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Bewahren Sie einen kühlen Kopf: Klinikum Dortmund gibt fünf wichtige Hinweise für den Sommer und den Umgang mit Hitze

Sommertag im Freibad Stockheide. Die strahlende Sonne über Neptuns Kopf

In den kommenden Tagen werden Temperaturen über 30 Grad erwartet. Das Klinikum Dortmund erklärt, wie man sich am besten vor Sonnenbrand, Sonnenstich und anderen Gesundheitsrisiken schützen kann. Foto: Klaus Hartmann/Archiv

Blauer Himmel, 35 Grad, Sonne pur: Um sich für die Hitze in diesen Tagen zu wappnen und negative Auswirkungen für die Gesundheit zu vermeiden, hat das Klinikum Dortmund fünf wichtige Tipps und Hinweise für die Sommertemperaturen zusammengestellt. Dazu gehören neben dem täglichen Trinken von drei Litern Wasser auch der Verzicht auf fettige und schwere Kost, das Tragen von leichter Kleidung, die richtige Sonnencreme sowie der Umgang mit einem Sonnenstich. 

Drei Liter Wasser täglich, leichte Kost und luftige Kleidung machen die Hitze erträglicher

Prof. Dr. Dorothée Nashan ist Direktorin der Hautklinik am Klinikum Dortmund. Foto: Klinikum Dortmund

Um sich bei hohen Temperaturen zwischendurch abzukühlen, greifen viele Menschen gerne zu eiskalten Getränken. Was die meisten nicht wissen: Beim Genuss von kalter Flüssigkeit nimmt der Körper an, er müsse von innen „gegenheizen“; dementsprechend bleibt die erhoffte Kühlung langfristig aus.  ___STEADY_PAYWALL___

Generell sollten bei einer Hitzewelle aber rund drei Liter Wasser pro Tag getrunken werden – am besten nicht kalt und ohne Süßstoff oder Zucker. Als Essen empfiehlt sich leichte und nicht fettige Kost wie Salat, Obst oder Gemüse. 

„Auch die Wahl der Kleidung ist sehr wichtig“, sagt Prof. Dr. Dorothée Nashan, Direktorin der Hautklinik im Klinikum Dortmund. „Ideal wäre leichte Kleidung, die viel von der Haut bedeckt – insbesondere Schultern, Dekolleté und oberer Rücken, denn da strahlt die Sonne direkt drauf. Ungeschützte Stellen wie z.B. die Sonnentreppen, also Stirn, Nase und auch die Lippen, sollten mit einer Sonnencreme mit hohem Lichtschutzfaktor eingerieben werden.“

Eigenschutzdauer des Hauttyps mal Lichtschutzfaktor gleich mögliche Aufenthaltsdauer in der Sonne

Dabei gelte die Faustregel: Minuten bis zum Sonnenbrand ohne Creme mal dem Lichtschutzfaktor gleich Zeit, die man in der Sonne bleiben darf. Die Mediziner unterscheiden sechs unterschiedliche Hauttypen. Um die Faustregel anwenden zu können, muss man also wissen wie lange der Eigenschutz der Haut funktioniert. Im Folgenden die sechs Hauttypen und ihre Eigenschutzwerte:

  • Hauttyp 1: Helle Haut, blaue Augen, rötliches Haar, Sommersprossen; Eigenschutz: zehn Minuten
  • Hauttyp 2: Helle Haut, braune Augen; Eigenschutz: 10 bis 20 Minuten
  • Hauttyp 3: Mitteldunkle Haut, blaue oder braune Augen, braune Haare; Eigenschutz: 20 bis 30 Minuten
  • Hauttyp 4: Bräunliche Haut, dunkle Augen, dunkle Haarfarbe; Eigenschutz: 30 bis 45 Minuten
  • Hauttyp 5: Dunkelbraune Haut, dunkle Haare; Eigenschutz: ca. 50 Minuten
  • Hauttyp 6: Schwarze Haut, dunkle Haare,; Eigenschutz: ca. 90 Minuten

Für den Hauttyp 1 würde das bedeuten, dass die Haut zehn Minuten Eigenschutz bietet, und mit einer Sonnencreme mit dem Lichtschutzfaktor 30 könnte man sich bis zu 300 Minuten in der Sonne aufhalten ohne Gefahr zu laufen, einen schweren Sonnenbrand zu bekommen. Bei einem Lichtschutzfaktor von 15 dementsprechend 150 Minuten usw.

Ist die Haut dennoch zu lange ungeschützt der Sonne ausgesetzt und es kommt zu einem Sonnenstich, zeigen sich Symptome wie Kopfschmerzen, Schwindel, Übelkeit und Erbrechen. Außerdem steigt (oft durch enge Kleidung begünstigt) die Körpertemperatur an und die Wärmeregulation im Körper wird gestört, wodurch man sich heiß fühlt, aber nicht mehr schwitzt. Dann ist sogar eine Körpertemperatur bis über 41 °C möglich. „Die Person sollte dann sofort in einen kühleren Bereich gebracht und ggf. ein Notarzt gerufen werden“, so Prof. Nashan. 

 

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