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Das Keuning-Haus präsentiert Programm-Höhepunkte für 2020 und will seinen Park „zurückerobern“

Leyla Brust (Leiterin des soziokulturellen Bereichs), DKH-Direktor Levent Arslan, Rena Schölzig (neue Programmleiterin im DKH) und Ulrike Markowski (Leiterin Kinder- und Jugendbereich DKH) stellten das Programm für 2020 vor.

Leyla Brust, Levent Arslan, Rena Schölzig und Ulrike Markowski stellten das Programm vor. Fotos (4): Alex Völkel

Mit einem umfangreichen Programm startet das Dietrich-Keuning-Haus (DKH) ins nächste Halbjahr. Der Veranstaltungsreigen ist nochmals umfangreicher und vielfältiger geworden. „Geschuldet“ ist das der intensiven Netzwerkarbeit des Hauses – dadurch gibt es neue und teils ungewöhnliche Veranstaltungsformate, die mitunter deutschlandweit ihresgleichen suchen. Daran wird ab sofort auch Rena Schölzig arbeiten: Sie ist neue Programmleiterin und stellvertretende Direktorin des Hauses und komplettiert das 27-köpfige Team.

Kampf gegen den Angstraum: Investitionen und Sicherheitsdienst für den Keuning-Park

DKH - Frühlingserwachen

Das Außengelände am Dietrich-Keuning-Haus soll attraktiver und häufiger bespielt werden.

Doch nicht nur im Haus – auch außerhalb des Gebäudes soll sich einiges tun. So soll der Keuningpark angegangen und baulich aufgewertet werden. Dafür wird die Bezirksvertretung einen niedrigen sechsstelligen Betrag zur Verfügung stellen. 

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„Der Park muss dringend aufgepäppelt und baulich aufgewertet werden. Der Bolzplatz spricht niemanden mehr an“, macht Haus-Leiter Levent Arslan deutlich. Außerdem will das Stadtteil- und Kulturzentrum mehr Veranstaltungen in den Park verlegen. Damit verbindet sich die Hoffnung, den Park „zurückzuerobern“. 

Denn der Keuning-Park macht – trotz vielfältiger und engagierter Bemühungen von Polizei und städtischem Ordnungsamt – vor allem als Drogenumschlagplatz und Angstraum von sich reden. Auch deshalb will sich die Stadt im Januar 2020 dazu äußern, ob auch wieder ein Sicherheitsdienst engagiert werden soll. Dies hatte OB Ullrich Sierau jüngst bei einem Ortstermin im Nordstadtbüro des Ordnungsamtes angekündigt (wir berichteten).

Neue Musik-Formate: „SONGS & WHISPERS“ und „Schnauze!“

Das Programm des Hauses jedenfalls schafft es immer wieder, Menschen aus ganz Dortmund und auch weit darüber hinaus in die Nordstadt zu locken. Im Rahmen der Konzertreihe „DKH Live“ kommen Musikliebhaberinnen und Musikliebhaber verschiedener Musikrichtungen auf ihre Kosten. 

Die Kölner Post-Rock/Metalband Noorvik wird bei der Premiere des neuen Konzertformats „Schnauze!“ mit von der Partie sein. Foto: Noorvik Band

Großer Beliebtheit erfreuen sich die Konzertformate „Check Your Head“ aus dem Bereich Garage, Stoner-Rock und Hard-Rock sowie „Hordengrölen“ – die besten Rock-Hits zum Mitschreien von AC/DC bis ZZ-Top.

Neu an den Start gehen die Formate „SONGS & WHISPERS“, Konzert und Open Stage für Singer-Songwriter, sowie „Schnauze!“ kündigte Leyla Brust, Leiterin des soziokulturellen Bereichs, an. Die Konzertreihe „Schnauze!“ startet mit einem Konzert der Bands Neeva, Orange Swan und Noorvik. Die Dortmunder Zwei-Mann-Band Neeva eröffnet den Abend mit Post-Metal/Heavy-Groove/Stoner-Rock.

Beim Live-Konzert „SONGS & WHISPERS“ sind sowohl Künstlerinnen und Künstler aus der Dortmunder Szene als auch internationale Singer-Songwriter zu hören. Anschließend ist die Bühne für alle Musikerinnen und Musiker geöffnet, die einzelne Stücke aus ihren Repertoires vorstellen möchten. Eine Anmeldung ist nicht nötig.

Gesellschaftsdebatten bei „Talk im DKH“, „KulturellLeben“ und im „Café Marhaba“

Auch 2020 greift das DKH wieder aktuelle gesellschaftspolitische Themen auf. Dabei scheut das Haus auch keine kontroversen Themen und umstrittene Diskussionen: „Bei uns kann auch gesagt werden, was sich sonst keiner traut oder wofür andernorts die Plattform fehlt“, so Arslan. „Wir diskutieren auch heikle Themen in der Mitte der Gesellschaft, bevor es nur die Ränder diskutieren“, gibt sich der Haus-Leiter durchaus selbstbewusst.

