelshof/Defdahl, 10.00 -11.00 Uhr
    Fredenbaumpark, 13.00 – 15.00 Uhr
    Am Amtshaus in Mengede, 10.00 -12.00 Uhr
    Vor dem Hotel Specht, Lütgendortmund, Limbeckerst. 27-29, 10.30- 12.00 Uhr

    Alle Dortmunderinnen und Dortmunder werden herzlich gebeten, nicht nur ihre Solidarität mit den Beschäftigten der Kaufhäuser zu erklären, sondern auch an ihrer Seite für den Erhalt der Arbeitsplätze zu streiten.

  2. DGB Mitgliedsgewerkschaften fordern den Erhalt aller Karstadt und Kaufhof Stadtorte in Dortmund (PM) Beitrags Autor

    DGB-Mitgliedsgewerkschaften fordern den Erhalt aller Karstadt und Kaufhof Stadtorte in Dortmund

    In seiner heutigen Sitzung verurteilte der DGB-Stadtverband Dortmund die geplante Schließung der Galeria Karstadt Kaufhof und Karstadt Sports Filialen in Dortmund aufs Schärfste. Mit der Schließung wäre der Verlust von über 350 Arbeitsplätzen verbunden. Der DGB sieht sich an der Seite der Mitarbeiter*innen und spricht den Beschäftigten seine volle Solidarität aus.

    Galeria Karstadt Kaufhof und Karstadt Sports leben von der Arbeitsleistung ihrer Mitarbeiter*innen Die Beschäftigten haben in der Vergangenheit durch Lohnverzicht und Stellenabbau immer wieder Opfer gebracht, um die Warenhäuser am Leben zu halten. Sie haben mit Ihrer Arbeit maßgeblich dazu beigetragen, dass die Dortmunder Häuser immer zu den umsatzstärksten Standorten innerhalb des gesamten Konzerns gehörten. Besonders verwerflich wäre es, wenn über diese Ankündigung weiter Druck auf die Beschäftigten ausgeübt werden soll, um Personalkosten zu drücken.

    Das Management ist bis heute ein nachhaltiges und zukunftsgewandtes Sanierungskonzept schuldig geblieben. Es sucht den einfachsten Weg: das Schließen von Filialen und den Abbau von Arbeitsplätzen anstatt in neue Handels- und Produktkonzepte zu investieren. Für das Warenhaus der Zukunft braucht es Experimentierfreudigkeit, Mut und vor allem die Erfahrung der beschäftigten Kolleginnen und Kollegen. Wer die Zukunft gestalten will muss sich den Herausforderungen stellen und diese aber auch sozial und demokratisch gestalten. Dies gilt gerade in Unternehmen, die in eine wirtschaftliche Schieflage geraten sind. Von daher sind die Eigentümer gefordert, auch mit Blick auf die Digitalisierung der Branche, Konzepte zu entwickeln und breit angelegte Qualifizierungsmöglichkeiten zu schaffen, um die Beschäftigten in umfassendem Maße mitzunehmen und deren Arbeitsplätze auch in Zukunft zu erhalten.

    Der Dortmunder DGB fordert endlich einen soliden Sanierungsplan aufzustellen, bei dem die Beschäftigungssicherung im Vordergrund steht und Galeria Karstadt Kaufhof sowie Karstadt Sports für Dortmund, aber auch in anderen Städten, zu erhalten.

  3. Mitteilung von „silent_demo_dortmund“: Kundgebung wird verschoben Beitrags Autor

    Mitteilung von „silent_demo_dortmund“: Kundgebung wird verschoben

    Liebe Silent Demo Protestierende,
    leider muss unsere Demo, die für morgen geplant war, aufgrund von Unwetterwarnungen abgesagt werden. Zum Schutz aller Beteiligten haben wir uns wie viele andere Städte auch dazu entschieden, die Demo vorsichtshalber auf einen anderen Tag zu verschieben. Das neue Datum wird zeitnah verkündet. Die Demo wird auf jeden Fall demnächst nachgeholt werden, versprochen! ✊✊✊✊✊✊
    Bitte teilt diese Information fleißig, damit niemand bei dem Unwetter umsonst zur eigentlich geplanten Demo erscheint.
    Wir danken für euer Verständnis.

  4. Krisenmanagement können wir! SPD-Fraktionsvorsitzenden RUHR treffen sich in Dortmund (PM) Beitrags Autor

    Krisenmanagement können wir! SPD-Fraktionsvorsitzenden RUHR treffen sich in Dortmund

    Die Anwesenden berichten einvernehmlich, dass man die Corona-Lage bislang vergleichsweise gut bewältige. Dabei wurden die Kommunen und kommunalen Unternehmen gelobt, das Krisenmanagement funktioniert. Bauchschmerzen aber bereiten die Kommunalfinanzen. „Die Landesregierung lässt die Kommunen hängen.“, so Norbert Schilff, Sprecher der SPD-Fraktionsvorsitzendenrunde RUHR und SPD-Ratsfraktionsvorsitzender in Dortmund. „Wir haben mit einem Schreiben an den CDU-Ministerpräsidenten Armin Laschet die Probleme deutlich beschrieben und Hilfe gefordert. Und was ist seit dem 27. Mai passiert? Wir haben eine Eingangsbestätigung erhalten.“

    Die SPD-Fraktionsvorsitzenden fordern, dass das Land kurzfristig reagiert. NRW lässt die Kommunen als einziges Bundesland finanziell hängen. Das kann so nicht weitergehen. Es ist wichtig, dass die zukünftige Haushaltsaufstellungen auch die Corona-Lage berücksichtigen können, damit die Kommunen nicht in den Zwang kommen, Haushaltssicherungskonzepte aufstellen zu müssen. Das Land muss den NRW-Kommunen finanzielle Unterstützung und damit den Menschen in den Städten Perspektiven bieten.

    Die drohende Schließung von Galeria Karstadt Kaufhof-Filialen beschäftigt ebenfalls die SPD-Fraktionsvorsitzenden. Besonders bedauerlich ist, dass bis heute die Stadtspitzen in den betroffenen Städten noch nicht offiziell von Konzernleitung Galeria Karstadt Kaufhof über die Schließungspläne informiert worden sind. Lediglich die Beschäftigten wurden telefonisch benachrichtigt.
    An der heutigen Demonstration in Dortmund nehmen viele der SPD-Fraktionsvorsitzenden teil, um sich mit den Beschäftigten aller Standorte in NRW solidarisch zu zeigen. „Der Kampf um die Arbeitsplätze ist noch nicht verloren!“, so Norbert Schilff.

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