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Bezirksvertretung freut sich über geplanten Umbau des Zuschauer*innenbereichs vor der Konzertmuschel

Einstimmig wurde von der BV-Innenstadt-Nord die Sanierung und barrierefreie Modernisierung des Zuschauer*innenbereichs der Konzertmuschel im Fredenbaumpark beschlossen. Foto: Klaus Hartmann

Von Susanne Schulte

Keine Gegenstimme gab es in der vergangenen Sitzung der Bezirksvertretung Nordstadt gegen den Beschlussvorschlag, den Zuschauerbereich vor der Konzertmuschel im Fredenbaum mit 210.000 Euro zu erweitern und zu erneuern.

Platz für 625 sitzende und stehende Gäste vor der Bühne und auf der Terrasse

So wird der Platz zwischen den Sitzreihen erweitert und Platz geschaffen für Rollstühle, damit Gäste nebeneinander sitzen können, ob sie nun auf den Rollstuhl angewiesen sind oder nicht. Der Bühnenvorbereich ist größer geplant, um dort Tanzvorführungen möglich zu machen und mehr Stühle aufzustellen. Alles wird ebenerdig gepflastert. ___STEADY_PAYWALL___

Konzertmuschel im Fredenbaumpark

Eine Induktionsschleife umgibt dann später diese gepflasterte Fläche, dass Menschen mit Hörbeeinträchtigungen ein gutes Hörerlebnis ohne Störgeräusche bekommen.

Im hinteren Bereich des Geländes, so heißt es in dem Beschlussvorschlag weiter, soll es als besonderes Gestaltungselement eine dreiteilige, terrassierte Rasentribüne geben, von der man sowohl sitzend wie auch stehend das Geschehen auf der Bühne verfolgen kann.

So haben später 425 Besucher*innen im Zuschauer*innenraum Platz, weitere 200 auf der Terrasse. Mit dem Baubeginn ist für den Herbst in diesem Jahr gerechnet. Die Bauzeit, so schätzt die Verwaltung, beträgt zwei bis drei Monate.

Da nun alles barrierefrei rund um die Bühne geschaffen wird, legte Jutta Hoppe (Bündnis 90/Die Grünen) noch Wert darauf zu erfahren, wie es denn mit barrierefreien Toiletten aussehe. Auch darin stimmten alle Bezirksvertretungsmitglieder überein.

Kurt-Piehl-Platz ist jetzt auf dem Papier getauft – Festliche Einweihung ist gewünscht 

Ebenfalls einmütig war das Votum für den Namen des Platzes an der Flensburger Straße zur Brunnenstraße. Dieser soll – zu Ehren des Widerstandskämpfers und Edelweißpiraten – Kurt-Piehl-Platz heißen.

Bald könnte es einen Kurt-Piehl-Platz in der Nordstadt geben - die Bezirksvertretung hat sich dafür ausgesprochen. Foto: MSA-DO

Die „Mean Street Antifa Dortmund“ hatte mit einer Guerilla-Aktion Werbung für die Benennung des Kurt-Piel-Platzes gemacht. Foto: MSA-DO

Dieser Name wurde bereits im Herbst letzten Jahres vorgeschlagen und für gut befunden. Brigitte Jülich (SPD) wünschte sich noch eine feierliche Einweihung des Platzes – so weit es möglich sein könne – und unter dem Namensschild einige biographische Daten von Kurt Piehl. Dagegen gab es keine Einwände.

Die hatten die Bezirksvertreter*innen aber gegen zwei Anträge aus Kleingartenvereinen. Der Kleingartenverein Fredenbaum beantragte 3000 Euro für das Anlegen einer Wildblumenwiese in seiner Anlage, um den Bienen eine 325 Quadratmeter große Fläche zu bieten, auf der sie Pollen sammeln können.

Ähnliche Projekte seien schon an anderen Stellen der Stadt umgesetzt worden, so in Brackel, wo es 5000 Euro von der Bezirksvertretung als Zuschuss gegeben hätte. Das Nordstadt-Gremium will aber erst einmal mehr zu dem Projekt wissen und bittet den Verein, den Antrag noch ausführlicher darzulegen.

Antrag zur Spielplatz-Förderung muss noch ergänzt werden

Das gilt auch für den Antrag des Gartenvereins Dortmund-Nord. Der will seinen Spielplatz auf Vordermann bringen. Der werde unter anderem von Kindern der Libellen-Grundschule und der Fabido-Einrichtung an der Eberstraße regelmäßig genutzt, die Spielgeräte seien jetzt aber nicht mehr sicher.

Wegen der Pandemie seien die Einnahmen stark geschrumpft und der Verein könne keine neuen Geräte kaufen. Die, die man sich ausgesucht habe, würden 15.000 Euro kosten, 4000 Euro gäbe es vom Stadtverband der Kleingärtner*innen, den Rest beantrage man bei der Bezirksvertretung. Die möchte vom Verein aber noch mehr Details erfahren über die Art der Spielgeräte und über alternative Angebote.

Für dieses Jahr gibt es kein Geld aus dem Sparkassen-Kulturfond 

Hannah Rosenbaum (Grüne)

Bezirksbürgermeisterin Hannah Rosenbaum (Grüne). Foto: Alex Völkel / Archiv

Man kann nie früh genug planen, auch nicht in von Viren dominierten Zeiten. So stand das traditionelle  Adventskonzert im Dietrich-Keuning-Haus auf der Tagesordnung. Letztes Jahr fiel diese Veranstaltung aus, für dieses Jahr sollen deshalb die Fördervereine der Schulen und die Musikvereine, die sich regelmäßig an dem Konzert beteiligen, ein erhöhtes Honorar von jeweils 200 Euro erhalten.

Deshalb bat die Bezirksvertretung um 6000 Euro aus dem Sparkassenkulturtopf – die Summe von 2020 und 2021. Doch hier musste Bezirksbürgermeisterin Hannah Rosenbaum den Gremiumsmitglieder mitteilen, dass es dieses Jahr kein Geld von der Sparkasse gibt.

Die Begründung des Geldinstitutes: Im letzten Jahr sei so viel Geld von den Vereinen und Verbänden gehortet worden, das die Sparkasse zugesagt hatte, dass dieses erst einmal auszugeben sei. Somit gibt man sich mit den 3000 Euro der Sparkasse vom letzten Jahr zufrieden und zahlt den Rest vom Konto für Vereins- und Kulturförderung. 

 

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