Das DKH bleibt auch 2020 eine Plattform für kontroverse Debatten und Diskussionen in der Mitte der Gesellschaft.

Das Publikumsinteresse – beim letzten Talk im DKH waren es mehr als 700 Zuhörer*innen – gibt ihm Recht. Daher werden die Fachgespräche mit Expert*innen und Besucher*innen des Hauses in verschiedenen Veranstaltungsformaten wie „Talk im DKH“ und „KulturellLeben“ fortgeführt. Das „Café Marhaba“ leistet als Kontakt- und Beratungsangebot für Neuankömmlinge einen wichtigen Beitrag, so der DKH-Leiter.

Zur Kernaufgabe des DKH gehört die Förderung und Unterstützung der Vereinskulturarbeit. Daher gehören das latein-amerikanische Festival „¡VIVA!“, das internationale Tanzfestival „TanzFolk“ und das Afro-Ruhr-Festival zu den festen Programmpunkten. 

Die Festivals stehen für den Gedanken der Weltoffenheit und der multikulturellen Verständigung, das Aufeinandertreffen verschiedener Kulturkreise, die Gastfreundschaft, die Begegnung und das Miteinander.

Künstlerische Projekte ergänzen die Spiel- und Sportangebote des Hauses

Kunst und Kreativität sind zentrale Inhalte in der Kulturarbeit des DKH, die auch in der Kinder- und Jugendarbeit vermittelt werden. Künstlerische Projekte ergänzen die Spiel- und Sportangebote des offenen Bereichs, die von den jungen Besucherinnen und Besuchern des kinderreichsten Stadtteils gut genutzt werden. 

Die kulturellen Angebote werden durch Spiel und Sport ergänzt. Foto: DKH

Tanzen, Parkour, Skateboard und Klettern sind nur einige der Angebote im Sportpark. Aus dem Rahmen der Sportaktivitäten ist beispielhaft die „3rd Basketball-Jam“ hervorgegangen.

Besonderes Highlight ist das neue Angebot für junge Frauen ab 14 Jahren: die „Parkour Female Jam 2020“. Zum ersten Mal lädt Miriam Kriempardis zu diesem Event (früher: „Symphony of female Movements“) in den Skatepark des DKH ein.

In den Osterferien dürfen sich Teens und Jugendliche wieder auf einen der angesagtesten Dance-Workshops im Ruhrgebiet freuen. Unter Anleitung namhafter Choreografen aus dem In- und Ausland können hier wieder die verschiedensten Tanzstile erlernt, vertieft oder perfektioniert werden, verspricht Ulrike Markowski, Leiterin des Kinder- und Jugendbereichs des DKH.

Neue Programmleiterin möchte für die Gäste neue Formate entwickeln

Die neue Doppelspitze: DKH-Direktor Levent Arslan und Rena Schölzig, neue Programmleitung und stv. Direktorin.

Die neue Doppelspitze: DKH-Direktor Levent Arslan und Rena Schölzig, neue Programmleitung und stv. Direktorin.

Vereine, Organisationen und Veranstalter finden im DKH eine Plattform und einen Ort der Begegnung, der so vielseitig ist wie die Akteure des Begegnungszentrums. Mit dem „Nordstadtsommer“ in den ersten drei Ferienwochen geht das DKH mit einem generationenübergreifenden Kulturangebot in die Sommerpause.

Die Federführung für das vielseitige Angebot liegt bei der neuen Programmleiterin und Stellvertretenden Direktorin, Rena Schölzig. Die 34-jährige Dipl. Sozialpädagogin/Sozialarbeiterin (FH) wurde im Sauerland geboren und ist Wahl-Nordstädterin aus Überzeugung. Nach dem Studium an der FH Dortmund war sie sechs Jahre lang in einem Sozialunternehmen als Bereichsleiterin und Projektmanagerin für Theaterprojekte tätig.

„Als neue Programmleiterin des DKH sehe ich meine Aufgabe darin, bewährte Programme und Veranstaltungen zu unterstützen und fortzuführen, aber auch neue Formate zu entwickeln, die auf die Bedürfnisse und Wünsche der Besucherinnen und Besucher zugeschnitten sind, und die dazu beitragen, das DKH in seinem Wirken zu unterstützen und zu bereichern. Ich freue mich auf die neue Herausforderung und bin stolz, Teil eines so bunten und facettenreichen Hauses sein zu dürfen“, so Schölzig.

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Weitere Informationen:

Das komplette Programm für das erste Halbjahr 2020 als pdf-Datei: hier

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